Um den Berechnungsaufwand gering zu halten, wurde für das Passivhaus das vereinfachte Kriterium des „wärmebrückenfreien Konstruierens“ eingeführt, bei dem die Wärmebrückenverluste ΔUWB ≤ 0,01 W/m²K in der Berechnung nicht beachtet werden müssen. Dies verlangt allerdings von vorneherein eine Berücksichtigung und Lösung aller möglicher Wärmebrücken. Bereits während der Planung müssen Wärmebrücken erkannt und betrachtet werden (z.B. Verrechnung positiver als auch negativer Ergebnisse). Eine nachträgliche Änderung im fertiggestellten Gebäude ist zwar technisch möglich, aber meist sehr aufwendig und teuer. Hinweis: Ein Gebäude kann per se nie komplett "wärmebrückenfrei" sein. Die Wärmeverluste über Wärmebrücken können nur durch eine optimierte Planung so ausgeglichen werden, dass ΔUWB verschwindend gering ausfällt.