Glossar
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S
Sachbilanz(Ökobilanz-Phase:) Phase, in der die Inputs und Outputs des Produktsystems ermittelt werden. | |
SanierungsfahrplanWird eine schrittweise Sanierung anhand von zeitlich getrennten Einzelmaßnahmen empfohlen, kann für den Auftraggeber ein Sanierungsfahrplan erstellt werden, indem die zeitliche Abfolge sowie die vorbereitenden Maßnahmen (z.B. Anschlussdetails) enthalten sein sollten. Das BAFA fördert die Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) unter Einhaltung der Anforderungen an den Beratungsbericht. | ||
SchwerkraftheizungIm Bestand können noch Heizungssysteme vorgefunden werden, deren Verteilung ohne eine elektrisch betriebene Pumpe auskommt. Sogenannte Schwerkraftheizungen machen sich den Gewichtsunterschied zwischen warmem und kühlem Wasser zunutze. In einem Schwerkraftsystem steht der Kessel an der untersten Stelle (z.B. im Keller). Das Wasser wird im Kessel erhitzt und steigt aufgrund seiner geringen Dichte im (groß dimensionierten) Vorlauf nach oben Richtung Heizkörper (hohe Systemtemperatur erforderlich). Gleichzeitig fällt das abgekühlte Wasser im Rücklauf nach unten. Dadurch wird eine (träge) Zirkulation hervorgerufen. | |
SchwimmbadkollektorenEinfache Absorber zur Wassererwärmung, z.B. schwarze Schläuche ohne Abdeckung. | ||
Schwimmender EstrichDer Zement wird bauseitig auf einer Trittschallebene flüssig verarbeitet. Trocknungszeiten (z.B. im Winter) sind zu berücksichtigen. | |
Sekundärenergie [kWh]Sekundärenergie ist die nach der Umwandlung der Primärenergieträger in sogenannte Nutzenergieträger verbleibende Energieform. Sekundärenergie zeichnet sich meist durch eine der folgenden Eigenschaften aus:
Eine dieser Eigenschaften wird im Normalfall bevorzugt, abhängig von Ort und Verwendungszweck. Oft sind die Nebenprodukte der Herstellung von Sekundärenergie ebenso nutzbare Sekundärenergie (z.B. sind Gas bei der Benzinherstellung oder Wärme bei der Herstellung elektrischer Energie ein Nebenprodukt, das als Prozessgas oder Fernwärme weitergenutzt werden kann). Diese Nebenprodukte werden allerdings nicht immer genutzt. | ||
Smart-GridDer Begriff Smart Grid (intelligentes Stromnetz) umfasst die Vernetzung und Steuerung von Stromerzeugern (zentrale und dezentrale), Energielieferanten, Speichern und elektrischer Verbraucher. Es ist einerseits durch einen zeitlich und räumlich einheitlicheren Verbrauch geprägt und steuert andererseits Erzeuger und Verbraucher die nicht deckungsgleich sind. Durch intelligente Netze können die Auslastung der Netze optimiert und teure Lastspitzen vermieden werden. Ziel ist die Sicherstellung der Energieversorgung auf Basis eines effizienten und zuverlässigen Systembetriebs. | ||
Solare KühlungVon einer solaren Kühlung wird gesprochen, wenn die Antriebswärme der Sorptionskältemaschine hauptsächlich durch den Einsatz solarthermischer Systeme erzeugt wird. | |
Solare Wärmegewinne [kWh/m²a]Durch transparente Bauteile wie Fenster gelangt kurzwellige Sonnenstrahlung in das Gebäude und wird beim Auftreffen auf den Boden absorbiert und in langwellige Strahlung umgewandelt. Diese bleibt im Gebäude gefangen, da Glas für dieses Wellenspektrum undurchlässig ist (vergleiche Treibhauseffekt). Richtet sich nach Größe und Ausrichtung, dem Energiedurchlassgrad sowie der Verschattung und Verschmutzung der Fenster. | ||
Solarer Deckungsanteil [%]Prozentualer Anteil der vom Solarsystem nutzbar abgegebenen Energie am gesamten Wärmeenergiebedarf eines Gebäudes. | ||
SolarkollektorHinter einer Glasscheibe befindet sich ein Absorber, bestehend aus dunkel beschichteten Metallblechen. Er empfängt die Sonnenstrahlung und wandelt sie in langwellige Wärmestrahlung um. Damit diese nicht verloren geht, wird der Kollektor seitlich und unten gut gedämmt (Flachkollektor) oder in ein Vakuum gegeben (Vakuumröhrenkollektor). Die Wärme wird durch eine Flüssigkeit (frostbeständige Sole) in kleinen Röhrchen weitergeleitet, um schließlich mittels eines Wärmetauschers an einen Wasserspeicher abgegeben zu werden. | ||
SolarspeicherSpeicher, der durch Sonnenenergie gespeist wird. Dient der Überbrückung von Schlechtwetterperioden und des Tagesgangs des Energiebedarfs. | |
SolarthermieUmwandlung der Sonnenstrahlung in nutzbare Wärmeenergie. Solare Wärme wird durch einen Sonnenkollektor empfangen und zur Wassererwärmung bzw. zur Unterstützung der Heizung in Gebäuden genutzt. | |
SoleSalz-Wasser-Lösung, welche als Wärmeträger z.B. in Wärmepumpen zum Einsatz kommt. | |
Sommer-BypassUm im Sommer ein aufschaukeln der Temperatur durch den Wärmetauscher einer Lüftungsanlage zu verhindern, ist der Einbau eines Sommer-Bypasses zu empfehlen. Dieser ermöglicht eine Umgehung (kleiner Kanal, getrennt vom Hauptstrom) des Wärmetauschers, so dass der Betrieb als Zu- und Abluftanlage ohne Wärmerückgewinnung erfolgt. Die Funktion kann entweder manuell (z.B. Schalter, Austauschmodul) oder automatisch (z.B. temperaturabhängig) aktiviert werden. | ||
SorptionDurch Sorption ist ein Baustoff in der Lage, Feuchtigkeit aus der Luft an seiner Oberfläche anzulagern. Die Aufnahme und Abgabe der Feuchtigkeit erfolgt in Abhängigkeit von der Luftfeuchte. | ||
SorptionsfeuchteFeuchtegehalt eines Baustoffs, der sich bei einer konstanten Temperatur (z.B. 23° C) und einer konstanten relativen Umgebungsfeuchte (z.B. 80 % oder 95 % relative Luftfeuchte) im Baustoff einstellt | ||
SorptionskältesystemeSorptionskältesysteme zählen zu den aktiven Kälteerzeugern. Sie nutzen das System der thermischen Kühlung, die meist solar erzeugt wird. Sorptionskältemaschinen bauen auf dem Prinzip der Verdunstungskühlung auf. Ein Kältemittel, das in einem geschlossenen Kreislauf zirkuliert, wird unter extremem Unterdruck bei niedriger Temperatur zum Verdampfen gebracht (Verdampfer). | ||
SpeicherkollektorenFlachkollektoren mit integriertem Warmwasserspeicher. | ||
Spezifische Wärmekapazität [J/kgK]Die stoffspezifische Eigenschaft gibt die Energiemenge an, die benötigt wird, um 1 kg eines Stoffs um 1 Kelvin [K) zu erwärmen. Die spezifische Wärmekapazität gibt das Speichervermögen eines Baustoffs an. Aufgrund ihres geringen Gewichts verfügen Dämmstoffe meist nur über eine geringe Wärmespeicherfähigkeit. »Schwere« Dämmstoffe wie Holzfaserdämmplatten (Rohdichte > 100 kg/m³) können in Bereichen, die zur Überhitzung neigen (z.B. ausgebaute Dachräume), durch ihr höheres Speichervermögen den sommerlichen Wärmeschutz verbessern. | ||
Spezifische Wärmespeicherkapazität [kJ/kgK]Die spezifische Wärmespeicherkapazität c in [kJ/kgK] beschreibt die Fähigkeit eines 1 kg schweren Stoffes thermische Energie [kJ] zu speichern, d. h. Wärme aufzunehmen bzw. abzugeben, wenn sich die Temperatur um 1 Kelvin [K] ändert. In der Energieberatung sind die spezifische Wärmespeicherkapazität von Luft (1,005 [kJ/(kgK)]) und von Wasser (4,2 [kJ/(kgK)]) von besonderer Relevanz. | ||
Spezifischer Jahres-Primärenergiebedarf Qp'' [kWh/m²a]Der spezifische Jahres-Primärenergiebedarf Qp'' [kWh/m²a] ist eine der beiden gesetzlichen Anforderungen an Wohn- und Nichtwohngebäude und betrifft den Gesamtenergiebedarf (inkl. primärenergetischer Bewertung der Energieträger) für Heizen, Kühlen, Lüften, Warmwasser und Hilfsstrom. Bei Nichtwohngebäuden ist auch der Energibedarf für die Beleuchtung mitzuberücksichtigen. Der Nutzer-Strombedarf für Geräte und Arbeitshilfen wird im gesetzlichen Nachweis nicht berücksichtigt. | ||
Spezifischer Transmissionswärmeverlust HT’ [W/m²K]Der spezifische Transmissionswärmeverlust HT' [W/m²K] ist eine der beiden gesetzlichen Anforderungen an Wohngebäude und betrifft die Gebäudehülle, in dem ein flächengemittelter U-Wert berechnet wird. Dieser bezieht sich bei HT' auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche A [m²]. | ||
SpritzwasserbereichDer Bereich der Außenwand, der ca. 50 cm über Oberkante (OK) Erdreich liegt unterliegt höheren Anforderungen des Feuchteschutzes (z.B. Einsatz von Perimeterdämmung). | ||
StandortklimaBei Energieberechnungen besteht die Möglichkeit, den Standort des Gebäudes auf unterschiedliche Weise mit einzubeziehen. Für GEG-Normberechnungen muss aus Gründen der Vergleichbarkeit als Standortklima Deutschland angegeben werden. Für eine individuelle Optimierung jedoch kann oftmals der genaue Standort und damit die Klimaeinflüsse angegeben werden. | |
StirlingmotorDer Stirlingmotor ist eine Wärmekraftmaschine, in der ein abgeschlossenes Arbeitsmedium (meistens ein Gas) durch Temperaturänderungen in regelmäßigen Zyklen von außen erwärmt und wieder abgekühlt wird, um aus thermischer Energie mechanische Energie zu erzeugen. Der Stirlingmotor arbeitet mit einem geschlossenen Kreisprozess, der mit einer beliebigen externen Wärmequelle betrieben werden kann. | |
StrahlungsasymmetrieVon Strahlungsasymmetrie spricht man, wenn in einem Raum unterschiedliche Innenoberflächentemperatur "abstrahlen" (z.B. Fenster ohne Heizflächen < 12 °C, Innenwand ca. 20 °C). Liegt in einem Raum eine Strahlungsasymmetrie > 3 K vor, kann dies als unbehaglich empfunden werden. | |
StromeinspeisungsgesetzDas Stromeinspeisungsgesetz war der Vorläufer des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Ab 1991 wurden mit dem Stromeinspeisungsgesetz die Energieversorger dazu verpflichtet, den Strom der kleinen regenerativen Kraftwerke abzunehmen und zu vergüten. | |
SuffizienzSuffizienz bezeichnet ein Maß für den energie- und ressourcenbewussten Konsum, dabei ersetzen einzelne Personen energieintensive Dienstleistungen durch solche mit geringem Energiebedarf und optimieren so ihr Konsumverhalten, z.B. durch Videokonferenzen statt Flugreisen oder die Reduzierung der Wohnfläche pro Person. | |