3. Zweck einer Ökobilanz

Die Gründe für die Durchführung einer Ökobilanz können vielfältig sein. In den allermeisten Fällen stellen sie eine Entscheidungsgrundlage dar.

Auf politischer Ebene können Ökobilanzen verschiedener Technologien oder Ausführungen mit gleicher Funktion dazu dienen, die umweltfreundlichere zu identifizieren und durch regulatorische und ökonomische Instrumente zu fördern.

 

 

Auf Unternehmensebene können Firmen mit Ergebnissen von Ökobilanzen eigener Produkte

  • die Produkte optimieren, indem sie interne Prozesse mit hohem Umweltwirkungspotenzial identifizieren und verbessern.
  • Werbung betreiben, indem sie den ökologischen Vorteil ihres Produkts gegenüber konventionellen Produkten kommunizieren.

Eine Spezialform in Unternehmen ist die Anwendung der Ökobilanz zur Prozessanalyse und Identifizierung von ökologischen Schwachstellen. Die „betriebliche Ökobilanz“ ist dabei meist in ein Öko-Controlling bzw. Umwelt-Audit eingebunden. (Kaimer, Schade 1994)

Das im Juli 2026 verabschiedete Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) sieht ab 2028 vor, dass Treibhausgasemissionen von Neubauten aus deren gesamten Lebenszyklus im Energieausweis auszuweisen sind. Die Emissionen sind mit der Methode der Ökobilanzierung zu ermitteln. Im Gebäudebereich wird die Ökobilanz damit künftig zu einem verpflichtenden Bestandteil des öffentlich-rechtlichen Nachweises von Neubauten.

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DER SPIEGEL GMBH & CO. KG, 2000. Dosenpfand ab 2001. [online]. Hamburg, 9 August 2000. Verfügbar unter: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/trittin-dosenpfand-ab-2001-a-88405.html

NORDDEUTSCHER RUNDFUNK, 2022. E-Fuels mit schlechter Umweltbilanz. [online]. 23 Juni 2022. Verfügbar unter: https://www.tagesschau.de/wissen/klima/e-fuels-elektroautos-verbrenner-vergleich-101.html

KAIMER, M. und D. SCHADE, 1994. Ökobilanzen - Umweltorientierte Informations- und Bewertungsinstrumente [online]. März 1994. Verfügbar unter: https://elib.uni-stuttgart.de/bitstream/11682/8595/1/ab4.pdf