Glossar
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2.000-Watt-GesellschaftDie 2.000-Watt-Gesellschaft ist ein energiepolitisches Modell, das im Rahmen des Programms Novatlantis an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETHZ) entwickelt wurde. Gemäß dieser Vision sollte der Energiebedarf jedes Erdenbewohners einer durchschnittlichen Leistung von 2.000 Watt entsprechen. Das Modell geht dabei über den reinen Gebäudebetrieb hinaus und berücksichtigt ebenso weitere Energie verbrauchende Sektoren des täglichen Lebens, wie Konsum und Mobilität. | |
A
A/V(e)-VerhältnisDas Verhältnis der den Warmraum abschließenden Hüllfläche A zum gesamten Gebäudevolumen Ve. Das A/Ve-Verhältnis stellt die Kompaktheit des Gebäudes dar. Ein A/Ve-Wert von 1,00 bedeutet, dass jedem Kubikmeter Volumen ein Quadratmeter Hüllfläche gegenüber steht. Bei Einfamilienhäuser liegt in der Regel ein A/Ve-Verhältnis von 0,60 bis 1,20 vor, Reihenhäuser liegen bei 0,50 bis 1,00, mehrgeschossige, kompakte Wohngebäude können ihr A/Ve-Verhältnis bis auf 0,30 reduzieren. | ||
AbluftDie aus dem zu lüftenden Raum abgeführte Luft. | |
AbluftanlageEine reine Abluftanlage führt die verbrauchte Luft mechanisch durch Ventilatorleistung aus den Räumen (z.B. Bad, WC, Küche). Die Frischluft wird hierbei über Überströmventilöffnungen in der Fassade natürlich nachgeführt. Sie ist bei einem Passivhaus nicht zulässig. | |
Abseite | |
Absolute Luftfeuchte [g/m³]Die absolute Luftfeuchte ρW [g/m³] ist die Menge / Masse Wasserdampf, die ein bestimmtes Luftvolumen aufnehmen kann. Sie wird in Gramm Wasser pro Kubikmeter Luft angegeben. Nach oben wird dieser Wert begrenzt durch die maximale Feuchte,
die das Luftvolumen aufnehmen kann. | ||
AbsorberDer Absorber ist ein Teil des Solarkollektors und nimmt die einfallende Sonnenstrahlung über eine Trägerflüssigkeit (Wasser + Frostschutzmittel) auf. Ein hoher Wirkungsgrad wird durch die Verwendung schwarzer Absorber oder, noch besser, durch selektive Beschichtungen erreicht. | |
Absorption | |
Absorptions- und AdsorptionskältemaschineAbsorptions- und Adsorptionskältemaschinen produzieren durch Wärme angetrieben Kälte. Im Gegensatz hierzu werden Kompressionskältemaschinen mit Strom betrieben. Bei einer Absorptionskältemaschine erfolgt im Gegensatz zu einer Kompressionskältemaschine die Verdichtung des Kältemittels durch eine temperaturbeeinflusste Lösung. Absorptionskältemaschinen arbeiten mit Flüssigkeiten wohingegen Adsorptionskältemaschinen mit einem festen Sorptionsmittel arbeiten. | ||
Adiabate KühlungDie adiabate Kühlung oder Verdunstungskühlung ist ein Verfahren, um mit Verdunstungskälte Räume zu klimatisieren. Dabei wird nicht der zu kühlende Luftstrom direkt, sondern ein zweiter Luftstrom befeuchtet. Es handelt sich also um ein indirektes Verfahren. Bei Verdunstungskühlung wird zur Kälteerzeugung nur Luft und Wasser als Quellen also erneuerbare Energie eingesetzt. Verdunstungskühlung ist prinzipiell mit dem Vorgang des Schwitzens zu vergleichen. Durch die Schweißabsonderung verdunstet Wasser, wodurch dem Körper Wärme entzogen wird. | |
AGFW | |
Amortisationszeit [a]Amortisationszeit meint den Zeitraum, der vergehen muss, bis eine getätigte Investition sich durch Einsparungen im Betrieb refinanziert hat. Die energetische Amortisationszeit beschreibt die Zeit, über die z.B. eine Energieerzeugungsanlage betrieben werden muss, bis die für die Herstellung aufgewendete Energie wieder "erzeugt" worden ist. Während Anlagen, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden, energetische Amortisationszeiten von einigen Monaten oder Jahren haben, können konventionelle Kraftwerke nach dieser Definition nie einen Punkt der energetischen Amortisation erreichen, da zum Betrieb kontinuierlich weitere Primärenergie zugeführt werden muss. Somit ist die Angabe einer energetischen Amortisation bei diesen Kraftwerken nicht sinnvoll. | ||
Anergie [kWh]Als Anergie bezeichnet man die nicht mehr arbeitsfähige Energie, also Energie, welche für einen Arbeitsprozess nicht mehr direkt nutzbar ist, wie z.B. Umweltwärme. Sie muss durch den Einsatz von Exergie aktiviert werden. Anergie gibt an, wieviel mechanische Arbeit maximal gewonnen werden könnte, wenn man ein System, das mit der vorhandenen Umgebung im thermodynamischen Gleichgewicht steht, in ein neues Gleichgewicht mit einer absolut kalten Umgebung (T = 0 K) bringen würde. Da diese Umgebung aber nicht zur Verfügung steht, ist die Anergie nicht nutzbar ("nicht arbeitsfähig"). Der Gegensatz zur Anergie ist die Exergie, welche angibt, wieviel mechanische Energie maximal unter Beteiligung der Umgebung gewonnen werden kann, wenn das System ins thermodynamische Gleichgewicht mit der Umgebung kommt. Ein System, das sich im Gleichgewicht mit der Umgebung befindet, ist also nicht "ohne Energie" sondern "ohne Exergie" und enthält immer noch seine Anergie. Für Systeme, die sich oberhalb der Umgebungstemperatur und des Umgebungsdrucks befinden gilt: Anergie + Exergie = Energie. | ||
Anlagenaufwandszahl ep [-]Die Anlagenaufwandzahl kennzeichnet die energetische Effizienz der gesamten Energieversorgungskette, von der Ressourcenentnahme aus der Natur, über die Effizienz des Erzeugungssystems und der Verteilung im Gebäude bis zur Wärmeübergabe durch z.B. Heizkörper. Je niedriger ihr Wert, desto effizienter arbeitet das System. | ||
Arbeitszahl [-]Die Arbeitszahl (oder Jahresarbeitszahl) beschreibt die Energieeffizienz von Wärmepumpen. Dividiert man die Wärmeabgabe durch die aufgewendete elektrische Energie ergibt sich die Jahresarbeitszahl. Sie gibt somit das Verhältnis von Ertrag und Aufwand also den Wirkungsgrad an. | ||
Aufwandszahl [-]Die Aufwandszahl eines Energiesystems ist das Verhältnis von Aufwand zu dem erwünschten Nutzen, d. h. zu dem Bedarf für Heizung. Sie beschreibt mit einem Zahlenwert die energetische Effizienz des Heizsystems (Kehrwert des Nutzungsgrads). | ||
Außenbauteildurchlass (ALD)Luftdurchlass, der das geplante Durchströmen von Luft durch die Gebäudehülle ermöglicht (ohne Ventilator). Diese können in der Außenwand, im Fenster (z.B. Fensterfalz) oder auch im Rollladenkasten integriert werden und enthalten i.d. Regel auch eine Schallschutzlösung. | ||
AußenluftGesamte aus dem Freien angesaugte Luft; auch als Frischluft bezeichnet. | |
Außentemperatur [°C]Die Außentemperatur ist die Außenlufttemperatur, die aufgrund meteorologischer Messungen und Auswertungen für die Berechnung verwendet wird. Bei Anwendung des Referenzklimas ist sie der DIN V 18599-10:2018-09 zu entnehmen. | ||
B
BaupreisindexDer Baupreisindex ist eine Kennzahl im Bereich der Baukostenplanung, die die zeitliche Entwicklung der Baupreise aufzeigt. Er ist immer an regelmäßig festgelegte Basisjahre gebunden. In Kostentabellen wird das Bezugsjahr und ggf. auch der verwandte Baupreisindex mit benannt. Die Umrechnung der Kosten auf den aktuellen Baupreisindex erfolgt nach folgender Formel: Kosten [alt] • Index [neu]
/ Index [alt] = Kosten [neu]. | |
BauproduktegesetzGesetz über das „Inverkehrbringen von und den freien Warenverkehr mit Bauprodukten zur Umsetzung der Richtlinie 89/106/EWG des Rates vom 21. Dezember 1988 zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über Bauprodukte“. | |
BauteilaktivierungBauteilaktivierung (auch: Betonkernaktivierung) meint ein System, bei welchem zur Temperaturregulierung die vorhandene Gebäudemasse als thermische Speichermasse und zur Wärmeübertragung genutzt wird. Solche Systeme werden zur alleinigen oder ergänzenden Raumheizung bzw. Kühlung eingesetzt. | ||
Bauteilbezogener mittlerer Wärmedurchgangskoeffizient [W/m²K]Der bauteilbezogene mittlere Wärmedurchgangskoeffizient gibt den durchschnittlichen Wärmedurchgangskoeffizienten für einzelne Bauteilgruppen an. Dieser durchschnittliche U-Wert der einzelnen Bauteile ist der Quotient aus der Summe der Wärmedurchgangsverluste der Bauteile durch die jeweilige Bauteilfläche. | ||
Bedarfsgesteuerte EinzelraumlüftungBeim Prinzip der bedarfsgesteuerten Einzelraumlüftung wird jeder Raum mit Zu- und Abluft ausgestattet. Diese Geräte können dezentral pro Raum angebracht werden, aber auch eine zentrale Versorgung ist denkbar. Um bei dem zentralen System jedoch trotzdem jeden Raum einzeln regeln zu können, genügen keine Zu- und Abluft-Ventilatoren direkt am Lüftungsgerät. Jeder Raum braucht seinen eigenen Ventilator, der auf den speziellen Raumbedarf eingeregelt wird. Ggf. ist auch ein eigenes Heizregister zum Nachheizen pro Raum nötig. Ist eine dezentrale Wärmerückgewinnung erwünscht, kippt das Ganze zu einem rein dezentralen System, da diese WRG nur in Verbindung mit eigenen Ventilatoren und ggf. einem Heizregister möglich ist. | |
BehaglichkeitBehaglichkeit bezeichnet das physische Wohlbefinden. Ein wesentlicher Teil ist die thermische Behaglichkeit, sie ist von vielen Faktoren und Zuständen abhängig. Die thermische Behaglichkeit wird u.a. durch Raumlufttemperatur, Oberflächentemperatur der raumumschließenden Bauteile, relative Luftfeuchte der Raumluft und die Luftbewegung im Raum beeinflusst. | |
BeleuchtungDie Ausleuchtung und Erhellung eines Raums oder Objekts mit Kunstlicht wird als Beleuchtung bezeichnet. Erfolgt diese anstatt durch Kunstlicht durch Sonnenlicht, spricht man nur dann von Beleuchtung, wenn technische Hilfsmittel beispielsweise Spiegel eingesetzt werden, um das Licht zu lenken. | ||
Beleuchtungsstärke [lx]Die Beleuchtungsstärke E [lx] ist der Lichtstrom auf ein Flächenelement, dividiert durch die Fläche dieses Elements. | ||
belüftetes DachDachkonstruktion, bei der direkt oberhalb der Wärmedämmung eine Luftschicht angeordnet ist, die mit der Außenluft in Verbindung steht. Definition nach DIN 4108-3:2024-03 (Feuchteschutz) | ||
Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit λB [W/mK]Der Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit wird i.d. Regel durch eine Zulassung des Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) gemäß DIN 4108-4:2020-11 festgelegt. Der Nennwert der Wärmeleitfähigkeit λD unterliegt hingegen europäischen (und nicht ganz so strengen) Anforderungen, weshalb dieser in einem öffentlich-rechtlichen Nachweis nicht ohne Sicherheitszuschläge angesetzt werden darf. | ||
BereitschaftswärmeverlusteDie Bereitschaftswärmeverluste bzw. Speicherverluste sind eine Angabe einer täglichen Wärmeverlustenergie [kWh/d] bei einer Temperaturdifferenz von 45 K zwischen Speicher und Aufstellraum. Sie entstehen, da Heißwasserspeicher immer ein gewisses Wasservolumen auf einer festgelegten Temperatur bereithalten müssen, damit schnell die gewünschte Temperatur entnommen werden kann. Hierbei spielen neben der Temperaturdifferenz zwischen Speichermedium und Umgebung ebenfalls die Dämmqualität des Speichers, die Speichergröße (größere Oberfläche = größere Wärmeabgabe) als auch der Zeitraum der Speicherung eine Rolle. Die Bereitschaftsverluste werden ebenfalls als Wärmeverlustleistung angegeben (1 kWh/d = 41,6 W). | ||
Bestmöglich-PrinzipDas Bestmöglich-Prinzip zielt auf eine möglichst umfassende Energieberatung ab, in welche alle in Betracht kommenden Faktoren zur Senkung des Primärenergiebedarfs einbezogen werden. Dabei sollen Energieberater in Maßnahmenempfehlungen stets den bestmöglichen Energieeffizienzstandard für das Gebäude bzw. den Nutzer auswählen. Das Bestmöglich-Prinzip sollte von Energieberatern umgesetzt werden, stellt aber keine vertraglich vereinbarte Leistung dar. | |
Bezugsflächen Wohn- und NichtwohngebäudeDie im gesetzlichen Nachweis ermittelten Energiebedarfe werden auf folgende Bezugsflächen [m²] bezogen:
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Bio-Methan-HerstellungBei der Produktion von Bio-Methan wird Wasserstoff mit CO2 thermochemisch synthetisiert (methanisiert). Das so erzeugte Bio-Methan kann gespeichert und in das Gasnetz eingespeist werden, um bei Bedarf in Wärme umgewandelt zu werden. Der Wirkungsgrad bei der Umwandlung von Strom zu Methan beträgt 60 Prozent, das heißt aus 1,0 Kilowattstunden Strom lassen sich 0,6 Kilowattstunden des Energieträgers Methan herstellen. | |
BiomasseBiomasse ist der biologisch abbaubare Teil von Erzeugnissen, Abfällen und Reststoffen der Landwirtschaft mit biologischem Ursprung (einschließlich tierischer und pflanzlicher Stoffe), der Forstwirtschaft und damit verbundener Wirtschaftszweige einschließlich der Fischerei und der Aquakultur. Auch der biologisch abbaubare Teil von Abfällen aus Industrie und Haushalten zählt nach dieser Definition zur Biomasse. | ||
bivalenter BetriebVon einem bivalenten Betrieb spricht man, wenn der Wärmerzeuger die Heizlast nicht alleine (monovalent) gewährleisten kann und daher ein zweiter Wärmeerzeuger hinzugeschaltet werden muss (z.B. Wärmepumpe mit elektrischem Heizstab). Dies erfolgt ab einer definierten Bivalenztemperatur (z.B. 2 °C) entweder in einem parallelen/ausgeglichenen oder (teil-)alternativen Betrieb. | |
BlockheizkraftwerkEin Blockheizkraftwerk (BHKW) ist eine Anlage, die durch das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung Strom und Wärme produziert und damit Hauptbestandsteil einer Kraft-Wärme-Kopplungs-(KWK-)Anlage ist. Es wird meist um einen Spitzenlastkessel ergänzt. | ||
Blower-Door-TestDer Blower-Door-Test ist eine Dichtheitsprüfung der Gebäudehülle. Die Dichtheit eines Gebäudes ist eine wichtige Forderung des GEG. Ein Blower-Door-Test wird nicht gefordert. Wird jedoch mittels Blower-Door-Test die Mindestanforderung bezüglich der Winddichtheit nachgewiesen, können im Berechnungsverfahren des Wärmebedarfs geringere Mindestluftwechsel und damit geringere Lüftungsverluste angesetzt werden. | ||
BnD - Bestätigung nach DurchführungEine "Bestätigung nach Durchführung" (BnD) wird im Rahmen von BEG-/KfW-Förderprozessen nach Abschluss der geförderten Maßnahmen erstellt, in der Regel durch eine:n Energieeffizienz-Expert:in. In der BnD wird bestätigt, dass die Maßnahmen wie geplant umgesetzt wurden, die technischen Mindestanforderungen eingehalten sind und die förderfähigen Kosten abschließend dokumentiert wurden. Die dabei erzeugte BnD-ID wird für den Nachweis gegenüber dem Fördergeber bzw. für die Auszahlung benötigt. Wichtig: Die BnD ersetzt nicht die Antragstellung, sondern dient dem Abschluss- und Verwendungsnachweis nach Durchführung der Maßnahme.
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Bodenplattenmaß BDas charakteristische Bodenplattenmaß B gibt Auskunft über die Kompaktheit des unteren Gebäudeabschlusses. Es wird zur Bewertung der Transmissionswärmeverluste über das jeweilige Bauteil herangezogen. Zur Bestimmung des charakteristischen Bodenplattenmaßes B wird die jeweilige Fläche AG des Bauteils [m2] ins Verhältnis zum exponierten Umfang P [m] gesetzt: Die Maßbezüge und Berechnungsgrundlagen ergeben sich aus der DIN V 18599-1:2018-09. Je kleiner das Bodenplattenmaß ist, desto größer ist der Umfang im Verhältnis zur Fläche, was auf eine geringere Kompaktheit und höhere Wärmeverluste hinweist. | |
BrennstoffzelleEine Brennstoffzelle erzeugt durch Umwandlung aus chemischen Energieträgern elektrische Energie. Meistens handelt es sich um Wasserstoff-Sauerstoff-Brennstoffzellen mit Wasserstoff als Energieträger. | ||
BrennwertDer Brennwert Hs (veraltet oberer Heizwert Ho) ist ein Maß für die spezifisch je Bemessungseinheit in einem Stoff enthaltene thermische Energie. Der Brennwert eines Brennstoffs gibt die Wärmemenge an, die bei Verbrennung und anschließender Abkühlung der Verbrennungsgase auf 25 °C erzeugt wird. Der Brennwert berücksichtigt sowohl die notwendige Energie zum Aufheizen der Verbrennungsluft und der Abgase, als auch die Verdampfungs- bzw. Kondensationswärme von Flüssigkeiten, insbesondere Wasser. Brennwertkessel machen sich diese im Wasserdampf des Abgases enthaltene Energie zu Nutze, indem sie die heißen Abgase soweit an einem Wärmetauscher Energie entziehen, dass dies abkühlen und der Wasserdampf kondensiert. | ||
BrennwertkesselHeizkessel mit Brennwertnutzung gewinnen über einen Wärmetauscher die Energie aus dem Abgas zurück, die bei der Kondensation des darin enthaltenen Wasserdampfs frei wird. | |
Bruttogeschossfläche [m²]Die Bruttogeschossfläche bemisst nach DIN 277 in Summe die Grundfläche der Geschosse mit Außenmaßbezug. | ||
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ist einer der größten Fördergeldgeber des Bundes und vergibt z. B. Investitionszuschüsse für die Sanierung von Gebäuden, die Optimierung und den Einbau von Anlagentechnik unter dem Einsatz von erneuerbaren Energien. Auch Energieberatungen werden durch das BAFA gefördert. | ||
Bundesförderung für „Energieberatung für Wohngebäude (EBW)"Förderprogramm des Bundesministeriums
für Wirtschaft und Energie (BMWE); Grundlage ist die Richtlinie für die
Bundesförderung für „Energieberatung für Wohngebäude (EBW)“ vom 31. Mai 2023.
Sie trat am 01. Juli 2023 in Kraft und endet zum 31. Dezember 2026. Mit
Inkrafttreten ersetzte sie die Richtlinie über die Förderung der
Energieberatung für Wohngebäude (Vor-Ort-Beratung, individueller
Sanierungsfahrplan) vom 28. Januar 2020. | ||
Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)Förderprogramme zur Förderung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien im Gebäudebereich, zur Verfügung gestellt durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), vergeben von dem BAFA sowie der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). | ||
BzA - Bestätigung zum AntragEine "Bestätigung zum Antrag" (BzA) wird im Rahmen von BEG-/KfW-Förderprozessen vor der Antragstellung erstellt, in der Regel durch eine:n Energieeffizienz-Expert:in. In der BzA werden die geplanten energetischen Maßnahmen, die förderfähigen Kosten und die Einhaltung der technischen Mindestanforderungen bestätigt. Wichtig: Die BzA ist noch kein Förderantrag. Der Antrag selbst wird durch die Bauherrschaft gestellt. | ||
C
Charakterisierung(Ökobilanz-Begriff:) Teil der Wirkungsabschätzung, bei der alle Stoff(mengen), die einer Umweltwirkungskategorie zugeordnet wurden, mit stoffspezifischen Charakterisierungsfaktoren, die die Wirkungsintensität eines Stoffs im Vergleich zu der Referenzsubstanz der Wirkungskategorie angeben gewichtet werden. Dadurch lassen sich alle Umweltwirkungen in einer Kategorie durch die Menge der Referenzsubstanz mit der gleichen Wirkung wie alle Stoffe zusammen angeben. | |
Charakteristische Länge & Breite (Test)Die charakteristische Länge Lchar ist die maßgebende Ausdehnung des Gebäudes in Hauptlängsrichtung, die charakteristische Breite Bchar ist die maßgebende Ausdehnung des Gebäudes in Hauptquerrichtung. Sie dienen als vereinfachende geometrische Kennwerte zur Beschreibung der Gebäudeform in der energetischen Bilanzierung. Die charakteristische Länge und die charakteristische Breite werden im Rahmen einer Bilanzierung nach DIN V 18599 zur vereinfachten Ermittlung der Leitungslängen technischer Versorgungssysteme genutzt. Auf dieser Grundlage können die Wärmeverluste der Verteilnetze und damit die Energiebedarfe für Heizung, Warmwasser und weitere Anlagensysteme abgeschätzt und in der Energiebilanz berücksichtigt werden. Die Maße werden aus dem Gebäudegrundriss abgeleitet, auch wenn dieser nicht rechteckig ist. InhaltErmittlung von Lchar und Bchar Ermittlung von Lchar und BcharDie charakteristische Länge Lchar und die charakteristischen Breite Bchar eines Versorgungsbereichs werden bestimmt, indem das betrachtete Volumen zu einem Quader mit gleichem Rauminhalt vereinfacht wird. Dafür zerlegt man das Gebäudevolumen in Teilkörper, die idealerweise quaderförmig sind. Lcharund Bchar sind Länge und Breite der Grundfläche. Um die charakteristische Länge Lchar zu berechnen, wird die Summe der Längen aller Teilkörper ∑ Li durch die Anzahl der Geschosse nG dividiert: ∑ Li = L1 + L2 + L3 + L4 Lchar = (1/nG) • ∑ Li Um die charakteristische Breite Bchar zu berechnen, wird die Summe der Grundflächen aller Teilkörper ∑ (Li • Bi) durch die charakteristische Länge Lchar und die Anzahl der Geschosse nG dividiert: Bchar = (1/nG) • [(∑ (Li • Bi)) / Lchar] BeispielrechnungEin verschachtelter Körper wird zu einem quaderförmigen Volumen mit charakteristischer Länge und Breite vereinfacht. Die Länge ist dabei jeweils die längere Seite des Teilkörpers. Abb. 1: Vorgaben zur Bestimmung der charakteristischen Länge und Breite; Quelle: DIN V 18599-1 Bild 8, überarbeitet durch die ina Planungsgesellschaft mbH Ermittlung von Lchar und Bchar: ∑ Li = L1 + L2 + L3 + L4 ∑ (Li • Bi) = (L1 • B1) + (L2 • B2) + (L3 • B3) + (L4 • B4) Lchar = (1/nG) • ∑ Li = (1/2) • (L1 + L2 + L3 + L4) Bchar = (1/nG) • [(∑ (Li • Bi)) / Lchar] = (1/2) • [((L1 • B1) + (L2 • B2) + (L3 • B3) + (L4 • B4)) / Lchar] Es gelten die gleichen Maßbezüge wie zur Bestimmung der wärmeübertragenden Umfassungsfläche. Berechnung von Lchar und Bchar bei Teilkörpern mit nicht rechteckiger GrundflächeFür Teilkörper mit nicht rechteckiger Grundfläche wird die mittlere Länge und die mittlere Breite berechnet: Li = ∑ Lj / j Bi = ∑ Bj / j j: Anzahl der berücksichtigten Längen Abb. 2: Vorgaben zur Bestimmung der charakteristischen Länge und Breite bei einem nicht rechtwinkligem Gebäudeteil; Quelle: DIN V 18599-1 Bild 9, überarbeitet durch die ina Planungsgesellschaft mbH Für die Fläche in der Grafik gilt: L = (L1 + L2) / 2 B = (B1 + B2) / 2 Berechnung von Lchar und Bchar bei geometrisch komplexen GebäudenFür geometrisch komplexe Gebäude (z. B. zylindrische Körper) können zur Ermittlung der charakteristischen Maße vereinfachend – für jeden Verteilkreis – diese Formeln herangezogen werden: Die geometrischen Faktoren fgeo und fB/L sind der folgenden Tabelle zu entnehmen: Abb. 3: Geometrische Faktoren zur Bestimmung von charakteristischen Maßen; Quelle: Beiblatt zur DIN V 18599-1 | ||
Charakteristische Länge + Breite (Test)Die charakteristische Länge Lchar ist die maßgebende Ausdehnung des Gebäudes in Hauptlängsrichtung, die charakteristische Breite Bchar ist die maßgebende Ausdehnung des Gebäudes in Hauptquerrichtung. Sie dienen als vereinfachende geometrische Kennwerte zur Beschreibung der Gebäudeform in der energetischen Bilanzierung. Die charakteristische Länge und die charakteristische Breite werden im Rahmen einer Bilanzierung nach DIN V 18599 zur vereinfachten Ermittlung der Leitungslängen technischer Versorgungssysteme genutzt. Auf dieser Grundlage können die Wärmeverluste der Verteilnetze und damit die Energiebedarfe für Heizung, Warmwasser und weitere Anlagensysteme abgeschätzt und in der Energiebilanz berücksichtigt werden. Die Maße werden aus dem Gebäudegrundriss abgeleitet, auch wenn dieser nicht rechteckig ist. InhaltErmittlung von Lchar und Bchar Ermittlung von Lchar und BcharDie charakteristische Länge Lchar und die charakteristische Breite Bchar eines Versorgungsbereichs werden bestimmt, indem das betrachtete Volumen zu einem Quader mit gleichem Rauminhalt vereinfacht wird. Dafür zerlegt man das Gebäudevolumen in Teilkörper, die idealerweise quaderförmig sind. Um die charakteristische Länge Lchar zu berechnen, wird die Summe der Längen aller Teilkörper ∑ Li durch die Anzahl der Geschosse nG dividiert: ∑ Li = L1 + L2 + L3 + L4 Lchar = (1/nG) • ∑ Li Um die charakteristische Breite Bchar zu berechnen, wird die Summe der Grundflächen aller Teilkörper ∑ (Li • Bi) durch die charakteristische Länge Lchar und die Anzahl der Geschosse nG dividiert: Bchar = (1/nG) • [(∑ (Li • Bi)) / Lchar] BeispielrechnungEin verschachtelter Körper wird zu einem quaderförmigen Volumen mit charakteristischer Länge und Breite vereinfacht. Die Länge ist dabei jeweils die längere Seite des Teilkörpers. Abb. 1 EINFÜGEN Abb. 1: Vorgaben zur Bestimmung der charakteristischen Länge und Breite; Quelle: DIN V 18599-1 Bild 8, überarbeitet durch die ina Planungsgesellschaft mbH Σ Li = L1 + L2 + L3 + L4 Bchar = (1 / nG) • [(Σ (Li • Bi)) / Lchar] Berechnung bei Teilkörpern mit nicht rechteckiger GrundflächeFür Teilkörper mit nicht rechteckiger Grundfläche wird die mittlere Länge und die mittlere Breite berechnet: Abb. 2 EINFÜGEN Abb. 2: Vorgaben zur Bestimmung der charakteristischen Länge und Breite bei einem nicht rechtwinkligem Gebäudeteil; Quelle: DIN V 18599-1 Bild 9, überarbeitet durch die ina Planungsgesellschaft mbH Für die Fläche in der Grafik gilt: Berechnung bei geometrisch komplexen GebäudenFür geometrisch komplexe Gebäude (z.B. zylindrische Körper) können zur Ermittlung der charakteristischen Maße vereinfachend - für jeden Verteilkreis - diese Formeln herangezogen werden: $$ L_{\text{char}} = \sqrt{\frac{A_{NGF}}{n_G \cdot f_{\text{geo}}}} $$ $$ B_{\text{char}} = L_{\text{char}} \cdot f_{B/L} $$ Die geometrischen Faktoren fgeo und fB/L sind der folgenden Tabelle zu entnehmen: Abb. 3 EINFÜGEN Abb. 3: Geometrische Faktoren zur Bestimmung von charakteristischen Maßen; Quelle: Beiblatt zur DIN V 18599-1 | |
Charakteristische Länge und BreiteDie charakteristische Länge Lchar ist die maßgebende Ausdehnung des Gebäudes in Hauptlängsrichtung, die charakteristische Breite Bchar ist die maßgebende Ausdehnung des Gebäudes in Hauptquerrichtung. Sie dienen als vereinfachende geometrische Kennwerte zur Beschreibung der Gebäudeform in der energetischen Bilanzierung. Die charakteristische Länge und die charakteristische Breite werden im Rahmen einer Bilanzierung nach DIN V 18599 zur vereinfachten Ermittlung der Leitungslängen technischer Versorgungssysteme genutzt. Auf dieser Grundlage können die Wärmeverluste der Verteilnetze und damit die Energiebedarfe für Heizung, Warmwasser und weitere Anlagensysteme abgeschätzt und in der Energiebilanz berücksichtigt werden. Die Maße werden aus dem Gebäudegrundriss abgeleitet, auch wenn dieser nicht rechteckig ist. InhaltErmittlung von Lchar und Bchar Ermittlung von Lchar und BcharDie charakteristische Länge Lchar und die charakteristischen Breite Bchar eines Versorgungsbereichs werden bestimmt, indem das betrachtete Volumen zu einem Quader mit gleichem Rauminhalt vereinfacht wird. Dafür zerlegt man das Gebäudevolumen in Teilkörper, die idealerweise quaderförmig sind. Um die charakteristische Länge Lchar zu berechnen, wird die Summe der Längen aller Teilkörper ∑ Li durch die Anzahl der Geschosse nG dividiert: ∑ Li = L1 + L2 + L3 + L4 Um die charakteristische Breite Bchar zu berechnen, wird die Summe der Grundflächen aller Teilkörper ∑ (Li • Bi) durch die charakteristische Länge Lchar und die Anzahl der Geschosse nG dividiert: BeispielrechnungEin verschachtelter Körper wird zu einem quaderförmigen Volumen mit charakteristischer Länge und Breite vereinfacht. Die Länge ist dabei jeweils die längere Seite des Teilkörpers. Abb. 1: Vorgaben zur Bestimmung der charakteristischen Länge und Breite; Quelle: DIN V 18599-1 Bild 8, überarbeitet durch die ina Planungsgesellschaft mbH
∑ Li = L1 + L2 + L3 + L4 ∑ (Li • Bi) = (L1 • B1) + (L2 • B2) + (L3 • B3) + (L4 • B4) Lchar = (1/nG) • ∑ Li Bchar = (1/nG) • [(∑ (Li • Bi)) / Lchar] Es gelten die gleichen Maßbezüge wie zur Bestimmung der wärmeübertragenden Umfassungsfläche. Berechnung von Lchar und Bchar bei Teilkörpern mit nicht rechteckiger GrundflächeFür Teilkörper mit nicht rechteckiger Grundfläche wird die mittlere Länge und die mittlere Breite berechnet: Bi = ∑ Bj / j Abb. 2: Vorgaben zur Bestimmung der charakteristischen Länge und Breite bei einem nicht rechtwinkligem Gebäudeteil; Quelle: DIN V 18599-1 Bild 9, überarbeitet durch die ina Planungsgesellschaft mbH
L = (L1 + L2) / 2 B = (B1 + B2) / 2 Berechnung von Lchar und Bchar bei geometrisch komplexen GebäudenFür geometrisch komplexe Gebäude (z. B. zylindrische Körper) können zur Ermittlung der charakteristischen Maße vereinfachend - für jeden Verteilkreis - diese Formeln herangezogen werden: $$ L_{\text{char}} = \sqrt{\frac{A_{NGF}}{n_G \cdot f_{\text{geo}}}} $$ $$ B_{\text{char}} = L_{\text{char}} \cdot f_{B/L} $$ Die geometrischen Faktoren fgeo und fB/L sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:
Abb. 3: Geometrische Faktoren zur Bestimmung von charakteristischen Maßen; Quelle: Beiblatt zur DIN V 18599-1 | ||
CIS-ZellenCIGS (auch CIGSSe oder CIS) ist eine Dünnschichttechnologie für Solarzellen und steht als Abkürzung für die verwendeten Elemente Kupfer (Cu), Indium (in), Gallium (Ga), Schwefel (S) und Selen (Se) (engl. copper, indium, gallium, sulfur, and selenium). In der Anwendung werden verschiedene Kombinationen dieser Elemente verwendet: Die wichtigsten Beispiele sind Cu(In,Ga)Se2 (Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid) oder CuInS2 (Kupfer-Indium-Disulfid). | ||
CO2-SpeicherAls CO2-Speicher werden nachwachsende Rohstoffe bezeichnet, da sie während ihres Wachstums mittels Photosynthese Kohlenstoffdioxid in Biomasse umsetzen. Bei der thermischen Verwertung / Verbrennung wird das bis dahin gebundene CO2 wieder freigesetzt. | |
Coanda-EffektEin Gas-Strahl - also eine räumlich eng begrenzte Strömung, die sich von der (meist ruhenden) Umgebung deutlich unterscheidet - wird von einer Fläche angezogen und wird daher daran entlang geleitet (Richtungsumlenkung). Dieser Effekt kann z. B. bei Heizleisten direkt vor Wänden genutzt werden, um die Raumwärme zunächst nach oben zu leiten bevor sie an die Raummitte abgegeben wird. | ||
D
DEC- gestützte ZuluftkühlungBei der sorptionsgestützten Klimatisierung (Desiccative and Evaporative Cooling - DEC) ist das Kältemittel (meist Wasser) direkt mit der Atmosphäre in Kontakt. Daher spricht man hier von einem offenen Verfahren. Die erzeugte Kälte kann hierbei nur luftgeführt an den Innenraum übergeben werden. Die Kälte wird durch adiabate Kühlung erzeugt. Lediglich für die Ventilatorleistung und die Pumpen ist der Einsatz von elektrischer Energie von Nöten. | ||
Dezentrale/raumweise VersorgungDie Erzeuger stehen direkt an der jeweiligen Übergabe-/Zapfstelle. Die Verteilverluste für ein längeres Verteilnetz im Gebäude werden eingespart, was bei einem geringen Nutzenergiebedarf die effizienteste Lösung ist. Da die Erzeugung jedoch i. d. Regel über Strom erfolgt, ist dies primärenergetisch abzuwägen. Ggf. können einige nahe stehenden Übergabe-/Zapfstellen zusammengefasst werden. Typisches Beispiel: Elektrische Durchlauferhitzer zur Trinkwarmwasserversorgung an jeder Zapfstelle. | ||
Dezipol1 dezipol entspricht einer Verunreinigungslast einer „Standardperson“ (erwachsene Person mit einem Hygienestandard von 0,7 Bädern pro Tag, 1,8 m² Hautoberfläche und bei sitzender Tätigkeit). Ab 10 dezipol spricht man von einem "sick building". | |
Diffuse StrahlungBei diffuser Strahlung handelt es sich um die Solarstrahlung, die uns aus allen Richtungen - nach Streuung des Sonnenlichts an Wolken, Nebel, Bergen, Gebäuden etc. - erreicht. | ||
DiffusionWanderung von Wassermolekülen in einem Gasgemisch, z.B. Luft bzw. Luft in den Porenräumen von Baustoffen, aufgrund von Unterschieden im Wasserdampfpartialdruck. Diffusion ist die Mischung zweier Stoffe ohne äußere Kräfte, im Bauwesen ein Wasserdampftransport. Ähnlich wie Wärme immer von der warmen zur kalten Seite wandert, findet zwischen Bereichen unterschiedlicher Luftfeuchte eine Wasserdampfwanderung bzw. Wasserdampfdiffusion statt. Temperatur, Luftdruck und relative Luftfeuchte beeinflussen die Geschwindigkeit der Diffusion und damit die Mengen des diffundierenden Dampfs. | ||
diffusionsbremsende SchichtBauteilschicht mit 0,5 m < sd ≤ 10 m | ||
diffusionsdichte SchichtBauteilschicht mit sd ≥ 1.500 m | |
diffusionshemmende SchichtBauteilschicht mit 10 m < sd ≤ 100 m | |
diffusionsoffene SchichtBauteilschicht mit sd ≤ 0,5 m | |
diffusionssperrende SchichtBauteilschicht mit 100 m < sd < 1.500 m | ||
Direkte StrahlungSolarstrahlung, die direkt von der Sonne auf den Kollektor trifft. Sie ist intensiver als die diffuse Strahlung ; übers Jahr trifft jedoch etwa gleich viel diffuse wie direkte Strahlung auf den Kollektor. | ||
Dynamische GebäudesimulationZur Ermittlung von interner und solarer Wärmelasten im Sommerfall werden gerade bei Nichtwohngebäuden oft dynamische Simulationen durchgeführt. Hierbei werden Wetter- und Ablaufszenarien programmiert, um den Einsatz von passiven und aktiven Kühlleistungen zu überprüfen. | ||
Dynamische Steifigkeit s' [MN/m³]Die dynamische Steifigkeit s‘ (MN/m³) ist die wichtigste Materialeigenschaft für die Kennzeichnung von Trittschall-Dämmstoffen und Schalldämmeigenschaften eines WDVS. Mit einer akustischen Messung wird die Resonanzfrequenz eines Masse-Feder-Systems - wie es eine Trittschalldämmung darstellt - bestimmt. Für homogene Dämmstoffe gilt hier der Zusammenhang für die dynamische Steifigkeit: s’ = Edyn/d, worin der dynamische Elastizitätsmodul Edyn eine Materialkonstante darstellt und d die Dicke der Probe bezeichnet. | ||
E
EEWärmeGDas Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) stellte seit 2009 Anforderungen an den Deckungsgrad erneuerbarer Energien (z.B. Solarthermie, Umweltwärme, Geothermie, Biomasse) am Wärme-/Kältebedarf von Gebäuden und galt zusätzlich zur EnEV bzw. dem EnEG. Mit Einführung des GEG 2020 wurde das Gesetz obsolet, da dessen Inhalte in das GEG überführt und aktualisiert wurden. | ||
EffizienzIn der Physik und Technik beschreibt die Effizienz das Verhältnis zwischen der Größe der erbrachten Leistung und der Größe des getätigten Aufwandes. Sind beide Größen von der Dimension Energie, ist dies gleichbedeutend mit dem Wirkungsgrad einer Maschine oder eines Prozesses. Das Verhältnis von Nutzenergie zu Endenergie beschreibt beispielsweise den Nutzungsgrad der Anlagentechnik, der Kehrwert wird wiederum als Anlagenaufwandszahl bezeichnet. Effizientes Verhalten führt daher zur Erzielung einer Wirkung, hält aber darüber hinaus den dafür notwendigen Aufwand möglichst gering. | ||
EffizienzhausDer
Begriff Effizienzhaus ist eine Bezeichnung, die von der Deutschen
Energie-Agentur GmbH (dena) zusammen mit dem Bundesministerium für
Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und der KfW entwickelt wurde.
Die KfW und das BAFA nutzen das Effizienzhaus im Rahmen ihrer Förderprogramme. Die
Zahl nach dem Begriff Effizienzhaus, z.B. EH70, gibt an, wie hoch der
Jahresprimärenergiedebarf (Qp) in Relation (%) zu einem vergleichbaren
Neubau nach den Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) sein darf. | ||
Eigendeckungsgrad [%]Der Eigendeckungsgrad gibt an wieviel Prozent des Strombedarfs im Gebäude selbst erzeugt wurde. Der Eigennutzungsgrad hingegen gibt an, wieviel des selbst erzeugten, erneuerbaren Stroms (z.B. aus Photovoltaik) im Gebäude selbst genutzt werden kann. Eigendeckungsgrad [%] = im Gebäude selbst genutzter Stromertrag / Gesamtstrombedarf (Gebäude) Eigennutzungsgrad [%] = im Gebäude selbst genutzter Stromertrag / Gesamtstromertrag (selbst erzeugt) Der Eigendeckungsgrad kann daher auch als "Autarkiegrad" bezeichnet werden, da er angibt wieviel Prozent des Strombedarfs selbst erzeugt wird. Je höher, desto autarker und unabhängiger vom Stromnetz ist das Gebäude. Mit dem Eigennutzungsgrad kann man hingegen feststellen, ob die stromerzeugende Anlage auf den Bedarf im Gebäude ausgelegt wurde. Je größer er ausfällt desto kleiner ist die Anlage i. d. Regel und desto weniger muss vom selbst erzeugtem Strom ins Netz eingespeist werden. | ||
Eigennutzungsgrad [%]Der Eigennutzungsgrad gibt an, wieviel des selbst erzeugten, erneuerbaren Stroms (z.B. aus Photovoltaik) im Gebäude selbst genutzt werden kann. Der Eigendeckungsgrad hingegen gibt an wieviel Prozent des Strombedarfs im Gebäude selbst erzeugt wurde. Eigennnutzungsgrad [%] = im Gebäude selbst genutzter Stromertrag / Gesamtstromertrag (selbst erzeugt) Eigendeckungsgrad [%] = im Gebäude selbst genutzter Stromertrag / Gesamtstrombedarf (Gebäude) Mit dem Eigennutzungsgrad kann man hingegen feststellen, ob die stromerzeugende Anlage auf den Bedarf im Gebäude ausgelegt wurde. Je größer er ausfällt desto kleiner ist die Anlage i. d. Regel und desto weniger muss vom selbst erzeugtem Strom ins Netz eingespeist werden. Der Eigendeckungsgrad kann daher auch als "Autarkiegrad" bezeichnet werden, da er angibt wieviel Prozent des Strombedarfs selbst erzeugt wird. Je höher, desto autarker und unabhängiger vom Stromnetz ist das Gebäude. | ||
Eis-LatentspeicherEis-Latentspeicher machen bei Schmelz- und Gefrierprozessen freiwerdende Wärmemengen nutzbar. | ||
Emissionsgrad εDer Emissionsgrad eines Körpers gibt an, wie viel Strahlung er im Vergleich zu einem idealen Wärmestrahler, einem schwarzen Körper, abgibt (z.B. Wand mit hellen Anstrich ε = 0,4; mit einem dunklen Anstrich: 0,8. Falls keine Werte bekannt sind, ist gemäß DIN V 18599 ε = 0,9 anzusetzen). | ||
Endenergie [kWh]Jede Umwandlung und jeder Transport von Energie geschieht unter Verlusten. Endenergie bezeichnet die Energiemenge inklusive der Anlagen- und Verteilungsverluste oder eben die an die Hausgrenze gelieferte Menge eines Energieträgers vor der Umwandlung. | ||
EnEG - EnergieeinspargesetzDas Energieeinsparungsgesetz (EnEG) wurde 1976 zur Verbesserung der Handelsbilanz, genauer: zur Reduzierung der Abhängigkeit der Bundesrepublik Deutschland von importierten Energieträgern erlassen. Das Gesetz enthält keinerlei unmittelbar für den Bürger wirksame Regelungen, sondern ermächtigt die Bundesregierung zum Erlass von Verordnungen (z.B. EnEV, HeizAnlV, HeizkostenV). Mit Einführung des GEG 2020 wurde das EnEG obsolet, da dessen Inhalte ebenfalls in das GEG überführt und novelliert wurden. | ||
Energie [kWh]Die physikalische Energie gibt die Arbeit an, die z. B. eine Maschine innerhalb einer bestimmten Zeit verrichtet kann bzw. benötigt. Eine Kilowattstunde (kWh) entspricht der Menge an Energie, die eine Maschine mit einer Leistung von einem Kilowatt (kW = 1.000 W) innerhalb einer Stunde [h] produziert bzw. braucht. | ||
Energiebedarf [kWh/m²a]Der Energiebedarf eines Gebäudes gibt an, wie viel Endenergie ein Gebäude benötigt. Dieser Wert wird im Rahmen der Erstellung eines Energieausweises oder eines GEG-Nachweises unter Normbedingungen errechnet. Er dient dem Vergleich von Gebäuden hinsichtlich ihrer energetischen Qualität. | ||
Energieeffizienz-Expert:in (EEE) | ||
Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK e.V. | ||
EnergieinhaltDer Energieinhalt ist die Wärmemenge, die bei voller Verbrennung aus einer Menge eines Brennstoffs gewonnen werden kann. | |
EnergiemanagerEin Energiemanager ist eine eigenständige Heizungsregelung, die das Zusammenwirken mehrerer heiztechnischer Komponenten, wie z.B. 2 oder 3 Wärmeerzeuger, Wärmespeicher und Boiler, sowie Pumpen regelt. Eine große Anzahl von Komponentenkombinationen sind damit mit dem Ziel regelbar, bei ihrem Zusammenwirken größtmögliche Energieeffizienz zu erreichen. | |
EnergieträgerEnergieträger sind im engeren Sinn Rohstoffe oder Stoffe, die in chemischer oder nuklearer Form Energie speichern und daher für die Energiegewinnung oder den Energietransport nutzbar gemacht werden bzw. werden können. Meist werden im Sprachgebrauch auch Energiequellen (z.B. Geothermie, Solarenergie, Wasserkraft etc.) als Energieträger bezeichnet, die zwar zur Energiegewinnung geeignet sind, aber keinen Energieträger im engeren Sinn darstellen. | |
Energieverbrauch [kWh/a]Der Energieverbrauch ist eine gemessene Größe, die den realen Verbrauch eines Gebäudes angibt. | ||
EnEV - EnergieeinsparverordnungDie Energieeinsparverordnung (EnEV) wurde 2002 das erste mal in Deutschland erlassen und setzt die Gesetzesvorgaben aus dem Energieeinspargesetzt (EnEG) bundesweit um. Zudem führt sie die vorhergegangenen Anforderungen an die Gebäudehülle aus der Wärmeschutzverordnung (WSchV) und die Anforderungen an die Anlagentechnik aus der Heizungsanlagenverordnung (HeizAnlV) zusammen und stellt die Hauptanforderung erstmalig an die Primärenergie (inkl. Bewertung des eingesetzten Energieträgers). Die EnEV wurde 2020 durch das GEG ersetzt. | ||
Enthalpie-WärmetauscherDer Enthalpietauscher in einem Lüftungsgerät ist in der Lage, Feuchtigkeit aus der Abluft in den frischen Zuluftstrom zu übertragen. Es handelt sich bei diesem Feuchte-Rückgewinner um einen Enthalpietauscher mit einer Polymerfolie als Trennschicht der Luftströme für Zu- und Abluft. Das Polymer ist aufgrund einer speziellen, antimikrobiellen Beschichtung undurchlässig für Mikroben aller Art. Somit ist die Hygiene auch dann in Wohnungen gewährleistet, wenn Abluft aus Küchen- und Sanitärbereichen über den Wärmetauscher geführt wird. | |
EntropieDie Entropie ist eine thermodynamische Größe, mit der Wärmeübertragungen und irreversible Vorgänge in thermodynamischen Prozessen rechnerisch erfasst und anschaulich dargestellt werden können. | |
ErdreichwärmeübertragerErdreichwärmeübertrager werden zur Außenluftvorerwärmung für Frostschutz und/oder für Wärmepumpenkompaktgeräte eingesetzt. Allerdings ist darauf hinzuweisen, dass durch die relativ hohen Investitionskosten insbesondere für die Erdarbeiten sowie die Qualitätskontrolle und Bauleitung (Verlegung im Gefälle etc.) diese Komponente allein für den Frostschutz kaum wirtschaftlich darstellbar ist. In unseren Breiten kann er problemlos durch ein elektrisches Frostschutzregister ersetzt werden. | ||
ErdsondenspeicherErdsondenspeicher können in tonigem, wassergesättigtem Boden in Tiefen von 20 - 90 m Wärme speichern. Mehrere Erdsonden werden in Abständen von 1,5 bis 2,5 m in die Tiefe gebohrt. Je nach Kollektorgröße und Sondenanzahl kann so ein Nahwärmenetz versorgt werden. | |
Erdwärmetauscher (Luft)Er bildet eine Ergänzung zur zentralen Lüftungsanlage: Das Prinzip beruht auf der Geothermischen Nutzung der einige Meter tiefen Bodenschichten. Durch die Vorerwärmung der Außenluft im Winter werden die Heizkosten reduziert und der Wärmetauscher des Lüftungsgeräts wird vor dem Vereisen geschützt. Im Sommer wird die Temperatur der Außenluft durch den Erdwärmetauscher abgesenkt, wodurch ein gewisser Kühleffekt im Gebäude entsteht. Als Material für Erdwärmetauscher kommen witterungsbeständige, ungiftige, korrosionssichere und dichte Werkstoffe mit glatten Rohrinnenseiten in Betracht. | ||
Erneuerbare-Energien-GesetzDas Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) regelt unter anderen die Einspeisevergütung bei der Erzeugung von erneuerbarem Strom (z.B. Photovoltaik, Wind). | ||
EU Gebäuderichtlinie (EPDB)Vor dem Hintergrund, dass in der Europäischen Union (EU) ca. 40% des Gesamtenergiegebrauchs und 36% der CO2-Emissionen auf den Gebäudesektor entfallen und auf Grundlage der Verpflichtungen aus dem Kyoto-Protokoll entstand die sogenannte EU-Gebäuderichtlinie erstmals 2002/91/EG (englisch: „EPBD, European Directive Energy Performance of Buildings) und wurde mehrfach bereits novelliert (z.B. 2010, 2018). Verpflichtendes Ziel für den Neubau ist u.a. ab dem 31.12.2020 der sogenannte Niedrigstenergiegebäude-Standard (NEG). Umgesetzt auf nationales Recht wird diese im GEG bzw. vormals in der EnEV (und dem EnEG) | ||
Eutrophierung (Überdüngung)Unter Überdüngung bzw. Eutrophierung (Eutrophication Potential) [kg PO43-Äquivalent] versteht man die Anreicherung von Nährstoffen. In überdüngten Gewässern kann es zu Fischsterben bis hin zum „Umkippen“, d.h. zum biologischen Tod des Gewässers, kommen. Pflanzen auf eutrophierten Böden weisen eine Schwächung des Gewebes und eine geringere Resistenz gegen Umwelteinflüsse auf. Ein hoher Nährstoffeintrag führt weiterhin zur Nitratanreicherung im Grund- und Trinkwasser, wo es zu humantoxischem Nitrat reagieren kann. Das Überdüngungspotenzial bzw. Eutrophierungspotenzial fasst Substanzen im Vergleich zur Wirkung von PO43 zusammen. | ||
Exergie [kWh]Exergie bezeichnet den Anteil der Gesamtenergie eines Systems oder Stoffstroms, der Arbeit verrichten kann, wenn er in das thermodynamische (thermische, mechanische und chemische) Gleichgewicht mit seiner Umgebung gebracht wird. Exergie basiert also auf einem Potential zwischen mindestens zwei Zuständen, wobei einer davon meist der Umgebungszustand ist. Die Exergie ist im Gegensatz zur Energie keine Erhaltungsgröße, d. h. im Gegensatz zur Energie kann Exergie durch einen Potentialausgleich "vernichtet" werden. | ||
F
FensteranschlagGerade im Gebäudebestand wurde im Mauerwerksbau oft ein außen sitzender schmalerer Anschlagziegel in der Fensterlaibung angebracht, um so das Fenster von innen an diesem zu befestigen. Bei einem geplanten Fensteraustausch wird das Fenster oft außen bündig in der Konstruktionsebene angebracht, um es dann später mit Fassadendämmung zu überdämmen. Daher muss entweder ein kleineres Fenster bestellt werden oder der Anschlagsziegel abgebrochen werden. | |
FenstersprosseWird ein Fensterrahmen nochmal sichtbar durch eine Trennung unterteilt, nennt man diese Fenstersposse. Diese kann entweder durch Aufkleben eines Rahmenelements erfolgen (rein optische Lösung), was für den Wärmeschutz (U-Wert) des Fensters wenig relevant ist, oder durch mehrere, getrennten Fensterscheiben inkl. durchdringende Fensterprofilsprossen ausgeführt werden. Letztere muss im U-Wert des Fensters berücksichtig werden (z.B. Rahmenanteil). | |
Fernwärme / NahwärmeFernwärme beschreibt die Versorgung von Gebäuden mit Wärme über ein gebäudeübergreifendes Verteilnetz, für das in einem oder mehreren zentralen Kraftwerken Wärme erzeugt wird. Im kleineren Rahmen z.B. auf Quartiersebene wird das gleiche Prinzip oft als Nahwärme bezeichnet. Im Gebäude selbst wird in beiden Fällen „nur“ eine Wärmeübergabestation (Wärmetauscher) und ggf. ein Pufferspeicher benötigt. Es fallen jedoch zusätzliche Verteilverluste und Hilfsstrombedarfe durch das externe Verteilnetz an. Eine genaue Trennung zwischen den Begriffen "Fernwärme" und "Nahwärme" existiert nicht,
allerdings unterscheidet der Gesetzgeber zwischen "Gebäudenetzen" und
"Wärmenetzen", die unterschiedlich große Netze beschreiben. | ||
Fluss(Ökobilanz-Begriff:) allg. Stoff- und Energieströme zwischen Systemen. Flüsse im Austausch mit der Umwelt werden Elementarflüsse genannt. Nur aus Elementarflüssen ergeben sich die Umweltwirkungen. | ||
Fokussierende KollektorenSolarkollektoren mit gewölbten Reflektoren, durch die der Wirkungsgrad von Flachkollektoren und Vakuum-Röhrenkollektoren verbessert wird, da auch flach einfallende und diffuse Strahlung genutzt werden können. | ||
FortluftGesamte Luft, die aus einem Gebäude ins Freie abgeführt wird. | |
FortluftauslassFortluftauslässe sind gedämmte Durchbrüche in der Gebäudehülle, um die Fortluft aus dem Gebäude zu führen. | ||
Fossile EnergieträgerFossile Energie nennt man nutzbare Energie, die Energieträgern entstammt, deren Energiegehalt vor langer Zeit in eine konzentrierte Form überführt wurde, die sich heute nutzen lässt. Fossile Energieträger sind durch biologische und physikalische
Vorgänge wie Veränderungen des Erdinneren und der Erdoberfläche über große Zeiträume entstanden. | |
Freie EnthalpieFreie Enthalpie (ΔG) ist die Triebkraft sämtlicher chemischer, biologischer und biochemischer Prozesse. Sie gibt Auskunft darüber ob ein Prozess, bei dem ein Austausch von Energie zwischen System und Umgebung stattfindet, reversibel oder irreversibel ist. ΔG ist die maximal nutzbare Arbeit eines Prozesses bei konstantem Druck und konstanter Temperatur. | |
FrischwasserstationDas Frischwasser wird im Durchlaufverfahren über einen Wärmetauscher indirekt erhitzt und wird so nur bei Bedarf abgerufen (Zapfleitung < 3 l). Stehendes, erwärmtes Wasser wird so verhindert. | |
Funktionelle Einheit(Ökobilanz-Begriff:) Bezugsgröße aller absoluten Umweltwirkungen. Die funktionelle Einheit repräsentiert dabei den quantifizierten Nutzen eines Produktsystems. Erst durch sie ist ein Vergleich verschiedener Produktsysteme möglich. | |
FunktionsäquivalentDas Funktionsäquivalent bezeichnet Materialschichtdicken gleicher funktionaler Leistungsfähigkeit. Erst beim Einhalten eines Funktionsäquivalents können Umweltwirkungen von Baustoffen direkt miteinander verglichen werden. | ||
G
Gebäudeenergiegesetz - GEGDas Gebäudeenergiegesetz (kurz GEG), das erstmalig am 01.11.2020 in Kraft getreten ist, stellt Anforderungen an die „Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden“. Es löst damit die folgenden vorher geltenden Gesetze / Verordnungen ab: Energieeinspargesetz (EnEG), Energieeinsparverordnung (EnEV) und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG). | ||
GebäudemanagementAlle Leistungen, die zum Betreiben und Bewirtschaften von Gebäuden (inklusive aller baulichen und technischen Anlagen) notwendig sind, werden unter dem Begriff des „Gebäudemanagements“ zusammengefasst. Eine Optimierung der Betriebs- und Wartungskosten, Energieverbräuche und die Funktionstüchtigkeit des laufenden Betriebs sind hierbei die Hauptaufgaben. | |
GebäudenetzLaut Gebäudeenergiegesetz ist ein „Gebäudenetz“
ein Netz zur ausschließlichen Versorgung mit Wärme und Kälte von
mindestens zwei und bis zu 16 Gebäuden und bis zu 100 Wohneinheiten. Es handelt sich also um ein Nahwärmenetz. Netze über die mehr Gebäude versorgt werden, sind "Wärmenetze". Die Begriffsdefinition "Gebäudenetz" ist in §3 des Gebäudeenergiegesetzes zu finden: https://www.gesetze-im-internet.de/geg/__3.html | ||
Gebäudezentrale VersorgungDer Erzeuger und ggf. Speicher stehen meist im unbeheizten Keller- oder Dachgeschoss. Die Wärme wird über einen Heiz- und Trinkwarmwasserverteilkreis an die jeweiligen Übergabe-/Zapfstellen in den Wohnungen übergeben. Die Wärmeverluste und Hilfsstrombedarfe für die Pumpen machen einen relevanten Anteil des Endenergiebedarfs aus. | |
Gegenstrom-WärmetauscherDas Gegenstromprinzip ist ein grundlegendes Prinzip in der Wärmeübertragung. Hierbei werden zwei unterschiedlich temperierte Stoffe, in der Regel Wasser oder Luft, aus entgegengesetzten Richtungen aneinander vorbei geleitet, so dass die Wärme von der einen auf die andere Flussrichtung / Stofflichkeit abgegeben wird. | ||
GeothermieDie Geothermie (Erdwärme) zählt zu den erneuerbaren Energiequellen. Es handelt sich dabei, um die in der Erde gespeicherte Wärme, die dieser entzogen und somit genutzt werden kann. Sie kann zum Heizen und Kühlen z.B. mittels einer Wärmepumpe direkt verwendet werden. | ||
Gesamtenergiedurchlassgrad (g-Wert)Der Gesamtenergiedurchlassgrad g oder „g-Wert“ beschreibt die Energiedurchlässigkeit eines transparenten Bauteils. Ein g-Wert von 0,56 entspricht einem Energiedurchlass von 56 % (üblicher Wert für eine Drei-Scheiben-Verglasung). | ||
GeschosshöheDie Geschosshöhe hG bezeichnet den Abstand zwischen der Oberkante der Rohdecke eines Geschosses und der Oberkante der Rohdecke des darüberliegenden Geschosses. Beim obersten Geschoss wird bis zur Oberkante der äußersten wärmetechnisch wirksamen Schicht gemessen. Treten unterschiedliche Geschosshöhen auf, ist die Höhe anzusetzen, die für die Mehrheit der Geschosse gilt. | |
GeschosszahlDie Geschosszahl nG bezeichnet die Anzahl der Geschosse eines Gebäudes und ist als ganzzahliger, abgerundeter Wert anzugeben. Falls die Anzahl der Geschosse für ein unregelmäßiges Volumen nicht eindeutig ist, kann sie als flächengewichteter ganzzahliger Mittelwert berechnet werden: $$ Dabei ist: nG,i die Geschosszahl eines definierten Gebäudeteils (ein ganzzahliger Wert); ANGF,i die Nettogrundfläche des Gebäudeteils, in der die Geschosszahl nG,i gegeben ist. ⌊ ⌋ : oben offene Klammern geben an, dass stets abgerundet wird
Ein mehrgeschossiges Gebäude mit zwei Staffelgeschossen besitzt einen dreigeschossigen Bereich (30 m² Grundfläche), einen zweigeschossigen Bereich (40 m² Grundfläche) und einen eingeschossigen Bereich (30 m² Grundfläche). Daraus ergibt sich der flächengewichtete ganzzahlige Mittelwert für nG wie folgt: nG = ⌊ 𝞢i ANGF,i / 𝞢i (ANGF,i /nG,i) + 0,5 ⌋ nG = ⌊ (30 m² + 80 m² + 90 m²) / (30 m²/ 1 + 80 m² / 2 + 90 m² / 3 ) + 0,5 ⌋ nG = ⌊ (200 m² / 100 m²) + 0,5 ⌋ nG = ⌊ 2,5 ⌋ nG = 2 Die Geschossigkeit wird in der Bilanz mit nG = 2 berücksichtigt. | |
GHD (Gewerbe, Handel, Dienstleistung)GHD ist bei statistischen Erhebungen unterschiedlicher Gebäudenutzungen die Abkürzung für "Gewerbe, Handel und Dienstleistung". | ||
GISCODESUnter der Abkürzung GISCODE versteht man den „Gefahrstoff-Informations-System-Code“, welcher von der Berufsgenossenschaften der Bauwirtschaft (BG Bau) entwickelt wurde. Als Idee dahinter steht die Eingruppierung von Produkten (z.B. Beschichtungsmittel, zementhaltige Produkte) mit vergleichbaren Gesundheitsgefährdungen und deren Schutzmaßnahmen. Die Codes kommen u.a. bei der Nachhaltigkeitsbewertung von Gebäuden zum Einsatz. | ||
GlobalstrahlungDie auf eine horizontale Fläche fallende solare Strahlung. Sie setzt sich aus direkter und diffuser Strahlung zusammen und ist abhängig vom geographischen Breitengrad, der Jahreszeit, sowie der Bewölkung und Partikel. Je größer der Auftreffwinkel, desto größer die Strahlungsdichte. Bei bewölktem Himmel trifft nur diffuse Strahlung auf die Erdoberfläche, weshalb die Globalstrahlung dann in Mittteleuropa unter 100 W/m² beträgt. An klaren Sommertagen hingegen erreicht sie ca. 700 W/m². Die Jahressumme der Globalstrahlung liegt in Deutschland zwischen 900 und 1200 kWh/(m²a) | |
Glossar-TestBegriffserklärung als Fließtext in zwei bis drei Sätzen. InhaltInhaltsverweis auf Überschrift 1 Überschrift 1 - Erste OrdnungsebeneLorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. Überschrift 2 - Zweite OrdnungsebeneLorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. Überschrift 3 - Dritte OrdnungsebeneLorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. QuellenQuellenangaben | |
Graue EnergieDie graue Energie bezeichnet die Energiemenge, die zur Her- oder Bereitstellung eines Produkts oder einer Dienstleistung direkt und indirekt aufgewendet werden muss. Sie bezieht sich auf einen spezifischen Produktions- und Bereitstellungsort. Bei der grauen Energie wird definitionsgemäß nach erneuerbarer und nicht erneuerbarer Energie unterschieden. | |
H
harmonisierte BauprodukteAls "harmonisierte Baustoffe“ bezeichnet man Baustoffe für die es EU-weit eine harmonisierte Norm (hEN) oder technische Bewertung (ETB) gibt. Problematisch ist, das die jeweiligen EU-Länder weiterhin eigene/anderweitige Anforderungswerte festlegen können, so dass energetische Kennwerte nicht immer durch die EU-Bewertung nachgewiesen werden können. | |
HeizAnlV (Heizungsanlagenverordnung)Die "Verordnung über energiesparende Anforderungen an heizungstechnische Anlagen und Brauchwasseranlagen (Heizungsanlagen-Verordnung - HeizAnlV)" stellte Anforderungen an die Ausstattung und die Auslegung von Zentralheizungen mit Wasser als Wärmeträger sowie an Warmwasseranlagen. Bestimmte Anforderungen insbesondere bezüglich der Regelung galten darüber hinaus auch für Einzelheizgeräte. Die Verordnung trat 1978 erstmal in Kraft und wurde mehrfach novelliert bis sie 2002 in die EnEV überführt wurde. | ||
Heizgradtag [Kd/a]Ein Heizgradtag wird anhand der Heizgrenztemperatur von 15 °C (festgelegt in der VDI-Richtlinie 2067/DIN 4108 T6) und der Innenraumtemperatur von 20 °C ermittelt. Im Passivhaus liegt die Heizgrenze durch die Trägheit des Gebäudes bei 9,5 bis 11 °C. Im PHPP werden bei einer Bilanzierung nach Standard-Klima 84 kKh/a Heizgradtage bilanziert (Heizperiodenverfahren ~ April bis September). | ||
HeizkostenV (Heizkostenverordnung)Die Verordnung regelt die Aufteilung der Heiz- und Warmwasserkosten bei zentral versorgten Gebäuden mit mindestens zwei Nutzeinheiten. Ferner werden die Pflicht zur Verbrauchserfassung sowie die Ausstattung mit technischen Einrichtungen zur Verbrauchserfassung geregelt. Ausgenommen sind Wohngebäude, die über nur zwei Wohnungen verfügen, von denen eine vom Eigentümer selbst bewohnt wird, sowie (hinsichtlich der Heizwärme) auch Alters- und Pflegeheime, Studenten- und Lehrlingsheime und vergleichbare Gebäude oder Gebäudeteile. Zur Erstellung von Energieverbrauchsausweisen die Energieverbräuche gem. HeizkostenV zu ermitteln. Die Verordnung wurde 1981 erstmals erlassen und mehrfach novelliert (z.B. 1984, 1989, ..., 2008). | ||
HeizkurveDen Zusammenhang zwischen der Außentemperatur und der für die Erwärmung der zu beheizenden Fläche notwendigen Vorlauftemperatur wird durch die Heizkurve beschrieben. Die Heizkurve hängt vom Gebäude ab und wird im Regelfall durch Probieren während des Betriebes ermittelt. Die Einstellung geschieht in der Regelung der Heizung und bestimmt unter Einbeziehung der Außentemperatur die Vorlauftemperatur. | |
Heizlast [kW]Die Heizlast ist die maximal über einen Wärmeerzeuger bereitzustellende Heizleistung. Die kältesten Tage im Jahr, meist im Januar und Februar, bestimmen die maximale Heizlast. Dies ist die Leistung, die zur Aufrechterhaltung behaglicher Innenraumtemperaturen bereit stehen muss. | ||
Heizleistung [kW]Die Heizleistung ist die von einem Wärmeerzeuger in einer bestimmten Zeit (z.B. einer Stunde) abgegebene nutzbare Heizwärme. Sie wird angegeben in kW (Kilowatt). Die Heizleistung muss mindestens der Heizlast entsprechen. | ||
HeizraumBezeichnung für Räume mit Feuerstätten unter Nutzung fester Brennstoffe (z. B. Stückholz). Die Anforderungen regelt die Muster-Feuerungsverordnung (MFeuVO). | |
HeizregisterEin Heizregister ist eine Komponente in einer Komfortlüftungsanlage, wenn das Gebäude über die Zuluft beheizt wird. Es wärmt die Zuluft elektrisch oder hydraulisch vor. Ebenso kann es zum Frostschutz des Wärmetauschers eingesetzt werden. | |
HeizstabHeizstäbe sind metallene Stäbe durch die Strom geleitet wird. Dadurch, dass sich diese dann erwärmen, können Trägermedien (Sole, Wasser) erwärmt werden. | ||
HeizwärmebedarfMit dem Heizwärmebedarf wird der Nutzenergiebedarf ermittelt, der zur Aufrechterhaltung der gewünschten Innenraumtemperatur notwendig ist. Dieser ist abhängig von der Gebäudehüllqualität (Regelbauteile, Wärmebrücken, Luftdichtheit), dem Lüftungskonzept (Fenster, mechanische Lüftung, WRG) den Nutzeranforderungen (Raumsolltemperatur) und dem Standortklima (Außentemperatur). Anlagenverluste und eine Bewertung des eingesetzten Energieträger werden hiermit nicht bewertet. | |
HeizwertDer Heizwert Hi, (veraltet unterer Heizwert Hu) ist die Wärme, die bei vollständiger Verbrennung eines Kubikmeters Brennmaterials frei wird, wenn die Anfangs- und Endprodukte eine Temperatur von 25°C haben und das bei der Verbrennung entstandene Wasser dampfförmig vorliegt. Der Heizwert (umgangssprachlich unpräzise „Energiegehalt“ oder „Energiewert“ genannt) ist die bei einer Verbrennung maximal nutzbare Wärmemenge, bei der es nicht zu einer Kondensation des im Abgas enthaltenen Wasserdampfs, bezogen auf die Menge des eingesetzten Brennstoffs (in Unterscheidung zum Brennwert), kommt. 10 kWh Heizwert entspricht: ca. 1 l Heizöl, ca. 1 m³ Erdgas, ca. 2 kg Holz-Pellets | ||
HeliostatenHeliostaten sind Spiegelapparate, die das Sonnenlicht unabhängig von der Veränderung der Sonne am Himmel stets auf einen ortsfesten Punkt reflektieren. | |
HOAI (Honorarordnung für Architekten- und Ingenieure)Die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) ist eine Rechtsverordnung der deutschen Bundesregierung zur Regelung der Honorare für Architekten- und Ingenieurleistungen in Deutschland und gilt daher i.d. Regel nur für inländische Projekte. Darin geregelt werden Planungsleistungen in den Bereichen der Architektur, der Stadtplanung und des Bauwesens erbringen. Auch zum Thema "Bauphysik" werden in der Anlage Vorschläge zur Honorierung/prozentualen Kostenaufteilung pro Leistungsphase gegeben. Dies enthält jedoch "nur" Standardleistungen (z.B. Erfüllungsnachweise nach GEG) und nicht eine zusätzliche Förderbegeleitung bzw. Energiekonzeption zur höherwertigen Energiestandards. | ||
HolzpelletsHolzpellets bestehen vollständig oder überwiegend aus Holz oder Sägenebenprodukten. Sie dienen vor allem als Brennstoff. In deutlich geringerer Menge werden Holzpellets stofflich zur Herstellung von Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoffen verwendet. | |
HolzständerbauBeim Holzständerbau bilden die senkrechten Ständer die tragende Konstruktion und ermöglichen einen Hausbau über mehrere Geschosse. Fachwerkhäuser sind klassische Ständerbauten. Traditionell wurden die Gefache mit Ziegelmauerwerk oder Lehm ausgefüllt, bei modernen Fertighäusern sieht man stattdessen oft auch Glasflächen bzw. Wärmedämmung. Der Ständerbau, auch Holzskelett-Bauweise genannt, erlaubt große architektonische Freiheit beim Hausbau. | |
horizontalAls „horizontal“ werden Wärmeströmungen bezeichnet, die sich im Bereich von +/- 30° parallel zur horizontalen Ebene bewegen. | |
Hüllfläche | |
Hybrid-LüftungDie Hybrid-Lüftung basiert auf einer Zentralventilator-Lüftungsanlage, bei der der Ventilator automatisch außer Betrieb gesetzt wird bzw. mit geringerer Drehzahl weiterbetrieben werden kann, wenn der thermische Auftrieb über die Hauptleitung bzw. den Lüftungsschacht ausreichend für die Sicherstellung der geplanten Lüftungsstufe ist. Die Schaltung des Ventilators ist so zu steuern, dass ein vorgegebener mindestens erforderlicher Unterdruck im Lüftungsschacht sichergestellt wird. | ||
Hydraulischer AbgleichVor der Inbetriebnahme eines wassergeführten Systems sollte immer ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden. Ein hydraulischer Abgleich ist ein Verfahren, bei dem jeder Heizkörper bzw. Heizkreis einer Flächenheizung bei einer vorgegebenen Vorlauftemperatur genau mit der Wärmemenge versorgt wird, die notwendig ist, in den jeweiligen Räumen die gewünschte Solltemperatur zu erreichen. Der Abgleich kann auch zur Optimierung im laufenden Betrieb (z. B. nach einer Sanierungsmaßnahme) ausgeführt werden. Die Anlage kann dadurch mit optimalem Volumenstrom und Druck betrieben werden, was den Energieverbrauch mindert. | |
HypokaustumsystemDas Hypokaustumsystem wurde bereits in der Antike entwickelt. Es handelt sich um ein System der Boden- und Wandheizung durch Warmluft. Im Keller wurde mittels einer zentralen Feuerstelle heiße Luft erzeugt. Diese wurde durch 50 - 120 cm hohe Kanäle unter dem Fußboden und durch Hohlraumsysteme in den Mauersteinen geleitet. Die heiße Luft erwärmt die angrenzenden Bauteile (Wand und Fußboden), die die Wärme in die Räume abstrahlen. Dieses System wird heute wieder angewendet; die warme Luft wird jedoch unter Verwendung von Brennwerttechnik oder solarer Energiegewinnung gewonnen, da sie mit niedrigen Vorlauftemperaturen auskommt. | |
I
Infiltrationsluftwechsel nL50 [h-1] und qE50 [m/h]Die Qualität der Luftdichtheit wird durch einen Luftdichtheitstest bestimmt. Der Ergebniswert ist der Infiltrationsluftwechsel, betsimmt bei 50 Pa Druckdifferenz zwischen Innen- und Außenraum; nL50 = Netto-Luftwechselrate bei 50 Pa (L: Luft) bezogen auf das Netto-Luftvolumen VL [m³]; qE50 = Netto-Luftwechselrate bei großen Gebäude (> 1.500 m³) bei 50 Pa (e: envelope) für das Gebäude bezogen auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche A [m²] | ||
Infrarot-ThermografieBei einer Thermografie wird mittels einer Spezialkamera (Wärmebildkamera) die abgestrahlte thermische Energie eines Bauwerks bzw. Objekts sichtbar gemacht. Um dieses Verfahren zu verstehen, ist es wichtig zu wissen, dass jedes Objekt, dessen Temperatur über dem absoluten Nullpunkt liegt, im Infrarotbereich Wärme abstrahlt, was dazu führt, dass sogar von kalten Objekten wie z.B. Eis infrarote Strahlung ausgeht. Es gilt auch: Je höher die Temperatur, desto intensiver die abgegebene Infrarotstrahlung, desto roter wird der Bereich auf dem Wärmebild dargestellt. (blau = kalt, rot = warm). | ||
inhomogenes BauteilBauteil, welches eine oder mehrere thermisch inhomogene Schicht(en) parallel zur Oberfläche enthält (z.B. Sparrendach) | ||
Interne WärmegewinneDurch die Nutzung von Elektrogeräten, Computer, künstliche Beleuchtung, aber auch durch Personen und z. B. beim Kochen entsteht Wärme, die in den Raum abgegeben wird und diesen erwärmt. Diese sogenannten internen Wärmegewinne werden als Energiebeitrag bei der Planung von Passivhäusern berücksichtigt. | |
IsothermenAls Isothermen bezeichnet man berechnete Linien, die Orte mit gleicher Temperatur in einem Bauteil verbinden. Sie dienen der Sichtbarmachung und verdeutlichen thermische Zustände. | ||
Iteration / iterativIn der numerischen Mathematik bezeichnet das iterative Verfahren eine Methode, sich der Lösung eines Rechenproblems schrittweise, aber zielgerichtet anzunähern (sukzessive Approximation). Sie besteht in der wiederholten Anwendung desselben Rechenverfahrens. Im Falle der DIN V 18599 wird diese „schrittweise Berechnung“ 10-mal (10-fache Iteration) durchgeführt. | ||
J
Jahres-Heizenergiebedarf [kWh/m²a]Der Jahres-Heizenergiebedarf ist die Menge an Energie, die dem Gebäude zur Beheizung und zur Bereitstellung von warmem Wasser zugeführt werden muss. Dabei werden auch die Verluste, die durch die Heizanlagentechnik entstehen, beachtet. | ||
Jahres-Heizwärmebedarf [kWh/m²a]Der Jahres-Heizwärmebedarf ist die Menge an Wärme, die jährlich zur Beheizung des gesamten Gebäudes (ohne Betrachtung der Wärmemenge für die Warmwasserbereitstellung benötigt) wird. | ||
JahresarbeitszahlDas Verhältnis der über ein Jahr bereitgestellten Wärme in kWh zu dem für den Antrieb des Verdichters, für Hilfsaggregate und für die Erschließung der Wärmequellen eingesetzten Stroms in kWh. Je höher die Jahresarbeitszahl, umso geringer ist der energetische Aufwand für die Nutzung der Umweltenergie und umso wirtschaftlicher ist der Betrieb der Wärmepumpe. (Siehe auch Arbeitszahl) | |
JahresnutzungsgradDer Jahresnutzungsgrad gibt an wie stark eine Heizanlage ausgelastet ist. Ein gut eingestelltes und dimensioniertes System arbeitet wirtschaftlich, schlechte Jahresnutzungsgrade entstehen bspw. durch Überdimensionierung. | |
Jahresprimärenergiebedarf [kWh/a] | ||
K
KaltdachBei einem Kaltdach ist die Dämmebene hinterlüftet ausgeführt und daher direkt angrenzend an eine Hinterlüftungsebene oder die Außenluft. Ein sogenanntes Umkehrdach ist eine Ausführung des Kaltdachs bei einer Flachdachausführung. Hierbei wird die Dämmebene oberhalb der Abdichtungsebene angebracht und ist daher der Witterung ausgesetzt. | ||
Kalte NahwärmeDas Prinzip der kalten Nahwärme besteht darin, oberflächennahes Grundwasser zu fördern, diesem dann mittels Wärmepumpen Wärme zu entziehen (zum Heizen) oder zuzuführen (zum Kühlen) und es danach wieder ins Grundwasser einzuleiten. | |
KamineffektErzeugung eines Unterdrucks durch die in einem Schacht schnell aufsteigende erwärmte Luft (Luftsog). In Bestandsbauten wurde so über einen Lüftungsschacht ein natürlicher Luftwechsel erreicht. | |
KapillarwirkungAls Kapillarwirkung wird die treibende Kraft bezeichnet, die dafür sorgt, dass ein Flüssigkeitstransport in Baustoffen mit Poren stattfindet. | |
KaskadenlüftungBei der Kaskadenlüftung wird das komplette Gebäude berücksichtigt. Damit der Gesamtbedarf dem wechselnden Frischluftbedarf der einzelnen Räume entspricht, muss eine sinnvolle Zonierung von Zu- und Ablufträumen entwickelt werden. Die Zuluft wird in die Schlafzimmer und Wohnräume eingebracht, von dort strömt sie über den Flur zu Bad und Küche, wo sie abgesaugt wird. Dies ist von der Nutzung her möglich, da im Normalfall entweder die Schlafzimmer oder der Wohnraum besetzt sind. | |
KaskadenspeicherMehrstufiges Speichersystem, das z.B. einen Speicher für den Tagesbedarf lädt und Überschüsse in einen zweiten Speicher abgibt, der bei Bedarf zugeschaltet werden kann. | |
Klassifizierung(Ökobilanz-Begriff:) Teil der Wirkungsabschätzung, bei der alle Elementarflüsse (Stoff- und Energieströme) eines Produktsystems den Wirkungskategorien zugeordnet werden, in denen sie eine Wirkung entfalten. | |
KniestockVerlängerung der Außenwand im Dachgeschoss (zwischen Oberkante oberste Geschossdecke und Traufe/Dachanschluss). | |
KombispeicherIn Wohngebäuden wird oft eine kombinierte Speichertechnologie zum "Warmhalten" von Trinkwarmwasser (Trinkwarmwasserspeicher) und "Abpuffern" der Heizwärme (Heizkreis-Pufferspeicher) eingesetzt. Meist kommen die beiden Wasserkreisläufe dabei nicht in direkten Kontakt. | |
KompaktaggregatBringt man die Zulufterwärmung gleich im Lüftungsgerät mit unter und integriert im gleichen Gerät auch noch die Warmwasserbereitung, erhält man ein so genanntes Kompaktaggregat. Meist ist hier noch eine Abluft- oder Erdwärme-Wärmepumpe zur Restwärmeerzeugung integriert. (Siehe auch Wärmepumpenkompaktgerät) | |
KompaktgerätSiehe Kompaktaggregat und Wärmepumpenkompaktgerät. | |
Kompaktheit des Gebäudes (A/Ve) [m²/m³]Siehe A/Ve-Verhältnis. | |
Kompressionskältemaschine (KKM)Die Kompressionskältemaschine nutzt den physikalischen Effekt der Verdampfungswärme beim Wechsel des Aggregatzustands von flüssig zu gasförmig. Das eingesetzte Kältemittel bewegt sich in einem geschlossenen Kreislauf und ändert nacheinander sein Aggregatzustand. Das anfangs gasförmige Kältemittel wird mittels eines Verdichters komprimiert, wodurch die Temperatur erhöht wird. Danach kondensiert es unter Wärmeabgabe, um anschließend als flüssiges Kältemittel entspannt zu werden, was wiederum zum Absinken der Temperatur führt. Im letzten Schritt verdampft das Kältemittel unter Wärmeaufnahme bei niedriger Temperatur. Der Kreislauf kann nun von vorne beginnen. Der Prozess muss von außen durch Zufuhr von mechanischer Arbeit (Antriebsleistung) über den Kompressor in Gang gehalten werden. Eine Kompressionskältemaschine wird im Gegensatz zu Absorptions- oder Adsorptionskältemaschen mit Strom betrieben. Die Funktionsweise der Kompressionskältemaschine ist ähnlich der einer Wärmepumpe. Das Kältemittel nimmt eine Wärmeleistung auf einem niedrigen Temperaturniveau auf und gibt sie unter Zuführung von technischer Arbeit auf einem höheren Temperaturniveau an die Umgebung ab. Die Bandbreite der Kompressionskälteanlagen reicht von relativ einfachen Kühlschrank-Kompressionskälteanlagen bis zu Großanlagen für Kühlhäuser oder zur Klimatisierung von Bergwerken. Man unterscheidet wassergeführte ung luftgeführte Systeme. Luftgeführte Systeme geben die Wärme aus dem Kältemittelkreis )meist mit Hilfe eines Ventilators) direkt an die Außenluft ab. Wassergeführte Systeme benötigen eine zusätzlichen wassergeführten Rückkühlkreis (inkl. Verteilkreispumpe), der seine Wärme entweder in einem Trockenkühler (z.B. Tischkühler mit Ventilatoren) oder Nass-/Verdunstungskühler (z.B. Kühlturm) abgibt. | ||
KondensatKondensation beschreibt den Wechsel eines Stoffes von einem gasförmigen in einen flüssigen Aggregatzustand. Dies läuft unter bestimmten Temperatur- und Druckbedingungen, dem sogenannten Kondensationspunkt, ab. Es entsteht das Kondensat. Das Gegenteil der Kondensation ist das Verdampfen oder die Verdunstung. | ||
KondensationskraftwerkEin Kondensationskraftwerk beschreibt ein herkömmliches thermisches Kraftwerk, in dem Wärme in Strom umgewandelt wird. Es dient ausschließlich der Erzeugung elektrischen Stroms und nutzt die dabei entstehende Restwärme nicht weiter, sondern gibt sie über den Kondensator oder den Kühlturm an die Umwelt ab. Mithilfe von Kühleinrichtungen wird der die Kondensationsturbine verlassende Dampf, der nur noch geringen Druck und geringe Temperatur hat, kondensiert. Der Wirkungsgrad dieser Kraftwerke liegt zwischen 40 und 60%. Das Gegenstück zum Kondensationskraftwerk ist das Kraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung. | |
KonditionierungBezeichnet die Bereitstellung festgelegter Bedingungen in Räumen für Heizung, Kühlung, Be- und Entlüftung, Befeuchtung, Beleuchtung und Trinkwarmwasser. Die bei der Berechnung nach DIN V 18599 festzulegenden Zonen sind Räume mit gleicher Konditionierung. | |
Konstantvolumenstromanlage (KVS)Ist der Volumenstrom einer Lüftungsanalge konstant spricht man von einer KVS-Anlage. Die Anpassung an die jeweils gewünschte Raumtemperatur erfolgt hier über die Temperaturdifferenz zwischen Zuluft und Raumluft durch den Lufterwärmer bzw. -kühler. Der Außenluftvolumenstrom muss hier auf die maximale Last (Heizen/Kühlen) ausgelegt werden. Dabei können der notwendige Raumluftwechsel und die damit verbundene Anlagengröße sehr groß werden. Da der Luftvolumenstrom für alle Räume gleich ist, ist eine raumweise, bedarfsgerechte Regelung nicht möglich. | ||
Kontrollierte Wohnungslüftung (KWL)Durch zentrale Be- und Entlüftung sorgen Wohnungslüftungssysteme für gutes Klima im ganzen Haus. Die einströmende Frischluft wird über feinporige Filter gereinigt und damit von Staub, Pollen und anderen Verunreinigungen befreit. Die Zuluft wird vorgewärmt in die Wohnräume geleitet. Gleichzeitig führt die kontrollierte Wohnungslüftung verbrauchte Luft und Feuchtigkeit mit der Abluft gezielt nach außen ab. | ||
KonvektionKonvektion oder Wärmeströmung beschreibt einen Mechanismus zum Transport von thermischer Energie. Sie ist eine der drei Arten der Wärmeübertragung (Wärmeströmung, -strahlung und -leitung). Bei der Konvektion findet die Wärmeübertragung mittels Teilchen statt, die ihrerseits die thermische Energie mit sich führen. Im Vakuum oder in festen Körpern kann es daher keine Wärmeübertragung mittels Konvektion geben, hier findet die Wärmeleitung (Transmission) statt. | ||
KonzentratorzelleBei Konzentratorzellen wird mit der Bündelung der einfallenden Sonnenstrahlen (Reflexion, Spiegelung) auf eine kleinere Mehrschicht-Zelle (Tandem/Tripel) ein sehr hoher Wirkungsgrad von momentan bis zu 40,7 % erreicht. | |
Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung (KWKK)Von Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung spricht man, wenn die Anlage zusätzlich zu Kraft und Wärme auch Kälte erzeugen kann. Dabei wird die Nutzwärme des Prozesses genutzt, um eine Absorptionskältemaschine anzutreiben. Trotz der deutlich höheren Investition im Vergleich zu einer Kompressorkältemaschine, kann die KWKK-Anlage wirtschaftlich betrieben werden, weil durch die Wärmenutzung zur Klimatisierung im Sommer die Laufzeiten der Anlage und damit die vergütete Stromeinspeisung erhöht werden kann. | ||
Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)Bei der Kraft-Wärme-Kopplung wird ein Energieträger gleichzeitig in elektrische Energie und Nutzwärme umgewandelt. | ||
Kraft-Wärme-Kopplungs-AnlagenKraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK-Anlagen) nutzen vorteilhaft die Abwärme, die bei der Stromerzeugung entsteht, zur Deckung des Wärmebedarfs im Gebäude. In der Regel bestehen die Anlagen aus einem Blockheizkraftwerk (BHKW) und einem effizienten Heizkessel, der die Spitzenlasten abdeckt. Die mögliche elektrische und thermische Leistung von KWK-Anlagen reicht von wenigen Kilowatt bis hin zu mehren hundert Megawatt. | ||
Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fungiert als einer der größten Fördergeldgeber des Bundes. Sie vergibt hauptsächlich zinsgünstige Kredite und Tilgungszuschüsse, wenn höherwertigere Energieeffizienzanforderungen eingehalten werden. Die Begleitung eines KfW-geförderten Bauprozesses durch einen dena Energie-Effizienz-Experten kann ebenfalls gefördert werden. | ||
KühllastDie Kühllast ist eine aus einem Raum konvektiv abzuführende Wärmelast, die notwendig ist, um einen vorgegebenen Raumluftzustand zu erreichen oder zu erhalten. Sie teilt sich nach VDI 2078:2015-06 in äußere Kühllasten und innere Kühllasten ein. | |
KühlrippeneffektBei der Wärme-/Kälteübergabe wird eine erhöhte Wärmeübertragung ermöglicht indem die Oberfläche z.B. eines Heizkörpers im Vergleich zu seinem Volumen maximiert wird. | |
KunstlichtKunstlicht ist im Gegensatz zu Tagelicht durch künstliche Lichtquellen erzeugtes Licht. | |
KWKG (Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung)Das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz regelt in Deutschland seit 2002 die Einspeisung und Vergütung des Stroms aus Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung. Hinweis: KWK-Anlagen, die mit Biomasse betrieben werden, werden über das EEG vergütet. | ||
L
Längenbezogener Wärmedurchgangskoeffizient ψ [W/mK]Lineare Wärmebrücken sind Störungen, die auf eine Länge bezogen werden können. In der Praxis beschäftigt man sich hauptsächlich mit ihnen. Alle Anschlusssituationen, die nicht punktuell, sondern über eine bestimmte Länge vorkommen, können als „linear“ bezeichnet werden (z. B. Sockel, Auskragungen, einbindende Geschossdecken, Fensteranschlüsse, Attika, Traufe, First). Definiert werden diese Wärmebrücken über den sogenannten linearen Wärmebrückendurchgangskoeffizienten, den Ψ-Wert [W/mK]. | ||
LangzeitspeicherLangzeitspeicher nennt man Speicher, die Wärme aufnehmen und über mehrere Wochen bis Monate speichern. Entsprechend geringe Ladezyklen pro Jahr werden erzielt. | |
LastmanagementDurch ein intelligentes Lastmanagement im Gebäude (oder Quartier) kann der Eigennutzungsgrad von erneuerbar erzeugtem Strom erhöht werden. Zu den möglichen Maßnahmen zählen Strom-/Wärmespeicherung und eine automatische Steuerung anhand eines witterungs- und nutzerbedarfsorientierten Managementsystems Nutzerinterface. Das System entscheidet z.B. automatisch, ob der erneuerbare Strom direkt genutzt, zwischengespeichert (im Stromspeicher oder indirekt über eine Wärmepumpe im Pufferspeicher) oder ins Netz eingespeist werden soll. | |
LatentspeicherLatentspeicher arbeiten mit dem Phasenübergang von Paraffinen oder Salzschmelzen. Paraffine können beispielsweise durch Sonneneinstrahlung geschmolzen werden und dabei Wärmeenergie aufnehmen. Während des Erstarrungsprozesses wird diese wieder frei. Durch den Einsatz im Wandaufbau können die Speichereigenschaften, auch von leichten Gebäudekonstruktionen, verbessert werden. | |
LatentwärmespeicherSie verändern beim Lade- oder Entladevorgang nicht ihre "fühlbare" Temperatur, stattdessen wechselt das Wärme-Speichermedium seinen Aggregatzustand. Meistens wird hierbei der Übergang von fest zu flüssig (bzw. umgekehrt) genutzt, da kaum eine Volumenänderung eintritt. Das Speichermedium kann über seine Latentwärmekapazität hinaus be- oder entladen werden, erst dann führt der Energiestrom zu einer Temperaturerhöhung. Latentwärmespeicher kombinieren also sensible und latente Wärmespeicherung. | |
LebenszyklusanalyseDas Mittel zur Analyse des Ressourcenverbrauchs und der Umweltauswirkungen eines Materials über den Lebenszyklus ist die Lebenszyklusanalyse (Life Cycle Assessment - LCA). Sie bilanziert den Lebensweg eines Baustoffs über die Stadien der Rohstoffgewinnung, Herstellung, Verarbeitung; gegebenenfalls werden auch Transport, Nutzung, Nachnutzung und Entsorgung berücksichtigt. Die Bilanzgrenze ist maßgeblich für die Informationen, die aus einer Lebenszyklusanalyse gewonnen werden können. | ||
LebenszykluskostenDie Lebenszykluskosten beschreiben die Kosten, die bei einem Produkt von der Idee bis zur Rücknahme vom Markt entstehen. Dabei werden nur die Investitionen und Ausgaben nicht jedoch die positiven Rückläufe in Form von Erlösen betrachtet. | |
LeckageAls Leckagen werden Undichtheiten in der Gebäudehülle bezeichnet, durch die unkontrolliert Lüftungswärmeverluste hindurchziehen können (In-/Exfiltration). Mit einem qualitätssichernden Luftdichtheitstest nach Fertigstellung der luftdichten Ebene können Leckagen im Bauablauf festgestellt und vor Fertigstellung (z.B. Ausbauebene) behoben werden. | |
LeichtbauDie Leichtbauweise hat eine maximale Gewichtseinsparung in der Konstruktion zum Ziel. Dabei ist ein Hauptargument die Einsparung von Rohstoffen sowohl bei der Herstellung des Produkts als auch bei dessen Nutzung. Im Bausektor hat das Konstruieren in Leichtbauweise den Vorteil des hohen Vorfertigungsgrads und des geringen Eintragens von Baufeuchte. Hieraus resultieren in der Regel kürzere Bauzeiten. | ||
Leistung [W]Die Leistung in Watt [W] gibt den Energie- oder Arbeitsaufwand pro Zeitintervall an. | ||
Leistungszahl (COP)Die Leistungszahl oder COP (Coefficient of performance) für Wärmepumpen ist der Quotient aus Wärmeabgabe am Verflüssiger in kW zu Stromeinsatz des Kompressorantriebs in kW. Sie gibt somit den Wirkungsgrad an. Mit zunehmender Differenz zwischen den Temperaturniveaus am Verdampfer und Verflüssiger erhöht sich die elektrische Antriebsleistung, da stärker verdichtet werden muss. | ||
LuftauslässeAls Luftauslass werden bei Lüftungsanlagen u. a. die Abluftventile einer Komfortlüftungsanlage bezeichnet. | ||
LufteinlässeAls Lufteinlass werden bei Lüftungsanlagen u. a. die Zuluftventile einer Komfortlüftungsanlage bezeichnet. | ||
Luftfeuchtigkeit [%]Die Luftfeuchtigkeit. oder kurz Luftfeuchte, bezeichnet den Anteil des Wasserdampfs am Gasgemisch der Erdatmosphäre. Bezieht sich der Wasserdampfanteil am Gasgemisch auf einen Raum, so spricht man von Raumluftfeuchte. Die absolute Luftfeuchtigkeit ist die in einem Kubikmeter Luft tatsächlich enthaltene Wasserdampfmenge in g/m³. Sie wird allerdings oft in Prozent als relative Luftfeuchtigkeit angegeben. Diese bezeichnet das Verhältnis des momentanen Wasserdampfgehalts zum maximal möglichen Wasserdampfgehalt bei derselben Temperatur und demselben Druck. | ||
LuftheizungDas Heizen über die Zuluft nennt man im Allgemeinen auch Luftheizung, da das Medium Luft zur Wärmeverteilung genutzt wird. | |
LuftkollektorenSolarkollektor, der Luft als Wärmeträger nutzt. | |
Lüftungstechnische Maßnahmen (LtM)Reicht die Luftzufuhr über Gebäudeundichtheiten nicht aus, muss der Planer lüftungstechnische Maßnahmen (LtM) vorsehen. Das können eine zusätzliche Lüftung über Schächte oder in der Außenhülle eingelassene Ventile oder die ventilatorgestützte Lüftung über technische Wohnungslüftungsanlagen sein. Anhand des notwendigen Mindestluftaustauschs müssen vom Planer die vier Lüftungsstufen festgelegt werden. Falls erforderlich kann der Planer das aktive Öffnen der Fenster bei der Intensivlüftung berücksichtigen. | ||
Lüftungswärmeverluste [kWh/m²a]Lüftungswärmeverluste beschreiben die Verluste, die durch die Belüftung eines Gebäudes entstehen: Warme Innenluft wird durch kühlere Außenluft ersetzt und muss auf Raumtemperatur erwärmt werden. Zählt man die Transmissionswärmeverluste hinzu, ergibt sich der notwendige Heizwärmebedarf. | ||
Luftwechsel [1/h]Der Luftwechsel ist der Luftvolumenstrom je Volumeneinheit. Ein 3-facher Luftwechsel bedeutet z.B., dass das Raumvolumen dreimal in der Stunde ausgetauscht wird. | ||
Luftwechselrate n [1/h]Die Luftwechselrate in der Einheit [1/h] ist eine Zahl, welche angibt, wie oft das Raumvolumen/Gebäudevolumen in einer Stunde ausgetauscht wird. Sie spielt in der Lüftung von Gebäuden eine Rolle. Beispiel: Luftwechselrate = 15 /h: Das 15-fache Raum-/Gebäudevolumen wird in einer Stunde ausgetauscht. | ||
M
MassivbauAls Massivbau kann man Konstruktionen bezeichnen, bei denen keine Aufteilung in Tragstruktur und Ausfachung besteht, sondern die ganze Wand die Funktion des Tragens und gleichzeitig die des Raumabschlusses übernimmt. Meistens sind Konstruktionen aus Mauerwerk und Beton Massivkonstruktionen, während Holz- und Stahlbau eher dem Leicht- bzw. dem Skelettbau zugeordnet werden. | |
MikroklimaDas Mikroklima ist das Klima der bodennahen Luftschichten bis etwa zwei Meter Höhe bzw. das Klima, das sich in einem kleinen, klar umrissenen Bereich (zum Beispiel zwischen Gebäuden in einer Stadt) bildet. | |
MindestluftwechselDer Mindestluftwechsel gibt an, welches Zuluftvolumen dem Gebäudenettovolumen hygienisch mindestens zugeführt werden sollte. Der Mindestluftwechsel bei Wohngebäuden ist anhand der DIN 1946-6 zu ermitteln. Bei Nichtwohngebäuden wird die DIN EN 16798 zu Rate gezogen. | |
MischluftMischung von unterschiedlichen Luftströmungen (z.B. Außen- und Umluft). | |
MischlüftungBei der Mischlüftung wird die Zuluft mit leicht erhöhten Eintrittsgeschwindigkeiten über Induktionsauslässe an der Decke oder der Wand eingebracht. Der zugeführte Luftstrom verwirbelt mit der Raumluft, die sich im Raum befindenden Personen erhalten ein nahezu homogenes Gemisch aus frischer und verbrauchter Luft. Die Absaugung erfolgt über Lufteinlässe in Bodennähe oder durch Überströmung in angrenzende Abluftzonen wie WCs. | |
Mitteldichte Faserplatte (MDF-Platte) | ||
Mittlere Wärmedurchgangskoeffizient Ū [W/m²K]Der mittlere Wärmedurchgangskoeffizient Ū [W/m²K] ist eine der beiden gesetzlichen Anforderungen an Nichtwohngebäude und betrifft die Gebäudehülle, indem ein flächengemittelter U-Wert berechnet wird. Dieser bezieht sich auf die Fläche definierter Bauteilgruppen (opak, transparent, Vorhangfassade, Glasdach) | ||
monovalenter BetriebVon einem monovalenten Betrieb spricht man, wenn der Energiebedarf über EINE Erzeugungstechnologie gewährleistet werden kann. Im Fall einer Wärmepumpe mit Außenluft als Wärmequelle ist dies nur selten möglich, so dass hier oft ein bivalenter Betrieb mit einem zweiten Erzeuger (z.B. integrierter elektrischer Heizstab) hinzugeschaltet wird. | |
N
NachtauskühlungDie freie Nachtauskühlung nutzt die nächtliche kühle Außenluft im Sommer, um Bauteile mit großer Wärmespeicherfähigkeit nachts auszukühlen und tagsüber als "Wärmepuffer" / Wärmespeicher nutzen zu können. | |
Nennleistung [kW]Die Nennleistung ist eine Herstellerangabe, die die maximale Leistung des Wärmeerzeugers bzw. der Umwälzpumpe bei Auslegungstemperatur bzw. Auslegungsfördervolumen definiert. | ||
Nennwert der Wärmeleitfähigkeit λD [W/mK]Der für die Energieberatung wichtige Unterschied zum Bemessungswert ist, dass bei einer CE-Kennzeichnung „nur“ noch der „Nennwert der Wärmeleitfähigkeit“ λD ausgewiesen werden muss, im Gegensatz zum Ü-Zeichen, bei dem der „Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit“ λB gemäß DIN 4108-4:2020-11 (weiterhin freiwillige Angabe) gekennzeichnet wurde. Wird der Nennwwert für einen öffentlich-rechtlichen Nachweis zugrunde gelegt, muss ein Sicherheitszuschlag (z.B. gemäß DIN 4108-4:2020-11) angesetzt werden. | ||
Netto-StromerzeugungAn den Generatorklemmen gemessene Stromerzeugung einer Anlage abzüglich des für ihren Betrieb erforderlichen Eigenverbrauchs. | |
NettogrundflächeDie Nettogrundfläche [m²], auch Bezugsfläche genannt, ist die im konditionierten Gebäude zur Verfügung stehende nutzbare Fläche. | ||
NettoraumvolumenDas Nettoraumvolumen, auch als Luftvolumen V, Nettovolumen oder Innenvolumen bezeichnet, ist das Volumen einer konditionierten Zone oder des Gebäudes, das dem Luftaustausch unterliegt. Es wird durch Multiplikation der Nettogrundfläche mit der lichten Raumhöhe ermittelt. Wenn kein Aufmaß gemacht wird, kann es auch vereinfacht - wie aus der Energieeinsparverordnung für Wohngebäude mit mehr als 3 Vollgeschossen bekannt - aus dem Bruttovolumen mit V = 0,8 • Ve ermittelt werden. | |
NetzbetreiberBetreiber von Netzen aller Spannungsebenen für die allgemeine Versorgung mit Elektrizität. | |
nicht belüftetes DachDachkonstruktion, bei der direkt oberhalb der Wärmedämmung keine Luftschicht angeordnet ist. Zu nicht belüfteten Dächern gehören auch solche, die außenseitig im weiteren Dachaufbau zusätzliche belüftete Luftschichten haben. (nicht belüftetes Dach mit belüfteter Dachdeckung) Definition nach DIN 4108-3 (Feuchteschutz) | |
NichtwohngebäudeAlle Gebäude, die keine Wohnnutzung haben, werden Nichtwohngebäude genannt (z. B. Schulen, Büros, Sportbauten, etc.). | ||
NiedrigstenergiegebäudeGemäß EU-Gebäuderichtlinie ist ein Niedrigstenergiegebäude ein Gebäude, das eine sehr hohe Gesamtenergieeffizienz aufweist. Der fast bei Null liegende oder sehr geringe Energiebedarf sollte zu einem ganz wesentlichen Teil durch Energie aus erneuerbaren Quellen - einschließlich Energie aus erneuerbaren Quellen, die am Standort oder in der Nähe erzeugt wird - gedeckt werden. In Deutschland werden die Anforderungen des Niedrigstenergiegebäude-Standards im Gebäudeenergiegesetz (GEG) definiert. | |
Nominal / NominalzinsNominale Zinssätze werden z.B. von Banken für Kredite angegeben (Darlehenszins). Reale Zinsätze werden dagegen um die Inflationsrate korrigiert und sollten nur so für eine Wirtschaftlichkeitsberechnung angesetzt werden. | ||
Nutzenergie [kWh] | ||
NutzenergiebedarfAls Nutzenergiebedarf wird der Bedarf bezeichnet, der rechnerisch für die vorhandene Nutzung in der Gebäudezone bzw. an der Zapfstelle erforderlich ist (z.B. Trinkwarmwasser, Beleuchtung). Der Nutzenergiebedarf hängst stark von der vorhandener Nutzung (z.B. Wohnen, Büro, Klassenzimmer) und deren Randbedingungen (z. B. Raumsolltemperaturen Sommer/Winter, Beleuchtungsqualität, Luftwechsel, interne Wärmequellen/-senken) ab. In Bezug auf die Raumwärme/-kälte hat hierbei auch die Gebäudehüllqualität und die angesetzte Klimarandbedingung einen Einfluss. Anlagenverluste für Übergabe, Verteilung, Speicherung und Erzeuger sowie eine Bewertung des eingesetzten Energieträgers werden hierbei nicht betrachtet. | |
NutzungsgradDer Nutzungsgrad einer Anlage oder eines Geräts setzt die in einer bestimmten Zeit nutzbar gemachte Energie zur zugeführten Energie ins Verhältnis. In den betrachteten Zeiträumen können Pausen-, Leerlauf-, Anfahr- und Abfahrzeiten enthalten sein. Bei Anlagen zur Stromerzeugung mit Kraft-Wärme-Kopplung bezeichnet man mit Nutzungsgrad oder Gesamtnutzungsgrad das Verhältnis der gesamten genutzten Energieabgabe (Summe von Strom- und Wärmeabgabe) zum Energieeinsatz, in Abgrenzung zum (elektrischen) Wirkungsgrad, bei dem nur die Stromabgabe berücksichtigt ist. Da der Nutzungsgrad auch durch den Wärmebedarf mitbestimmt wird und damit stark jahreszeitlich schwanken kann, wird zur Bewertung von Anlagen in der Regel der Jahresnutzungsgrad herangezogen. Zu beachten ist, dass der Nutzungsgrad für die Warmwasserbereitung mit fossilen Energieträgern besonders niedrig ist. Gerade bei gut gedämmten Häusern, bei denen der Heizenergieanteil niedriger ist, kann deshalb der Jahresnutzungsgrad sinken und lässt eine solare Warmwasserbereitung sinnvoll erscheinen. | |
Nutzwärme [kWh]Wärme [kWh], die für eine Nutzung bereit steht. Der Anteil der Endenergie, die nach allen Verlusten der Erzeugung, Speicherung, Verteilung und Übergabe im Raum zur Verfügung steht. | ||
Ö
ÖkobilanzDie Ökobilanzierung dient der Abschätzung von Auswirkungen eines Produktes oder Prozesses auf die Umwelt. Das Bilanzverfahren wird in den Normen DIN EN ISO 14040:2021-02 bis DIN EN ISO 14044:2021-02 definiert. Auf Basis der Materialaufwendungen rechnet die Ökobilanzierung Herstellung und Produktionsprozesse eines Produkts in Auswirkungen (z.B. Emissionen) um. Sie bezieht sich nicht nur auf Bauprodukte, sondern ist ein allgemeingültiges Verfahren. Es kann auf jeden Prozess, z.B. auf Dienstleistungen, Produktionsverläufe oder eine gesamte Wirtschaftseinheit wie ein Unternehmen, angewendet werden. | ||
O
opake BauteileAls opak bezeichnet man lichtundurchlässige Bauteile. Im Gegensatz zu transparenten (komplett lichtdurchlässig) oder transluzenten (lichtdurchlässig jedoch nicht durchsichtig) Bauteilen. | ||
OSB- / GrobspanplatteOSB-Platten kommen häufig im Holzleichtbau zum Einsatz. Sie können Bauteile aussteifen und die Funktion der luftdichten Ebene (bei ausreichend abgeklebten Stoßpunkten) übernehmen. | ||
Ozon (O3)Ozon (O3) ist ein gasförmiges Molekül, das aus drei Sauerstoffatomen besteht. Es besitzt eine stark oxidierende Wirkung und ist daher für Menschen giftig. Es riecht in hohen Konzentrationen stechend scharf, in geringen Konzentrationen ist es geruchlos. Je nach Lage in der Atmosphäre ist Ozon gefährlich oder ungefährlich. In der Stratosphäre werden durch Sonnenstrahlung Sauerstoffmoleküle in einzelne Atome gespalten, die sich mit einem weiteren Sauerstoffmolekül zu Ozon verbinden. In der Stratosphäre ist Ozon ungefährlich bzw. sogar nützlich: Es bildet eine Schutzschicht, die UV-Strahlung absorbiert. In der Nähe der Erde kann Ozon aus der Reaktion von Stickstoffoxid (NO2), beispielsweise aus dem Kraftfahrzeugverkehr, mit gewöhnlichem Sauerstoff (O2) der Luft unter Einfluss von UV-Strahlung oder bei der Blitzentladung bei einem Gewitter entstehen. Hier ist es schädlich, da es unter anderem eine Reizung der Atemwege hervorruft. | ||
Ozonbildungspotenzial | |
OzonlochDas Ozonloch ist eine ungewöhnlich starke, geographisch abgegrenzte Reduktion der Ozonschicht, die seit Ende der 1970er Jahre zunächst nur über der Südpolarregion, später auch über der Nordpolarregion beobachtet wurde. Natürliche geringfügige Schwankungen in der Ozonschicht, die vermutlich durch die Sonnenaktivität hervorgerufen werden, sind schon länger bekannt. Der Abbau des Ozons kann zwar auch durch natürliche Quellen erfolgen, doch wird das gegenwärtige und kritische Ozonloch nach heutigem Wissen durch den Menschen und den durch ihn zusätzlich in die Atmosphäre gebrachte Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) verursacht. Die Reduktion der Ozonschicht hat negative Folgen für Mensch und Umwelt, da die UV-Strahlung nicht mehr in vollem Umfang absorbiert wird. | ||
Ozonzerstörungspotenzial (ODP)Ozon entsteht, wenn UV-Strahlung auf Sauerstoff trifft, der es dabei zum Teil absorbiert. Das Ozonabbaupotential fasst alle Gase zusammen, die in der Stratosphäre als Katalysator für den gegenläufigen Prozess beitragen. Als Bezugsgröße wird FCKW 11 (Trichlorfluormethan) herangezogen. Eines der wirksamsten ozonzerstörenden Gase ist SF6 (Schwefelhexaflourid), das etwa ab den 70er Jahren als Füllgas von Schallschutzfenstern verwendet wurde. | ||
P
P-ReglerEin Regler vergleicht die Soll-Temperatur mit der Ist-Temperatur im Raum. Sind diese abweichend, wird dies an die Steuerung des zentralen Erzeugers weiter gegeben. Ist die Solltemperatur erreicht wird nicht mehr geheizt, bis die Temperatur wieder abfällt. Bei einem P-Regler muss die Abweichung entsprechend groß sein (1 K bzw. 2 K), dass er reagiert. | ||
PassivhausEin Passivhaus erfüllt einen bestimmten Energiestandard, dabei beträgt die Heizlast maximal 10 W/m² oder der Jahresheizwärmebedarf maximal 15 kWh/m²a. Weiterhin ist auch die Luftdichtigkeit mit n50 maximal 0,60/h festgelegt. Der Primärenergiebedarf liegt bei maximal 40 kWh/m²a für die Versorgung des Gebäudes und bei maximal 95 kWh/m²a inklusive aller elektrischen Verbraucher. Ein Passivhaus ist so gut wärmegedämmt, dass es keine Heizungsanlage im herkömmlichen Sinn mehr benötigt. Der Heizenergiebedarf wird zu großen Teilen aus Wärmegewinnen durch Sonneneinstrahlung, der Abwärme von Personen und technischen Geräten gedeckt. Der verbleibende Heizenergiebedarf kann durch eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Zuluftnachheizung erfolgen. Das Ergebnis ist ein hoher Wohnkomfort gekoppelt mit einem niedrigen Energieverbrauch. | |
Peak-OilDas weltweite Ölfördermaximum – der so genannte Peak-Oil – bezeichnet den Scheitelpunkt, an dem die Hälfte aller konventionell förderbaren Erdölvorkommen erschöpft sein werden. | |
PerimeterdämmungFeuchtebeständige Dämmmaterialien, die z.B. im Erdreich oder Spritzwasserbereich eingesetzt werden können, wie z.B. Schaumglas oder Polystyrol-Extruderschaum (XPS). | |
Phase Changing Material (PCM)Phase Change Materials (Phasenwechselmaterialien) sind Materialien, die aufgrund von äußeren Einflüssen (Licht, Druck, Wasser oder Temperatur,…) ihren Aggregatzustand reversibel verändern können. Sie verfügen über die Eigenschaft, durch Kristallisation ihren Zustand von flüssig zu fest zu verändern und eine zuvor bei höherer Temperatur aufgenommene und gespeicherte Menge von Wärmeenergie wieder frei setzen zu können. PCM dient somit als Latentwärmespeicher. | ||
PhotovoltaikPhotovoltaik bezeichnet die direkte Umwandlung von Strahlungsenergie, vornehmlich Sonnenenergie, in elektrische Energie also Strom. | ||
Photovoltaik (PV) - FunktionsprinzipDie direkte Erzeugung von
Strom aus Sonnenlicht wird als Photovoltaik (PV) bezeichnet. Der Photoeffekt
ist das Grundprinzip für die photovoltaische Stromerzeugung. Die Photonen des
Sonnenlichts sorgen für die Übertragung von Energie auf in Materie gebundene
Elektronen. In speziell fabrizierten Halbleitermaterialien wird so ein
Spannungspotenzial erzeugt, das über einen Stromkreis genutzt werden kann (s.
folgende Abbildung,). Abbildung:Funktionsweise
einer kristallinen Solarzelle, Quelle: ina Planungsgesellschaft mbH; Hegger,
Fuchs, Stark, Zeumer, Energie Atlas, München, 2007, S. 138, B 4.108 Dünnschicht-Halbleiter:
Siliziumbasierte Materialien:
Um der Solarzelle Strom entnehmen zu können, müssen auf Vorder- und Rückseite metallische Kontakte aufgebracht werden. Auf der Rückseite ist das Aufbringen einer ganzflächigen Kontaktschicht möglich. Die Vorderseite hingegen muss möglichst gut lichtdurchlässig sein. Deshalb werden hier die Kontakte meist in Form eines dünnen Gitters oder einer Baumstruktur aufgebracht. Eine durchsichtige Antireflexschicht bewirkt eine Verminderung von Reflexionsverlusten an der Zelloberfläche. Die vordere Halbleiterschicht ist negativ geladen (n-dotiert), die hintere positiv (p-dotiert). Wenn Photonen aus der Sonnenstrahlung auf die Halbleiterschicht treffen, lösen sich daraus Elektronen und beginnen sich zu bewegen: Die negativ geladenen Elektronen wandern zur Vorderseite der n-dotierten Schicht. Sie hinterlassen in der Halbleiterschicht positiv geladene Löcher, die sich ihrerseits zur p-dotierten Schicht bewegen. Durch die Bewegung entsteht in der Übergangsschicht zwischen den zwei Halbleitern eine elektrische Spannung, die über Metallschichten abgeleitet und von einem Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt wird.
Zelltypen PhotovoltaikDie verschiedenen Arten von Solarzellen lassen sich in drei Zelltypen einteilen:1. Dickschichttechnologie: Poly- und monokristalline Siliziumzellen Die bekannteste und am häufigsten eingesetzte Form der Solarzelle sind poly- und monokristalline Zellen, die aus Silizium in verschiedenen Verfahren mittels sogenannter Wafer hergestellt werden. Dies führt zu dem unterschiedlichen Erscheinungsbild der Zellen. Die energetische Amortisationszeit bei monokristallinen und polykristallinen Zellen liegt unter 2 Jahren (Einflussfaktoren: Wirkungsgrad, Aufstellort, solare Globalstrahlung, Energie für die Herstellung).
Darüber hinaus werden Module mit verschiedenen Transparenzgraden angeboten, welche als Verschattungselemente dienen können. Bedruckungen der Module für z.B. Werbeslogans sind zudem möglich. Jedoch muss an dieser Stelle bedacht werden, dass Farbigkeit und Transparenz auch immer eine Senkung des Modulwirkungsgrads und somit der Effizienz zur Folge hat.
Abbildung: links: Polykristalline Zelle, rechts: Monokristalline Zellen, Quelle: https://www.homeandsmart.de/monokristallin-oder-polykristallin-pv
Abbildung: Modul aus amorphem Silizium, Quelle: https://solarwissen.selfmade-energy.com/amorphes-silizium-was-ist-das/
Um die hohen Materialverluste bei der traditionellen Herstellung von kristallinen Siliziumwafern zu reduzieren, werden in einem Bandziehverfahren ca. 0,001 mm dicke Siliziumbänder produziert. In einem anderen Verfahren für Dünnschichtzellen aus kristallinem Silizium, z.B. mikrokristallinem Silizium, wird nach einer Wärmebehandlung eine dünne Siliziumschicht direkt auf einen Glasträger aufgebracht. Diese Technik nennt man CSG (Crystalline Silicon on Glass). Bei amorphen Siliziumzellen wird gestaltloses (amorphes), geschmolzenes Silizium ebenfalls direkt auf eine Trägerschicht (meistens Glas) aufgebracht. Die Struktur dieser Zellen ist homogen, die Farbe rötlichbraun bis schwarz. Die Zellform ist frei wählbar. Flexible Solarzellen auf Metall- oder Kunststofffolien sind möglich. Die energetische Amortisationszeit von amorphen Siliziumzellen liegt bei etwas über einem Jahr. Ihr Modul-Wirkungsgrad liegt jedoch im Durchschnitt nur bei 6-10% %.
Abbildung: assade mit CIS-Modulen, Quelle: https://www.solarserver.de/2020/11/11/photovoltaik-solarfassadenmodule-von-avancis-fuer-holz-hybrid-neubau-in-tuebingen/ Daneben sind noch Cadmiumtellurid-Zellen (CdTe-Zellen) auf dem Markt. Das Material ist preiswerter als Silicium, besonders als Dünnschichtsolarzelle, aber nicht so leistungsfähig. Da sie giftige Schwermetalle enthalten ist deren Einsatz nicht zu empfehlen.
Abbildung: Konzentratormodul, Quelle: www.ise.fhg.de
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Photovoltaik (PV) - GlobalstrahlungDer Ertrag der Photovoltaikmodule wird maßgeblich über die Sonnenstrahlung beeinflusst. Die Globalstrahlung und der Einstrahlungswinkel sind je nach Standort zu bestimmen. Für eine genauere Bestimmung der Globalstrahlung am jeweiligen Standort erstellt der Deutsche Wetterdienst (DWD) Globalstrahlungskarten auf der Basis von 20-jährigen Mittelwerten. I. d. R. gelten die Globalstrahlungsdaten für horizontale Flächen. Zudem kann man in der DIN V 18599-10:2018-09 (Anhang E) von einigen Städten monatsweise für unterschiedliche Neigungswinkel und Ausrichtungen aufgeführte Globalstrahlungsdaten erhalten. Abbildung: Mittlere jährliche Globalstrahlung, Quelle: ina Planungsgesellschaft mbH, vgl. M. Hegger et al., Energie Atlas, 2007 Wichtig sind außerdem die Kenntnis über die Dauer bzw. Richtung der Sonneneinstrahlung. Die Intensität der Globalstrahlung und der Anteil diffuser Strahlung an einem Ort sind jahres- und tageszeitlichen Schwankungen unterworfen. Mit dem Stand der Sonne ist sie mittags stärker als morgens und abends und im Sommer stärker als im Winter. In den nördlichen Hemisphären wandert die Sonne von Osten nach Westen und verändert dabei ihren Höhenstand im Tages- und Jahresverlauf. So verzeichnet Deutschland bei wolkenlosem Himmel an einem bis zu 17 Stunden langen Sommertag etwa 25 Mal mehr Sonnenenergie als ein bedeckter Tag im Winter, wenn die Tageslänge auf acht Stunden schrumpft. Die Solareinstrahlung unterliegt also starken jahreszeitlichen Schwankungen, rund zwei Drittel des solaren Energieangebots in Deutschland stehen zwischen April und September zur Verfügung. Abbildung: Jahreszeitlicher Sonnenverlauf auf der nördlichen Erdhalbkugel; 21. Juni (Sommersonnenwende); 21. März/ Sept. (Tagundnachtgleiche); 21. Dezember (Wintersonnenwende). Quelle: ina Planungsgesellschaft mbH, vgl. M. Hegger, et. al., Energie Atlas,1. Auflage Abbildung: Strahlungsintensität auf unterschiedlich orientierte Flächen, im Winter, 21. Dezember (links), im Frühjahr, 23. März und Herbst 23. Sept. (Mitte), im Sommer, 21. Juni (rechts). Quelle: ina Planungsgesellschaft mbH, vgl. Pistohl, Handbuch der Gebäudetechnik, Band 2, 7. Auflage, Werner Verlag 2009 Im Gegensatz zur solaren Wärmeerzeugung sind Systeme zur solaren Stromerzeugung i. d. R. „noch“ auf eine Maximierung der Erträge über das gesamte Jahr ausgelegt. In Deutschland werden mit einer Südorientierung und einer Neigung von ca. 30° zur Horizontalen optimale Energieerträge erreicht. Abweichende Flächen nach Südost und Südwest liefern ebenfalls annähernd gute Werte. In der Horizontalen liegt die Jahressumme der Globalstrahlung 10 bis 15 % niedriger. Fassadenflächen weisen bei südlicher Orientierung noch 75 % der Einstrahlung gegenüber einer optimalen Ausrichtung auf. Bei gleichzeitiger Funktionsübernahme von Bauteilen sind auch Fassaden potentielle Flächen für die Installation. Für ausgewählte Ausrichtungen sind die prozentualen Energieerträge im Vergleich zur Horizontalen für die photovoltaische Nutzung in der nachfolgenden Abbildung dargestellt (s. folgende Abbildung). Abbildung: Relative jährliche Einstrahlung auf unterschiedliche Orientierungen im Vergleich zur Horizontalen, Quelle: ina Planungsgesellschaft mbH; vgl. B. Weller, et al., Photovoltaik, Detail Praxis, 1. Auflage, 2009 | |
Photovoltaik (PV) - Insel-/netzgekoppeltes SystemOb ein Gebäude an das öffentliche Stromnetz angeschlossen sein soll oder nicht, hat einen wesentlichen Einfluss auf die Auslegung einer PV-Anlage. Hier wird zwischen Inselsystemen und netzgekoppelten Systemen unterschieden. Der wesentliche Unterschied von einem Inselsystem (z. B. Bergstation in den Alpen) zu einem netzgekoppelten System ist, dass die Stromversorgung komplett am Gebäude sichergestellt werden muss. Daher muss (z.B. bei nicht ausreichende Solarstrahlung), gegebenenfalls noch ein weiterer Energieerzeuger eingebracht werden. Der Einbau eines Stromspeichers ist zudem umzusetzen, um den zeitlich schwankenden Energieertrag und -bedarf zu regulieren. Wird ein netzgekoppeltes System installiert, kann die Speicherung eventuell entfallen, da der solar erzeugte Strom ins Netz eingespeist werden kann. Überschüsse können durch das EEG vergütet werden. Bei einer zu geringen Stromproduktion wird der Strom aus dem Netz bezogen. Auch muss sich die PV-Anlage in ihrer Dimensionierung nicht nach dem Verbrauch des Gebäudes richten, sondern kann, im Gegensatz zur Solarthermie, nach geometrischen, wirtschaftlichen und gestalterischen Kriterien erfolgen. Inselsysteme werden eher selten umgesetzt (z.B. Berghütte). In der Praxis finden sich daher eher rein netzgekoppelte Systeme oder Mischsysteme, die den Strom vorrangig selbst nutzen und „nur“ den überschüssigen Strom ins Netz einspeisen. Je nach System werden unterschiedliche Anlagenkomponenten (insbesondere Zähler) benötigt (s. folgende Abbildung). | |
Photovoltaik (PV) - VerschattungInsbesondere bei kristallinen Modulen können kleine Verschattungen den elektrischen Energieertrag überproportional verringern. Dünnschichtmodule reagieren weniger empfindlich auf Verschattungen. Die langen und dünnen Zellstreifen lassen sich nicht so leicht komplett abdecken. Wenn der Schatten senkrecht zu den Zellstreifen verläuft, verringert sich die Leistung bis zu einem gewissen Ausmaß proportional zur betroffenen Zellfläche. Wird eine einzelne Zelle vollständig verschattet, stellt sich ein höherer Leistungsverlust für das verschattete Modul ein. Eine negative Auswirkung besteht auch darin, dass nicht nur das verschattete Modul, sondern alle in Reihe geschalteten Module die Leistungsminderung erfahren. Denn den Stromfluss bestimmt das schwächste Glied in der Reihe. Dies kann durch sogenannte Bypass-Dioden umgangen werden. Abb.: (links) Bedeutung der Verschattungsfreiheit von Photovoltaikanlagen; Quelle: ina Planungsgesellschaft mbH; Hegger, Fuchs, Stark, Zeumer, Energie Atlas, München, 2007, S. 140, B 4.113 Abb.: (rechts) Leistungsverluste durch nahe Schatten bei kristallinen- und Dünnschichtmodulen; Quelle: ina Planungsgesellschaft mbH; B. Weller et al., Photovoltaik, Detail Praxis, 1. Auflage, 2009 Lange Schatten in den frühen Morgen- und späten Abendstunden können in Kauf genommen werden, da sie nur geringe Verluste verursachen. Lassen sich Verschattungen nicht ausschließen, so kann zudem in diesem Bereich die Photovoltaik ausgespart und mit anderen Materialien ergänzt oder durch Blindmodule (inaktive Dummys) ersetzt werden (Die Überprüfung sollte anhand einer Verschattungsstudie erfolgen). Ein weiterer Bestandteil einer PV-Anlage ist der Wechselrichter, auch Inverter genannt, der den vom Generatorfeld erzeugten Gleichstrom in netzkonformen Wechselstrom umwandelt. Geometrie, Leistung und Anordnung der Module bestimmen die Wahl des Wechselrichterkonzepts. Die Umwandlung der Energie durch Wechselrichter ist mit Verlusten behaftet, die im Optimalfall 5 %, im ungünstigsten Fall bis zu 15 %, betragen können. Beim Einbau ist der Montageort zu berücksichtigen, da der Austausch und die Wartung der Wechselrichter gewährleistet sein müssen. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen zentralen und dezentralen Wechselrichterkonzepten. Für große Anlagen ab 30 kWp mit homogener, verschattungsfreier Ausrichtung empfiehlt sich ein zentrales Konzept, bei dem parallele Modulstränge zusammengefasst und an einen Zentralwechselrichter angeschlossen werden. Für die Großgeräte muss in der Planung eine ausreichend große Stellfläche mit einem dafür ausreichend klimatisierten Raum vorgesehen werden. Da bei bauteilintegrierten Anlagen nicht immer homogene Ausrichtungen und Neigungen möglich sind, bieten sich hier dezentrale Konzepte mit sog. Strangwechselrichtern an. Sie werden jeweils an ein oder zwei parallele Stränge direkt angeschlossen. Dieses Konzept optimiert den Verkabelungsaufwand und spätere Erweiterbarkeit. Je nach Wechselrichtersystem unterscheidet sich die Länge der Gleichstromkabel. Optimal ist die Installation des Wechselrichters in der Nähe der Photovoltaikanlage, da es durch lange Leitungen zu Leistungsverlusten kommen kann. Die Kabelführung ist sorgfältig zu planen, insbesondere bei transparenten Bauteilen. Je nach Anwendungsgebiet kann die Kabelführung in der Hinterlüftungsebene oder in der Konstruktion, wie z. B. der Pfosten-Riegel-Fassade, geführt werden. Systemtechnik und Photovoltaikmodule sollten zudem für Wartungen zugänglich sein. Dies ist in der Ausführungsplanung zu beachten. Abbildung: Anlagenkonzepte netzgekoppelter PV-Systeme, a: Zentralwechselrichterkonzept, b: Strangwechselrichterkonzept, c: Modulwechselrichterkonzept, Quelle: ina Planungsgesellschaft mbH; B. Weller et al., Photovoltaik, Detail Praxis, 1. Aufl., 2009 | |
Polyethylen-/Polypropylen-Folie (PE-/PP-Folie)Polyethylen-/Polypropylen-Folien (PE-/PP-Folien) kommen häufig als Dampfsperren zu Einsatz. | ||
Polysterol-Extruderschaum (XPS)Polystyrol-Extruderschaum (XPS) ist einer der am häufigsten verwendeten Perimeter-Dämmstoffe. Umgangssprachlich wird XPS auch als Styrodur (Herstellername) bezeichnet. | ||
Polystyrol-Hartschaum (EPS)Polystyrol-Hartschaum (EPS) ist einer der am häufigsten verwendeten Dämmstoffe (z.B. WDVS). Umgangssprachlich wird EPS auch als Styropor (Herstellername) bezeichnet. | ||
Primärenergie [kWh]Primärenergie [kWh] beschreibt die Energie, die mit den natürlich vorkommenden Energieformen oder Energieträgern zur Verfügung steht. | ||
Primärenergiebedarf [kWh/m²a]Der Primärenergiebedarf [kWh/m²a] beinhaltet zusätzlich zu dem eigentlichen Energiebedarf des Systems den Energiebedarf der vorgelagerten Prozesskette außerhalb der Systemgrenze (Gewinnung, Umwandlung und Verteilung des Energieträgers). Zu seiner Ermittlung wird der entsprechende Energiebedarf mit einem Primärenergiefaktor entsprechend der beteiligten Energieträger multipliziert. | ||
PrimärenergiefaktorDie durch Gewinnung, Umwandlung und Transport eines Energieträgers entstehenden Verluste werden mittels eines Primärenergiefaktors erfasst und bei einer primärenergetischen Bewertung aufgeschlagen. Die Primärenergiefaktoren sind je nach Bilanzierungssystem und Land unterschiedlich. | |
Primärenergieinhalt [MJ] bzw. [kWh]Der Primärenergieinhalt (PEI) [MJ] bzw. [kWh] eines Baustoffs beschreibt den zur Herstellung und Nutzung des Materials notwendigen Aufwand an Energieträgern (Ressourcen). Dabei wird zwischen nicht erneuerbarer Primärenergie (Braunkohle, Steinkohle, Erdgas, Erdöl, Uran etc.) und erneuerbarer Primärenergie (Wasserkraft, Windkraft, Sonnennutzung durch Solarenergie oder Biomasse etc.) unterschieden. | ||
Produktsystem(Ökobilanz-Begriff): Produkte oder Dienstleistungen, deren Bereitstellung ein Zusammenspiel vieler Komponenten und Prozesse erfordert. | |
ProzesswärmeProzesswärme ist die Wärme, die für technische Prozesse und Verfahren genutzt wird. Prozesswärme entsteht normalerweise durch Verbrennungsprozesse oder elektrischen Strom; bestenfalls kann man Abwärme als Prozesswärme nutzen. | |
PufferspeicherPufferspeicher dienen der kurzzeitigen Zwischenspeicherung von Wärmeenergie zur Überbrückung des ungleichen Tagesgangs des Wärmebedarfs oder der Wärmeerzeugung. | |
Pumpspeicherkraftwerke | |
Punktbezogener Wärmedurchgangskoeffizient Х [W/K]Punktuelle Wärmebrücken sind Störungen, welche auf einen Punkt bezogen werden können (z.B. Fassadenanker oder Stützen). Definiert werden diese Wärmebrücken über den sogenannten punktbezogenen Wärmebrückendurchgangskoeffizienten, dem χ-Wert [W/K]. | ||
Q
Qualitätssiegel Nachhaltiges GebäudeStaatliches Nachhaltigkeitssiegel für Gebäude, dessen Erfüllung Voraussetzung für eine finanzielle Förderung aus der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ist. | ||
QuelllüftungBei der Quelllüftung wird die für den Raum erforderliche Raumluft durch bodennah angeordnete Luftauslässe ausgelassen. Es bildet sich im Bodenbereich ein „Frischluftsee“, dessen Luft an warmen Flächen, z.B. Menschen, nach oben strömt. Frische Außenluft steht damit dort zur Verfügung, wo sie benötigt wird, ohne das Luftvolumen des gesamten Raums umwälzen zu müssen. Die Quelllüftung erzielt so wie die Verdrängungslüftung höchste Luftgüte. Gegenüber herkömmlichen Lüftungskonzepten wird vollständig auf eine energieraubende Luft-Induktion bei der Lufteinbringung verzichtet. Aufgrund der minimierten Luftgeschwindigkeit sind generell Zugerscheinungen reduziert und die Raumbehaglichkeit erhöht. Quelllüftung ist wegen der geringeren benötigten Luftmengen und der geringeren Anlagen-Drücke überwiegend für den Gebäudebetrieb wirtschaftlicher und meist auch mit einer geringeren akustischen Belastung verbunden. Quelllüftung ist für öffentliche Gebäude mit großem Lüftungsbedarf und hohen Anforderungen an Luftqualität und Raumklima schon seit vielen Jahren eine anerkannte Technik. In vielen Versammlungsstätten, Kinos, Konzert- und Theatersälen etc. wird sie erfolgreich eingesetzt. | |
R
ReferenzgebäudeverfahrenDer Nachweis der erforderlichen Kennwerte (QP, H'T, Ū) erfolgt anhand des Referenzgebäudeverfahren. Das zu bilanzierende Gebäude wird hierbei mit einem fiktiven Referenzgebäude verglichen, welches von gleicher Kubatur, Ausrichtung, etc. ausgeht, jedoch mit einem im GEG (für Wohngebäude in Anlage 1, für Nichtwohngebäude in Anlage 2) definierten Qualität für die Gebäudehülle und die Anlagentechnik berechnet wird. | |
RegionalfaktorMit dem Regionalfaktor werden Baupreise an ihre regionalen Gegebenheiten angepasst. Regionalfaktoren können z.B. der Homepage von "SIRADOS Baudaten" kostenfrei entnommen werden. | |
Relative LuftfeuchtigkeitDie relative Luftfeuchtigkeit wird in % angegeben und bezeichnet das Verhältnis des momentanen Wasserdampfgehalts in einem System (Raum) zum maximal möglichen Wasserdampfgehalt. | |
RessourcenRessourcen bezeichnen materielles oder immatierielles Gut. Im Bausektor ist meist diejenige Menge eines Rohstoffs gemeint, die mit den derzeitigen technischen Möglichkeiten gewonnen werden kann. | |
Reversible WärmepumpenKühlung durch Prozessumkehr einer Wärmepumpe. Durch Umschalten des Kältekreises über ein Vierwegeumschaltventil kann die Wärmepumpe als Kühlmaschine betrieben werden. | |
RohdichteDie Dichte eines Stoffs ist der Quotient aus der Masse und dem Volumen und wird in t/m³ bzw. kg/dm³ angegeben. Die Rohdichte ist die Dichte von porigen Stoffen einschließlich des Porenvolumens (z.B. Porenbeton). | |
S
Sachbilanz(Ökobilanz-Phase:) Phase, in der die Inputs und Outputs des Produktsystems ermittelt werden. | |
SanierungsfahrplanWird eine schrittweise Sanierung anhand von zeitlich getrennten Einzelmaßnahmen empfohlen, kann für den Auftraggeber ein Sanierungsfahrplan erstellt werden, indem die zeitliche Abfolge sowie die vorbereitenden Maßnahmen (z.B. Anschlussdetails) enthalten sein sollten. Das BAFA fördert die Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) unter Einhaltung der Anforderungen an den Beratungsbericht. | ||
SchadstoffeSchadstoffe sind Stoffe, die sich schädlich auf die Umwelt (Menschen, Tiere und Pflanzen) auswirken. Dazu zählen u.a. Kohlendioxid, Schwefeldioxid und Stickoxide. Kohlendioxid ist ein geruchs-, geschmackloses und farbloses Gas, das bei jeder Verbrennung entsteht. Es kann ausschließlich durch Verringerung des eingesetzten Brennstoffs reduziert werden. Schwefeldioxid ist ein übelrichendes, hautreizendes und giftiges Gas. Es entsteht bei der Verbrennung schwefelhaltiger Brennstoffe (Kohle, Holz, etc.). Es ist mitverantwortlich für den sauren Regen (Waldsterben). Stickstoffdioxide sind Atemgifte und Verursacher des sauren Regens. | ||
SchwerkraftheizungIm Bestand können noch Heizungssysteme vorgefunden werden, deren Verteilung ohne eine elektrisch betriebene Pumpe auskommt. Sogenannte Schwerkraftheizungen machen sich den Gewichtsunterschied zwischen warmem und kühlem Wasser zunutze. In einem Schwerkraftsystem steht der Kessel an der untersten Stelle (z.B. im Keller). Das Wasser wird im Kessel erhitzt und steigt aufgrund seiner geringen Dichte im (groß dimensionierten) Vorlauf nach oben Richtung Heizkörper (hohe Systemtemperatur erforderlich). Gleichzeitig fällt das abgekühlte Wasser im Rücklauf nach unten. Dadurch wird eine (träge) Zirkulation hervorgerufen. | |
SchwimmbadkollektorenEinfache Absorber zur Wassererwärmung, z.B. schwarze Schläuche ohne Abdeckung. | ||
Schwimmender EstrichDer Zement wird bauseitig auf einer Trittschallebene flüssig verarbeitet. Trocknungszeiten (z.B. im Winter) sind zu berücksichtigen. | |
Sekundärenergie [kWh]Sekundärenergie ist die nach der Umwandlung der Primärenergieträger in sogenannte Nutzenergieträger verbleibende Energieform. Sekundärenergie zeichnet sich meist durch eine der folgenden Eigenschaften aus:
Eine dieser Eigenschaften wird im Normalfall bevorzugt, abhängig von Ort und Verwendungszweck. Oft sind die Nebenprodukte der Herstellung von Sekundärenergie ebenso nutzbare Sekundärenergie (z.B. sind Gas bei der Benzinherstellung oder Wärme bei der Herstellung elektrischer Energie ein Nebenprodukt, das als Prozessgas oder Fernwärme weitergenutzt werden kann). Diese Nebenprodukte werden allerdings nicht immer genutzt. | ||
Smart-GridDer Begriff Smart Grid (intelligentes Stromnetz) umfasst die Vernetzung und Steuerung von Stromerzeugern (zentrale und dezentrale), Energielieferanten, Speichern und elektrischer Verbraucher. Es ist einerseits durch einen zeitlich und räumlich einheitlicheren Verbrauch geprägt und steuert andererseits Erzeuger und Verbraucher die nicht deckungsgleich sind. Durch intelligente Netze können die Auslastung der Netze optimiert und teure Lastspitzen vermieden werden. Ziel ist die Sicherstellung der Energieversorgung auf Basis eines effizienten und zuverlässigen Systembetriebs. | ||
Solare KühlungVon einer solaren Kühlung wird gesprochen, wenn die Antriebswärme der Sorptionskältemaschine hauptsächlich durch den Einsatz solarthermischer Systeme erzeugt wird. | |
Solare Wärmegewinne [kWh/m²a]Durch transparente Bauteile wie Fenster gelangt kurzwellige Sonnenstrahlung in das Gebäude und wird beim Auftreffen auf den Boden absorbiert und in langwellige Strahlung umgewandelt. Diese bleibt im Gebäude gefangen, da Glas für dieses Wellenspektrum undurchlässig ist (vergleiche Treibhauseffekt). Richtet sich nach Größe und Ausrichtung, dem Energiedurchlassgrad sowie der Verschattung und Verschmutzung der Fenster. | ||
Solarer Deckungsanteil [%]Prozentualer Anteil der vom Solarsystem nutzbar abgegebenen Energie am gesamten Wärmeenergiebedarf eines Gebäudes. | ||
SolarkollektorHinter einer Glasscheibe befindet sich ein Absorber, bestehend aus dunkel beschichteten Metallblechen. Er empfängt die Sonnenstrahlung und wandelt sie in langwellige Wärmestrahlung um. Damit diese nicht verloren geht, wird der Kollektor seitlich und unten gut gedämmt (Flachkollektor) oder in ein Vakuum gegeben (Vakuumröhrenkollektor). Die Wärme wird durch eine Flüssigkeit (frostbeständige Sole) in kleinen Röhrchen weitergeleitet, um schließlich mittels eines Wärmetauschers an einen Wasserspeicher abgegeben zu werden. | ||
SolarspeicherSpeicher, der durch Sonnenenergie gespeist wird. Dient der Überbrückung von Schlechtwetterperioden und des Tagesgangs des Energiebedarfs. | |
SolarthermieUmwandlung der Sonnenstrahlung in nutzbare Wärmeenergie. Solare Wärme wird durch einen Sonnenkollektor empfangen und zur Wassererwärmung bzw. zur Unterstützung der Heizung in Gebäuden genutzt. | |
SoleSalz-Wasser-Lösung, welche als Wärmeträger z.B. in Wärmepumpen zum Einsatz kommt. | |
Sommer-BypassUm im Sommer ein aufschaukeln der Temperatur durch den Wärmetauscher einer Lüftungsanlage zu verhindern, ist der Einbau eines Sommer-Bypasses zu empfehlen. Dieser ermöglicht eine Umgehung (kleiner Kanal, getrennt vom Hauptstrom) des Wärmetauschers, so dass der Betrieb als Zu- und Abluftanlage ohne Wärmerückgewinnung erfolgt. Die Funktion kann entweder manuell (z.B. Schalter, Austauschmodul) oder automatisch (z.B. temperaturabhängig) aktiviert werden. | ||
SorptionDurch Sorption ist ein Baustoff in der Lage, Feuchtigkeit aus der Luft an seiner Oberfläche anzulagern. Die Aufnahme und Abgabe der Feuchtigkeit erfolgt in Abhängigkeit von der Luftfeuchte. | ||
SorptionsfeuchteFeuchtegehalt eines Baustoffs, der sich bei einer konstanten Temperatur (z.B. 23° C) und einer konstanten relativen Umgebungsfeuchte (z.B. 80 % oder 95 % relative Luftfeuchte) im Baustoff einstellt | ||
SorptionskältesystemeSorptionskältesysteme zählen zu den aktiven Kälteerzeugern. Sie nutzen das System der thermischen Kühlung, die meist solar erzeugt wird. Sorptionskältemaschinen bauen auf dem Prinzip der Verdunstungskühlung auf. Ein Kältemittel, das in einem geschlossenen Kreislauf zirkuliert, wird unter extremem Unterdruck bei niedriger Temperatur zum Verdampfen gebracht (Verdampfer). | ||
SpeicherkollektorenFlachkollektoren mit integriertem Warmwasserspeicher. | ||
Spezifische Wärmekapazität [J/kgK]Die stoffspezifische Eigenschaft gibt die Energiemenge an, die benötigt wird, um 1 kg eines Stoffs um 1 Kelvin [K) zu erwärmen. Die spezifische Wärmekapazität gibt das Speichervermögen eines Baustoffs an. Aufgrund ihres geringen Gewichts verfügen Dämmstoffe meist nur über eine geringe Wärmespeicherfähigkeit. »Schwere« Dämmstoffe wie Holzfaserdämmplatten (Rohdichte > 100 kg/m³) können in Bereichen, die zur Überhitzung neigen (z.B. ausgebaute Dachräume), durch ihr höheres Speichervermögen den sommerlichen Wärmeschutz verbessern. | ||
Spezifische Wärmespeicherkapazität [kJ/kgK]Die spezifische Wärmespeicherkapazität c in [kJ/kgK] beschreibt die Fähigkeit eines 1 kg schweren Stoffes thermische Energie [kJ] zu speichern, d. h. Wärme aufzunehmen bzw. abzugeben, wenn sich die Temperatur um 1 Kelvin [K] ändert. In der Energieberatung sind die spezifische Wärmespeicherkapazität von Luft (1,005 [kJ/(kgK)]) und von Wasser (4,2 [kJ/(kgK)]) von besonderer Relevanz. | ||
Spezifischer Jahres-Primärenergiebedarf Qp'' [kWh/m²a]Der spezifische Jahres-Primärenergiebedarf Qp'' [kWh/m²a] ist eine der beiden gesetzlichen Anforderungen an Wohn- und Nichtwohngebäude und betrifft den Gesamtenergiebedarf (inkl. primärenergetischer Bewertung der Energieträger) für Heizen, Kühlen, Lüften, Warmwasser und Hilfsstrom. Bei Nichtwohngebäuden ist auch der Energibedarf für die Beleuchtung mitzuberücksichtigen. Der Nutzer-Strombedarf für Geräte und Arbeitshilfen wird im gesetzlichen Nachweis nicht berücksichtigt. | ||
Spezifischer Transmissionswärmeverlust HT’ [W/m²K]Der spezifische Transmissionswärmeverlust HT' [W/m²K] ist eine der beiden gesetzlichen Anforderungen an Wohngebäude und betrifft die Gebäudehülle, in dem ein flächengemittelter U-Wert berechnet wird. Dieser bezieht sich bei HT' auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche A [m²]. | ||
SpritzwasserbereichDer Bereich der Außenwand, der ca. 50 cm über Oberkante (OK) Erdreich liegt unterliegt höheren Anforderungen des Feuchteschutzes (z.B. Einsatz von Perimeterdämmung). | ||
StandortklimaBei Energieberechnungen besteht die Möglichkeit, den Standort des Gebäudes auf unterschiedliche Weise mit einzubeziehen. Für GEG-Normberechnungen muss aus Gründen der Vergleichbarkeit als Standortklima Deutschland angegeben werden. Für eine individuelle Optimierung jedoch kann oftmals der genaue Standort und damit die Klimaeinflüsse angegeben werden. | |
StirlingmotorDer Stirlingmotor ist eine Wärmekraftmaschine, in der ein abgeschlossenes Arbeitsmedium (meistens ein Gas) durch Temperaturänderungen in regelmäßigen Zyklen von außen erwärmt und wieder abgekühlt wird, um aus thermischer Energie mechanische Energie zu erzeugen. Der Stirlingmotor arbeitet mit einem geschlossenen Kreisprozess, der mit einer beliebigen externen Wärmequelle betrieben werden kann. | |
StrahlungsasymmetrieVon Strahlungsasymmetrie spricht man, wenn in einem Raum unterschiedliche Innenoberflächentemperatur "abstrahlen" (z.B. Fenster ohne Heizflächen < 12 °C, Innenwand ca. 20 °C). Liegt in einem Raum eine Strahlungsasymmetrie > 3 K vor, kann dies als unbehaglich empfunden werden. | |
StromeinspeisungsgesetzDas Stromeinspeisungsgesetz war der Vorläufer des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Ab 1991 wurden mit dem Stromeinspeisungsgesetz die Energieversorger dazu verpflichtet, den Strom der kleinen regenerativen Kraftwerke abzunehmen und zu vergüten. | |
SuffizienzSuffizienz bezeichnet ein Maß für den energie- und ressourcenbewussten Konsum, dabei ersetzen einzelne Personen energieintensive Dienstleistungen durch solche mit geringem Energiebedarf und optimieren so ihr Konsumverhalten, z.B. durch Videokonferenzen statt Flugreisen oder die Reduzierung der Wohnfläche pro Person. | |
T
TageslichtTageslicht ist das - sichtbare - Licht der Sonne (Sonnenlicht) bzw. der Sonnenschein, der von Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang zu sehen ist, also das natürliche Licht. Eine Optimierung der Tageslichtversorgung im Innenraum (z.B. Tageslichtlenkung, tageslichtabhängige Regelung) kann zu deutlicher Reduktion des Kunstlichtbedarfs führen. | |
TageslichtquotientDer Tageslichtquotient ist ein Hilfsmittel zur Bewertung der Qualität der Tageslichtversorgung im Raum. Gesetzlich ist die Berechnung zur Energiebilanzierung nicht notwendig (Anforderungen an die Raumnutzungen kann man in den Arbeitsstättenrichtlinien und der DIN 5034 erfahren). Allerdings kann eine Berechnung von Vorteil sein, um die Energieeffizienz des Gebäudes zu steigern. Der Tageslichtquotient ist immer abhängig von der verfügbaren Beleuchtungsstärke im Außenraum und der tatsächlich verfügbaren Beleuchtungsstärke im Innenraum. | |
Tandem- bzw. Tripel-ZellenDiese Solarzellen bestehen aus zwei bzw. drei Dünnschichten, die übereinander auf das Substrat aufgebracht werden. Jede Schicht ist für ein bestimmtes Lichtspektrum optimiert. | ||
TeillastbetriebVon Teillastbetrieb spricht man bei einem Wärme- oder Kälteerzeuger, wenn er nicht auf seinem maximalen Auslegungsstufe betrieben wird. Dies ist bspw. im Sommer der Fall, wenn nur Trinkwarmwasserbedarf und kein Bedarf für Heizwärme besteht. Bei vielen Wärmeerzeugern (z.B. Pelletkessel, Wärmepumpe) ist der Wirkungsgrad im Teillastbetrieb schlechter, so dass durch den Einsatz von Pufferspeichern möglichst viele Volllastbetriebsstunden ermöglicht werden sollten. | ||
Temperaturfaktor fRsi [-]Der Temperaturfaktor fRsi wird an der Stelle mit der geringsten Innenoberflächentemperatur des Bauteils ermittelt (kritischster Punkt) und bewertet das Schimmelpilzrisiko. Werte über 0,7 sind hinsichtlich der Bildung von Schimmelpilz unbedenklich; je höher der Wert, umso besser. Berechnung: Quotient aus der Temperaturdifferenz zwischen der Innenoberfläche und der Außenluft (Өsi,min - Өe) und der Temperaturdifferenz zwischen der Innen- und Außenluft (Өi - Өe). | ||
Temperaturkorrekturfaktor Fx [-]Bei der Berechnung der Transmissionswärmeverluste QT fließen die unterschiedlichen Randbedingungen (z.B. gegen Außenluft / unbeheizt / Erdreich) durch Korrekturfaktoren in die Energiebilanz ein. Gemäß DIN V 18599-2:2018-09 können für ungekühlte Gebäude pauschale Werte angesetzt werden (z.B. gegen Außenluft Fe = 1,0; gegen unbeheizt Fu = 0,8). Gegen Erdreich fließt der Einfluss des charakteristischen Bodenplattenmaß B gemäß DIN EN 13370:2018-03 für die Ermittlung von Fx mit ein. Bei gekühlten Gebäuden sind die Randbedingungen Rsi/Rse gegen Erdreich und unbeheizt detailliert nach den Vorgaben der DIN EN ISO 13370:2018-03 zu ermitteln. | ||
Test | |
Test-GlossarBegriffserklärung als Fließtext in zwei bis drei Sätzen. InhaltInhaltsverweis auf Überschrift 1 Überschrift 1 - Erste OrdnungsebeneLorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. Überschrift 2 - Zweite OrdnungsebeneLorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. Überschrift 3 - Dritte OrdnungsebeneLorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. QuellenQuellenangaben | |
Thermische Energie [J]Thermische Energie ist die Energie, die in der ungeordneten Bewegung der Atome oder Moleküle eines Stoffs gespeichert ist. Sie ist eine Zustandsgröße und ist Teil der inneren Energie. Die thermische Energie wird im SI-Einheitensystem in Joule (Einheitenzeichen: J) gemessen. Umgangssprachlich wird die thermische Energie etwas ungenau als „Wärme“ oder „Wärmeenergie“ bezeichnet oder auch mit der Temperatur verwechselt. Eine Wärmezufuhr steigert die mittlere kinetische Energie der Moleküle und damit die thermische Energie, eine Wärmeabfuhr verringert sie. Kommen zwei Systeme mit unterschiedlichen Temperaturen zusammen, so gleichen sich ihre Temperaturen durch Wärmeaustausch an. Dabei geht jedoch ohne zusätzliche Hilfe niemals thermische Energie vom System niedrigerer Temperatur in das System höherer Temperatur. | ||
ThermografieDurch eine Thermografie werden Temperaturverteilungen sichtbar gemacht. Ursprünglich handelte es sich um eine Kontakttechnik, bei der sich Thermopapier durch Berührung mit warmen Flächen verfärbte. Heute wird der Begriff meistens für die Infrarot-Thermografie gebraucht, siehe auch Infrarot-Thermografie | |
TiefengeothermieTiefengeothermie beginnt bei einer Tiefe von mehr als 400 m und einer Temperatur von über 20 °C. Von Tiefengeothermie im eigentlichen Sinn sollte man jedoch erst bei Tiefen von über 1000 m und bei Temperaturen größer als 60 °C sprechen. | |
TPN - Technischer ProjektnachweisDer Technische Projektnachweis (TPN) ist ein technischer Nachweis im Förderprozess der BEG-Einzelmaßnahmen beim BAFA. Er wird nach Abschluss der Maßnahme erstellt, dokumentiert die tatsächlich umgesetzte Maßnahme und dient als Grundlage für den Verwendungsnachweis. Die Erstellung eines TPN erfolgt durch eine Energieeffizienzexpertin oder einen Energieeffizienzexperten (EEE). Nach Erstellung wird eine TPN-ID vergeben. Die Gültigkeit beträgt zwei Monate. Seit dem 07.04.2026 muss der TPN bei Projekten mit iSFP-Bonus zusätzlich verpflichtende Angaben zur Energieeffizienz und zu den äquivalenten CO₂-Emissionen. Anzugeben sind jeweils die Werte vor und nach Umsetzung der Maßnahme: Gebäudenutzfläche AN, Endenergiebedarf QE, Primärenergiebedarf QP, äquivalente CO₂-Emissionen, sowie bei Maßnahmen an der Gebäudehülle zusätzlich der Transmissionswärmeverlust HT. Wenn kein Zugriff auf die iSFP-Bilanzdaten besteht und dieser auch nicht mit vertretbarem Aufwand hergestellt werden kann, entfällt die Pflicht zur zusätzlichen Dateneingabe. In diesem Fall ist dies im TPN zu erklären; außerdem ist die Person zu benennen, die den iSFP erstellt hat. | ||
TransmissionTransmission bezeichnet den Wärmedurchgang durch ein Bauteil durch Strahlung und Konvektion an den Oberflächen. Er wird aus dem U-Wert und der Fläche des Gebäudes errechnet. | |
Transmissionswärmeverlust [kWh/a]Transmissionswärmeverluste werden auch Wärmedurchgangsverluste genannt. Sie umfassen die Energiemengen, die wegen des Temperaturunterschieds von innen und außen durch die gesamte Gebäudehülle transmittieren. Das Bauteil setzt dem Wärmedurchgang einen Widerstand entgegen. Diese Fähigkeit wird über den Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) des Bauteils ausgedrückt. Kann der Temperaturunterschied reduziert werden, sinken die Wärmedurchgangsverluste. | ||
TreibhauseffektDer Treibhauseffekt bewirkt umgangssprachlich die Erwärmung eines Planeten durch Treibhausgase und Wasserdampf in der Atmosphäre. Ursprünglich wurde der Begriff verwendet, um den Effekt zu beschreiben, durch den hinter Glasscheiben oder im Innenraum eines verglasten Gewächshauses die Temperaturen ansteigen, solange die Sonne darauf scheint. Heute fasst man den Begriff viel weiter und bezeichnet den atmosphärischen Wärmestau der von der Sonne beschienenen Erde als atmosphärischen Treibhauseffekt, da die physikalischen Grundlagen beider Vorgänge ähnlich sind. | |
TreibhausgaseTreibhausgase sind gasförmige Stoffe, die zum Treibhauseffekt beitragen und sowohl einen natürlichen als auch einen anthropogenen Ursprung haben können. Sie absorbieren einen Teil der vom Boden abgegebenen Infrarotstrahlung, die sonst in das Weltall entweichen würde. Ein Teil dieser Energie wird dann zusätzlich zum Sonnenlicht zurück auf die Erdoberfläche abgestrahlt. | ||
Treibhauspotenzial(engl.: global warming potential, GWP) Umweltwirkungskategorie, die den Beitrag eines Stoffes zum Treibhauseffekt beschreibt. Angegeben in kg CO2-Äquivalent. | ||
Treibhauspotenzial (GWP)Das Treibhauspotenzial (engl: Global Warming Potential, Greenhouse Warming Potential oder GWP) beschreibt die Emission von Gasen, die zum Treibhauseffekt beitragen. Durch sie wird die von der Erde abgestrahlte Infrarotstrahlung reflektiert und teilweise zur Erdoberfläche zurückgestrahlt. Dieser auch natürlich stattfindende Prozess wird durch die Anreicherung dieser Gase in der Troposphäre verstärkt, die für die globale Erwärmung verantwortlich sind. Das Treibhauspotenzial fasst alle Gase im Verhältnis der Wirkung von Kohlendioxid zusammen. Da die Verweildauer der Gase in der Troposphäre je nach Gas unterschiedlich ist, wird der betrachtete Zeithorizont mit angegeben. Dieser ist üblicherweise 100 Jahre, kann aber auch 50 oder 20 Jahre betragen. | ||
Trempel-, Abseitenwand | ||
TrittschalldämmungEine Trittschalldämmung soll verhindern, dass sich Körperschallwellen vom Bodenbelag in das Tragwerk fortsetzen und sich durch das Gebäude verbreiten. Trittschalldämmungen absorbieren den Schall und trennen Materialschichten. Daher müssen sie eine geringe dynamische Steifigkeit aufweisen und elastisch sein. | ||
Trockengradstunden (TGH)Zeitintegral der Differenz von Taupunkttemperatur und einer Bezugstemperatur von 13 °C, über alle Zeiträume, in denen diese Differenz positiv ist.
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U
U-Wert [W/m²K]Der U-Wert ist der Wärmedurchgangskoeffizient eines Bauteils (früher: k-Wert) und beschreibt die energetische Qualität eines Bauteils, bzw. wieviel Energie [W] über Transmission pro 1 m² Bauteilfläche und 1 K Temperaturdifferenz Innen-/Außenraum verloren geht. Er ist der Kehrwert des Wärmedurchgangswiderstands Rtot und abhängig von Dicke der einzelnen Bauteilschichten d [m] und der Qualität/Wärmeleitfähigkeiten λ [W/mK]. Die Einheit des U-Werts ist demnach W/m²K. Je kleiner der U-Wert, desto niedriger die Wärmeleitung und desto besser der Wärmeschutz. Unterschiedliche Konstruktionen lassen sich so hinsichtlich ihrer Wärmedämmeigenschaften direkt vergleichen. Im GEG werden Mindest-U-Werte für Außenbauteile von Gebäuden festgesetzt | ||
Ü
ÜberströmöffnungÖffnung, durch die Luft je nach Strömungsrichtung von einem Raum in den anderen überströmt. | |
ÜberströmzoneRäume, wie Verkehrsflächen, die nicht primär Aufenthaltsqualität haben, können mit der Zuluft aus den Aufenthaltsräumen mit versorgt werden, indem sie die Zuluft über Überströmöffnungen zugeführt bekommen. Diese wird wiederum über weitere Überströmöffnungen von der Abluftzone wieder abgeführt. So können Volumenströme und Leitungslängen eingespart werden. Bei Nichtwohngebäuden muss hierbei vor allem der Brand- und Schallschutz beachtet werden. | |
Übertemperaturgradstunden [Kh/a]Der Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes mittels thermischer Simualtion gemäß DIN 4108-2 wird anhand von maximal Übertemperaturgradstunden ermittelt (z.B. Wohngebäude maximal 1.200 Kh/a). Ermittelt wird das Zeitintegral [h/a] der Differenz zwischen der operativen, vorhandenen jährlichen Innenraumtemperatur [°C] und dem Grenzwert der operativen Innenraumtemperatur [°C] (z.B. für Sommerklimaregion A = max. 25 °C). Die Einheit von Übertemperaturgradstunden ist Kh/a. | ||
Übertemperaturstunden [h/a]Der Begriff der Übertemperaturstunden sagt aus, an wievielen Stunden im Jahr eine gegenüber einem festgelegten Grenzwert überhohte Raumtemperatur vorliegt [h/a]. Die Ermittlung von Übertemperaturstunden stellt einen Zwischenschritt zur Ermittlung der Übertemperaturgradstunden dar. Der Wert der Übertemperaturgradstunden bezieht auch die Höhe der Temperaturüberschreitung für eine bestimmte geforderte Temperaturgrenze [K] mit ein und fällt daher in der Regel höher aus. | ||
U
Umfeldmaßnahmen (BEG)Im Rahmen der Beantragung einer Förderung für Sanierungsmaßnahmen nach BEG sind Maßnahmen förderfähig, die zur Vorbereitung und Umsetzung eines Sanierungsvorhabens oder zur Inbetriebnahme von dabei eingebauten Anlagen zwingend erforderlich sind, sogenannte Umfeldmaßnahmen. Nähere Informationen dazu finden Sie im „Infoblatt zu den förderfähigen Maßnahmen und Leistungen“ auf www.bafa.de/beg im Bereich „Informationen zur Antragstellung“ unter „Rechtsgrundlagen und Publikationen“. | |
Umluft | |
UmweltproduktdeklarationUmweltproduktdeklaration (Environmental Product Declaration, EPD): | ||
UmweltwirkungsindikatorInnerhalb einer Wirkungskategorie die Summe der Produkte aller Elementarflüsse mit ihren Charakterisierungsfaktoren. Die Summe wird als kg Referenzsubstanz-Äquivalent angegeben. | |
UmweltwirkungskategorieBereich/Aspekt der Umwelt, der durch Stoff- und Energieflüsse auf eine bestimmte Art und Weise beeinflusst wird. | |
V
Vakuum-Isolations-Paneel (VIP)Bei einem Vakuum-Isolations-Paneel handelt es sich um eine hocheffiziente Wärmedämmung. Das Prinzip ähnelt dem einer Thermoskanne, durch das Vakuum im Inneren des Paneels wurde das wärmeleitende Medium Luft entfernt und so der Wärmetransport in Form von Konvektion und Wärmeleitung drastisch reduziert. VIPs bestehen im Kern aus offenporigen Materialien (z.B. Kieselsäure). Die wärmedämmenden Eigenschaften sind im Vergleich zu herkömmlichen Dämmstoffen ca. 5 bis 10 mal besser. Nachteil ist der erhöhte Planungsaufwand, um die Paneele möglichst passgenau vorzufertigen, eine Anpassung vor Ort ist nicht möglich. | ||
VakuumröhrenkollektorenVakuumröhrenkollektoren sind Teil einer solarthermischen Anlage und dienen zur Bereitstellung von warmem Wasser. Sie bestehen aus nebeneinander liegenden Glasröhren mit einem Durchmesser von je 65-100 mm, die selektiv beschichtete Absorber beinhalten. | ||
Variabel Volumenstromanlage (VVS)Bei einer VVS-Anlage (Lüftungsanlage) ist der Zuluftvolumenstrom variabel und die Temperaturdifferenz von Zu- und Raumluft konstant. Bei einer VVS-Anlage kann die Reglung über motorische Volumenstromregler im Zu- und Abluftkanal je Raum ermöglicht werden. Dafür müssen diese jeweils mit einem eigenen Regelkreis ausgestattet sein. Unterschiedliche Wärmelasten werden in Abhängigkeit von der geforderten Raumtemperatur durch Änderung der Zuluftmenge über den Volumenstromregler ausgeglichen. Da VVS-Anlagen schnell auf veränderliche Lasten reagieren können, werden diese besonders für die Luftkühlung in Versammlungsräumen, Hörsälen eingesetzt. | ||
Ventilatoreneffizienz (Lüftungsanlage)Die Effizienz der Ventilatoren in einem Lüftungsgerät beeinflusste (zusammen mit der Betriebsweise) maßgeblich den Hilfsstrombedarf. Die Effizienz hängt vom Wirkungsgrad der Ventilatoren sowie vom Gesamtdruckverlust im Kanalnetz ab. Beides zusammen kann durch die SFP-Kategorie [Ws/m³], als Grenz-/Zielwert definiert werden. | ||
VerdrängungslüftungDie Verdrängungslüftung wird vor allem in Reinräumen, Operationsräumen, Laboren u.ä. Räumen eingesetzt. Ziel ist es, dass die Luft möglichst gleichmäßig, ohne nennenswerte Mischung mit der Raumluft, den Raum durchströmt. Idealerweise bilden sich turbulenzarme, gleichmäßige Luftströme - entweder zwischen Decke und Boden oder zwischen zwei gegenüber liegenden Wänden. | |
VersauerungVersauerung entsteht überwiegend durch die Umwandlung von Luftschadstoffen in Säuren. Daraus resultiert eine Verringerung des pH-Werts von Niederschlag. | |
Versauerungspotenzial (AP)Das Versauerungspotenzial (engl: Acidification Potential oder AP) [kg SO2-Äquivalent] ist eines der wichtigsten Umweltindikatoren. Durch die Verringerung des pH-Werts im Niederschlag nehmen Boden, Gewässer, Lebewesen und Gebäude Schaden. Das Versauerungpotenzial wird in Schwefeldioxid-Äquivalenten angegeben. Sekundäre Effekte, die sauren Regen an Gebäuden sichtbar machen, sind unter anderem erhöhte Korrosion an Metallen oder die Zersetzung von Naturstein. | ||
VerteilleitungenWassergeführte bzw. hydraulische Systeme nutzen einen geschlossenen Wasserkreislauf als Trägermedium zwischen dem Wärmeerzeuger und dem Übergabesystem an den Raum. Dabei wird das vom Erzeuger (z.B. Kessel) erwärmte Wasser, das zum Wärmeübertrager (z. B. Heizkörper) strömt, als Vorlauf (VL) bezeichnet. Das Wasser, welches im abgekühlten Zustand wieder zurück fließt, wird Rücklauf (RL) genannt. Hierbei ist die Vorlauftemperatur die Regelgröße für die benötigten Raumsolltemperatur und damit entsprechend höher, als der zurückfließende RL. Je nach Übergabesystem unterscheiden sich die benötigten Temperaturen im Verteilkreis. | ||
Virtuelles KraftwerkDas virtuelle Kraftwerk beschreibt den Zusammenschluss von kleinen, dezentralen Kraftwerken, wie beispielsweise von Photovoltaikanlagen, Kleinwasserkraftwerken und Biogasanlagen, kleinen Windenergieanlagen und Blockheizkraftwerken kleinerer Leistung zu einem gemeinsam steuerbaren Verbund. | |
VolllastbetriebVon Volllastbetrieb spricht man bei einem Wärme- oder Kälteerzeuger, wenn er auf der maximalen Stufe betrieben wird. I. d. Regel ist dies der Betriebspunkt mit dem höchsten Wirkungsgrad, so dass Anlagenkonzepte z.B. durch die Kombination mit Pufferspeichern auf möglichst viele Vollaststunden hinzielen sollten. | ||
Volumenstrom V [m³/h]Der Volumenstrom bezeichnet das Volumen, das pro Zeiteinheit durch einen Querschnitt strömt, z.B. ein Luftvolumenstrom in einer Lüftungsanlage. Er sollte optimalerweise nach dem hygienischen Minimum ausgelegt werden. | ||
VorlauftemperaturTemperatur des Warm-/Heizwassers bei Eintritt in den Heizkreis. | |
W
WarmdachAls Warmdach bezeichnet man ein nicht hinterlüftetes (Flach-)Dach. Die äußere Abdichtungsebene ist dabei direkt auf der Dämmebene angebracht. | |
Wärmebereitstellungsgrad n'(WRG)Der Wärmebereitstellungsgrad charakterisiert die Zuluft-Temperaturerhöhung, bezogen auf die maximal mögliche Temperaturerhöhung. Er kann als Heizperiodenmittel angegeben werden. Eingagngsgrößen sind die Betriebscharakteristik des Wärmeübertragers und die Abwärme von elektrischen Bauteilen (Ventilatoren, Regelung) gem. DIN V 18599-6. | ||
WärmebrückeWärmebrücken sind punkt- oder längenbezogene lokale Schwächungen des Wärmeschutzes im Regelaufbau eines Bauteils. Man unterscheidet geometrische (Außenecken), konstruktive (Durchdringungen wie eingebundene Balkonkragplatten, Bauteilstöße) und stoffliche Wärmebrücken. | ||
Wärmebrückenfreies KonstruierenUm den Berechnungsaufwand gering zu halten, wurde für das Passivhaus das vereinfachte Kriterium des „wärmebrückenfreien Konstruierens“ eingeführt, bei dem die Wärmebrückenverluste ΔUWB ≤ 0,01 W/m²K in der Berechnung nicht beachtet werden müssen. Dies verlangt allerdings von vorneherein eine Berücksichtigung und Lösung aller möglicher Wärmebrücken. Bereits während der Planung müssen Wärmebrücken erkannt und betrachtet werden (z.B. Verrechnung positiver als auch negativer Ergebnisse). Eine nachträgliche Änderung im fertiggestellten Gebäude ist zwar technisch möglich, aber meist sehr aufwendig und teuer. Hinweis: Ein Gebäude kann per se nie komplett "wärmebrückenfrei" sein. Die Wärmeverluste über Wärmebrücken können nur durch eine optimierte Planung so ausgeglichen werden, dass ΔUWB verschwindend gering ausfällt. | ||
Wärmebrückenzuschlag ∆UWB [W/m²K]Aus der Summe aller längenbezogenen/zweidimensionalen Wärmebrücken [W/mK] lässt sich der für die Energiebilanz notwendige Wärmebrückenzuschlag ΔUWB [W/m²K] ermitteln. Hierfür muss zunächst jeder ψ-Wert (der für 1 m Anschlusssituation in die „Tiefe“ ermittelt wurde) mit der realen Länge l [m] der jeweiligen Wärmebrücke im Gebäude multipliziert werden. Anschließend wird die Summe der Wärmeverluste [W/K] durch die wärmeübertragende Umfassungsfläche [m²] dividiert. | ||
Wärmedämmverbundsystem (WDVS)Ein Wärmedämmverbundsystem ist mehrschichtig aufgebaut und dient der Dämmung von Außenwänden. Der Dämmstoff, der an der Wand befestigt wird, ist bereits mit speziellen Putzaufbauten kombiniert. Wärmedämmverbundsysteme eignen sich insbesondere für die Sanierung bestehender Gebäude mit vorhandenen Putz- oder Betonfassaden. | ||
WärmedurchgangskoeffizientDer Wärmedurchgangskoeffizient Ū [W/m²K] eines Bauteils beschreibt die energetische Qualität eines Bauteils, bzw. wieviel Energie [W] über Transmission pro 1 m² Bauteilfläche und 1 K Temperaturdifferenz Innen-/Außenraum verloren geht. Der so definierte, im Bauwesen oft genannte „U-Wert“, ist der Kehrwert des Wärmedurchgangswiderstands Rtot und abhängig von Dicke und Qualität der einzelnen Bauteilschichten d [m] und der Wärmeleitfähigkeiten λ [W/mK]. | |
Wärmedurchgangskoeffizient des BauteilsDer U-Wert ist der Wärmedurchgangskoeffizient eines Bauteils (früher: k-Wert) beschreibt die energetische Qualität eines Bauteils, bzw. wieviel Energie [W] über Transmission pro 1 m² Bauteilfläche, 1 K Temperaturdifferenz Innen-/Außenraum verloren geht. Er ist der Kehrwert des Wärmedurchgangswiderstands Rtot und abhängig von der Dicke d [m] und der Wärmeleitfähigkeiten λ [W/mK] der einzelnen Bauteilschichten. Die Einheit des U-Werts ist demnach W/m²K. Je kleiner der U-Wert, desto niedriger die Wärmeleitung und desto besser der Wärmeschutz. Unterschiedliche Konstruktionen lassen sich so hinsichtlich ihrer Wärmedämmeigenschaften direkt vergleichen. Im GEG werden Mindest-U-Werte für Außenbauteile von Gebäuden festgesetzt. | ||
Wärmedurchgangswiderstand des Bauteils Rtot [m²K/W]Der Wärmedurchgangswiderstand Rtot beschreibt den Widerstand eines aus homogenen Schichten bestehenden, ebenen Bauteils. Dabei werden auch der innere und äußere Wärmeübergangswiderstand mitberücksichtigt | ||
Wärmedurchlasswiderstand R [m²K/W]Der Wärmedurchlasswiderstand R [R = d/λ] definiert die Wärmeschutzwirkung einer Bauteilschicht d [m] ohne Berücksichtigung der inneren und äußeren Wärmeübergangswiderstände. Der Wärmedurchlasswiderstand eines Bauteils berechnet sich aus den Durchlasswiderständen der einzelnen Bauteilschichten. | ||
Wärmekapazität | |
WärmekonvektionDie Wärmekonvektion ist mit einer Materieverlagerung innerhalb von Gasen oder Flüssigkeiten verbunden. Dabei ist die Energie an die Moleküle des übertragenden Mediums gebunden (z.B. Luft, die an einem Heizkörper streift). | ||
Wärmeleitfähigkeit λ einer Bauteilschicht [W/mK]Die Wärmeleitfähigkeit λ wird in W/mK über den Wärmestrom Ф in Watt definiert, der durch eine Bauteilschicht mit einer Fläche von 1 m² und einer Dicke von 1 m bei einer Temperaturdifferenz von 1 Kelvin übertragen wird (Baustoffeigenschaft). Sie ist von den im Stoff enthaltenen Lufteinschlüssen, der Rohdichte, der Feuchtigkeit und der Wärmeleitfähigkeit des Grundstoffs des Baumaterials abhängig. | |
WärmeleitungDer Energietransport durch ungeordnete Wärmebewegung von Atomen und Molekülen wird als Wärmeleitung bezeichnet. Dabei werden zwei Körper mit unterschiedlichen Temperaturen in Kontakt gebracht, die schneller schwingenden Teilchen des wärmeren Körpers geben ihre Bewegung an die langsameren, kälteren Teilchen ab. Am Ende haben beide Körper die gleiche Temperatur - die Teilchen die gleiche Geschwindigkeit. Als Kenngröße wird die Wärmeleitfähigkeit λ [W/mK] verwendet. | |
WärmenetzWärmenetze sind gemäß Wärmeplanungsgesetz alle Netze zur Versorgung von Gebäuden mit Wärme oder Kälte, die keine "Gebäudenetze" im Sinne des Gebäudeenergiegesetzes sind, also mehr als 16 Gebäude oder mehr als 100 Wohneinheiten versorgen. Fernwärmenetze sind in der Regel Wärmenetze und unterliegen entsprechend den Vorgaben des Wärmeplanungsgesetzes. | ||
WärmeplanungsgesetzMit dem Wärmeplanungsgesetz (WPG) soll die Umstellung auf eine treibhausgasneutrale Wärmeversorgung über Wärmenetze bis spätestens zum Jahr 2045 (Zieljahr) erreicht werden. Zu diesem Zweck sind die Energieversorgungsunternehmen bzw. Kommunen, die Wärmenetze betreiben, verpflichtet, sogenannte "Wärmepläne" aufzustellen und umzusetzen. Ein vorliegender Wärmeplan hat wiederum Einfluss auf die Pflicht zur Nutzung erneuerbarer Energien gemäß Gebäudeenergiegesetz. https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/ | |
Wärmepumpe (Wirkungsprinzip)Das Wärmepumpengerät arbeitet vom Prinzip her wie ein umgekehrter Kühlschrank. Innerhalb des Gerätes zirkuliert ein Kältemittel, das bereits bei sehr niedrigen Temperaturen verdampft. Bei diesem Vorgang entzieht es einer Wärmequelle (Abluft, Erdwärme, Grundwasser, etc.) Energie. Mittels meist elektrischer Antriebsenergie wird das verdampfte Kältemittel in einem Kompressor stark verdichtet. Durch die Druckerhöhung steigt die Temperatur des Kältemittels weiter an. Bei der anschließenden Verflüssigung gibt das Kältemittel die gespeicherte Wärme (Umweltwärme plus Antriebsenergie) an einen Heiz- oder Warmwasserkreislauf ab. | ||
Wärmepumpenkompaktgerät (WPK)Die effizientesten Lüftungsanlagen verbinden die Lüftung mit der Raumheizung und der Aufbereitung von warmem Wasser. Diese sogenannten Wärmepumpenkompaktgeräte oder Kompaktaggregate beheizen die Zuluft mit Wärmerückgewinnung und einem zusätzlichen Wärmeerzeuger (Kleinstwärmepumpe), der gleichzeitig das Wasser aufheizt. Das erwärmte Wasser wird in einem Warmwasser-Speicher, welcher evtl. solar angebunden ist, gespeichert. Zur Erzeugung der Spitzenlasten ist im Gerät ein elektrischer Heizstab eingebaut. | ||
WärmequellenJedes Objekt, das in einer Form (Strahlung, Konvektion) Wärme abgeben kann, nennt man Wärmequelle. Dies kann sich im Winter positiv als Wärmegewinn oder aber auch im Sommer negativ als Wärmelast auswirken. | ||
Wärmerückgewinnung (WRG) | ||
WärmerückgewinnungsgradDer Wärmerückgewinnungsgrad gibt die Effizienz des Wärmetauschers z.B. in einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung an. Er ist als Wirkungsgrad ein wichtiger Parameter bei der energetischen Betrachtung der gesamten Haustechnik. | |
Wärmeschutzverglasung (WSVG)Bei Wärmeschutzverglasung auch Isolierverglasung oder Wärmedämmverglasung genannt handelt es sich um mindestens zweifach verglaste Fenster. Der Scheibenzwischenraum ist um die Wärmedämmung zu verbessern mit einem Edelgas meist Argon oder Krypton gefüllt. Des Weiteren gibt es Verglasung mit Zusatzeigenschaften, z.B. Sonnenschutzglas, Schallschutzglas etc. | ||
Wärmeschutzverordnung 1977 | 1984 | 1995 (bis 2002) (WSchV)Verordnung über einen energiesparenden Wärmeschutz im Bereich der Gebäudehülle. Zielsetzung war vor dem Hintergrund steigender Energiepreise die Reduzierung des Energieverbrauchs durch bauliche Maßnahmen, zuerst im Neubau, dann auch im Bestand. Die WSchV galt zunächst im Zusammenhang mit der Heizungsanlagenverordnung. 2002 wurde sie durch die Energieeinsparverordnung (EnEV) abgelöst. | ||
WärmestrahlungWärmestrahlung erfolgt zwischen zwei Körpern, die durch ein Gas (meist Luft), getrennt sind. Dabei gibt der wärmere Körper Strahlung ab, die vom kälteren Körper absorbiert wird. Der materialspezifische Emissionsgrad ε gibt dabei die Fähigkeit des Körpers an, Strahlung aufzunehmen oder abzugeben. | |
WärmetauscherEin Wärmetauscher ermöglicht es, Wärmeenergie von einem Medium an ein anderes abzugeben. Er kommt zum Beispiel bei Lüftungsanlagen zum Einsatz: Die Wärme der Raumluft wird über ein spezielles Kanalsystem an der einströmenden kühlen Frischluft vorbeigeführt und an diese abgegeben. Damit wird ein Teil der Wärme aus der Abluft wiederverwendet, Lüftungswärmeverluste werden minimiert und der Heizwärmebedarf verringert. Als Materialien für diese Kanalsysteme kommen gute Wärmeleiter wie Metallbleche oder sehr dünne Schichten aus Kunststoff in Frage. | |
WärmeträgerFlüssigkeiten oder Luft, die die Aufgabe haben, Wärme vom Kollektor zum Speicher zu transportieren werden als Wärmeträger bezeichnet. In Solaranlagen kommt meist ein Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel zum Einsatz, damit der Kollektor im Winter nicht einfriert. | |
WärmeübergangMischform aus Konvektion, Strahlung und Leitung, z.B. bei einem Bauteil der wärmeübertragenden Gebäudehülle. | ||
Wärmeübergangskoeffizient [W/m²K]Der Wärmeübergangskoeffizient (auch Wärmeübergangszahl oder Wärmeübertragungskoeffizient genannt), ist ein Proportionalitätsfaktor, der die Intensität des Wärmeübergangs an einer Grenzfläche bestimmt. Der Wärmeübergangskoeffizient in W/(m²K) ist eine spezifische Kennzahl einer Anordnung eines Materials zu einer Umgebung. Je höher der Wärmeübergangskoeffizient, desto schlechter ist die Wärmedämmeigenschaft der Stoffgrenze. Sein Kehrwert ist der Wärmeübergangswiderstand RS in (m²K)/W. | ||
Wärmeübergangswiderstand Rs [m²K/W]Der Wärmeübergangswiderstand RS in (m²K)/W ist der Kehrwert des Wärmeüberganskoeffizienten. Je höher der Wärmeübergangswiderstand, desto besser ist die Wärmedämmeigenschaft. Der Wärmeübergangswiderstand wird je einmal für die Innen- und Außenseite eines Bauteils angegeben. Diese Kennwerte ergeben zusammen mit den Wärmedurchlasswiderständen der einzelnen Bauteilschichten den Wärmedurchgangswiderstand. | ||
Wärmeübergangswiderstand Rsi/Rse [m²K/W]Als äußerer Wärmeübergangswiderstand Rse (m²K)/W wird die Wärmeübertragung von der äußeren Bauteilschicht an die umgebende Außenluft bzw. unbeheizten Berich oder Hinterlüftungsebene bezeichnet. Der innere Wärmeübergangswiderstand Rsi (m²K)/W erfasst die Wärmeübertragung von der inneren Bauteilschicht an die umgebende Innenraumluft. | ||
wärmeübertragende Umfassungs-/Hüllfläche A [m²]gesamte wärmeübertragende Außenoberfläche eines Gebäudes oder der konditionierten Zone eines Gebäudes, über die eine Wärmebilanz mit einer bestimmten Raumtemperatur erstellt wird. Sie schließt alle Räume mit ein, die direkt oder indirekt durch Raumverbund, d. h. über Innenbauteile (wie z.B. ungedämmte Wände, Böden, Decken) thermisch konditioniert werden. | ||
Warmwasserspeicher (WWS)Es gibt verschiedene Arten von Warmwasserspeichern (z.B. Schichtladespeicher), ihnen allen gemeinsam ist, dass sie ständig (im Gegensatz zum Durchlauferhitzer) warmes Wasser vorhalten. | ||
WasseräquivalentDas Wasseräquivalent ist die Wärmekapazität eines Speichermediums, die der eines Kubikmeters Wassers im flüssigen Zustand bei Normaldruck entspricht. Es wird zum Beispiel vom KWK-Gesetz verwendet, um die maximale Speicherenergie zu beziffern. | |
Wasserdampf-Diffusionswiderstand µ | ||
Wasserdampf-SättigungsdruckWasserdampfsättigungsdruck psat [Pa] = gibt in Abhängigkeit der Temperatur Ө [K] einer Bauteilschicht an wieviel Feuchte maximal in einer Bauteilschicht aufgenommen werden kann. | ||
wasserdampfdiffusionsäquivalente Luftschichtdicke sd [m]Dicke d einer ruhenden Luftschicht, die den gleichen Wasserdampf-Diffusionswiderstand besitzt wie eine betrachtete Bauteilschicht bzw. ein aus Schichten zusammengesetztes Bauteil (sd = µ • d); Für mehrschichtige, ebene Bauteile gilt die Addition der einzelnen wasserdampfdiffusionsäquivalenten Luftschichtdicken der Einzelschichten. | ||
WasserdampfteildruckWasserdampfteildruck p [Pa] = ist der vorhanden Wasserdampfdruck in der jeweiligen Bauteilschicht. | |
Watt (peak) [kWp]„Peak“ bedeutet Spitzenleistung mit Watt (peak) wird die Spitzenleistung von Photovoltaikmodulen beschrieben. Hierfür wird unter genormten Bedingungen das Photovoltaik-Paneel einer senkrecht auftreffenden Strahlung von 1.000 Watt ausgesetzt. Die dann als Strom gelieferte Leistung des Paneels wird als dessen Norm-Leistung festgehalten und als Watt (peak) oder eben Wp bezeichnet. Die Summe aller Paneele einer Anlage ergibt so eine Norm-Leistung der gesamten Anlage, diese liegt im Bereich des Wohnungsbaus meist bei einigen kWp. Für 1 kWp müssen ca. 8 m² Photovoltaik verlegt werden (bei einem Wirkungsgrad von 12,5 %). Die Spitzenleistung sagt noch nichts über den Ertrag der Anlage aus. Pro kWp können im Rhein-Main-Gebiet 800 bis 850 kWh Ertrag erwartet werden, im Breisgau über 1.000 kWh, in Gebieten mit Hochnebel etc. auch unter 600 kWh. | ||
Wirkungsabschätzung(Ökobilanz-Phase:) Phase, in der die Umrechnung (Klassifizierung und Charakterisierung) der Sachbilanz-Ergebnisse in Umweltwirkungsindikatoren erfolgt. | |
WirkungsbilanzAuf die Sachbilanz folgt in der Ökobilanz die Aufstellung der Wirkungsbilanz. Sie weist allen Stoff- und Energieumwandlungsprozessen der Sachbilanz einzelne Emissionen zu. Zur besseren Auswertung werden die verschiedenen Emissionsarten zu Gruppen ökologischer Wirkungskategorien (z.B. Beitrag zum Treibhauseffekt) zusammengefasst. Darüber werden so genannte Äquivalente ermittelt, die im Verhältnis zu einem Leitschadstoff die Wirkung aller beteiligten Schadstoffe ausweisen. Es stehen dabei über dreißig verschiedene Leitschadstoffe als Bezugspunkte zur Verfügung. Sind aus der Sachbilanz keine prozessspezifischen Daten verfügbar, so kann der Bilanzierende auf vergleichbare Prozesse aus Datenbanken zurückgreifen. Solche Austauschprozesse sind im Sinne der Nachvollziehbarkeit der Ökobilanz auszuweisen. | |
Wirkungsgrad [%]Wirkungsgrad gibt das Verhältnis von abgegebener Leistung zu zugeführter Leistung im optimalen Betriebszustand an. Als Wirkungsgrad eines Umwandlungsprozesses, z.B. in Kraftwerken oder Heizanlagen, bezeichnet man das Verhältnis der erzielten nutzbaren Energie zu der für den Umwandlungsprozess eingesetzten Energie. Der Wirkungsgrad gibt die Effizienz einer Anlagentechnik zu einem bestimmten Zeitpunkt an. Bei einer Wärmepumpe spricht man hierbei vom COP (Coefficient of Performance), der das Verhältnis der Heizleistung zur effektiven (elektrischen) Leistungsaufnahme beschreibt. Der Wirkungsgrad eines Kessels wird traditionell auf den Heizwert des Brennstoffs bezogen (ohne Wärmerückgewinnung aus dem Abgabs). Um heutige Technologien richtig bewerten zu können muss sich dieser jedoch auf den Brennwert beziehen. | ||
Wirkungsgrad einer Solarzelle bzw. eines ModulsDer Wirkungsgrad gibt an, wie viel Prozent der eingestrahlten Lichtmenge in nutzbare elektrische Energie umgewandelt wird. | ||
Wohngebäude (WG)Als Wohngebäude definiert man alle Gebäude mit einer Hauptwohnnutzung (z.B. Einfamilien-, Mehrfamilienhaus). Hotels sind keine Wohngebäude. | ||
Wohnungszentrale VersorgungUm die Verteilverluste zu minimieren wird in MFH oft auf eine wohnungszentrale Lösung gesetzt, bei der nur Kaltwasser durch das Gebäude verteilt wird. Der Erzeuger und ggf. ein integrierter Speicher stehen in einem Nebenraum oder in Küche/Bad und sollte im Falle einer Verbrennungstechnologie raumluftunabhängig betreiben werden. Gering dimensionierte Verteilkreispumpen sind dennoch erforderlich. Typisches Beispiel: wohnungsweise Gas-Thermen (Anschluss der Wohnungen an die Gasleitung und an ein Abgasrohr) erforderlich. | |
WU-BetonWasserundurchlässiger Beton (z.B. zum Bilden einer "weißen Wanne" im Keller) | |
Z
Zell-WirkungsgradDer Zell-Wirkungsgrad gibt an, wie viel Prozent der Sonnenenergie, die auf eine Solarzelle trifft, in elektrischen Strom umgewandelt wird. Zusammengeschaltete Zellen nennt man PV-Modul. Der Modul-Wirkungsgrad wird im Betrieb auch durch die Temperatur des Moduls beeinflusst. Eine erhöhte Temperatur führt zu geringeren Wirkungsgraden. Bei kristallinen Zellen reduziert sich mit jedem Grad Temperatursteigerung die Leistung um bis zu 0,5 %. | ||
Zeolith-HeizgeräteZeolith-Kälte-/Heizgeräte sind Adsorptions-Wärmepumpen, die auf der Basis des Stoffsystems Zeolith (mineralischer Feststoff) und Wasser arbeiten. | ||
Zertifiziertes PassivhausVom Passivhaus Institut Darmstadt oder anderen Zertifizierungsstellen geprüfte Planung bzw. geprüftes Passivhaus; das Zertifikat bestätigt - bei unterstellter korrekter Bauausführung - das Erreichen des Passivhaus-Standards. | |
ZirkulationsleitungIm Trinkwarmwasserkreislauf wird bei einem zentralen System oft zusätzlich zur regulären Vor- und Rücklaufleitung eine Zirkulationsleitung eingebaut, in der das warme Wasser regelmäßig zirkuliert, um so eine schnelle Abnahme der gewünschten Warmwassertemperatur an der Zapfstelle ermöglichen. Zudem sollte aufgrund der Legionellenproblematik stehendes Wasser in langen Leitungen vermieden werden, was ebenfalls durch eine Zirkulationsleitung vermieden werden kann. Sie zusätzliche Leitung verursacht jedoch erhöhte Wärmeverluste und Strombedarfe, die bilanziell berücksichtigt werden müssen. | ||
ZonierungDie frühe, sinnvolle Zonierung eines Grundrisses hat ein hohes Energie- und Kosteneinsparpotenzial. So sollte man nicht nur auf die jeweilige Funktion, sondern auch auf Brandschutz-, Schallschutz-, Temperatur- und Lüftungseigenschaften achten. | |
Zu- und Abluftanlage mit WärmerückgewinnungEine Zu- und Abluftanlage hat den Vorteil, dass zentral durch einen Wärmetauscher die Wärme zurück gewonnen werden kann. So können die Lüftungswärmeverluste erheblich reduziert werden. Zudem kann die Raumluftqualität durch die genaue Auslegung, Regelbar- und Steuerbarkeit erheblich verbessert werden. Für ein Passivhaus ist dies eine unverzichtbare Komponente. | |
ZuluftLuft, die dem zu lüftenden Raum zugeführt wird. | |
ZulufteinlassAls Zulufteinlass bezeichnet man im Allgemeinen den Durchbruch für das Zuluftventil. | |
ZuluftkühlungGenauso, wie ein Gebäude über die Zuluft geheizt werden kann, kann es auch, z.B. über eine Kompressionskältemaschine, im Sommer über die Zuluft gekühlt werden. | |
Zuluftventil | |
ZuluftzoneRäume, die primär Aufenthaltsqualität haben, können im Grundriss sinnvoll zusammen zoniert werden, um so Leitungslängen einzusparen. | |
ZVSHKZentralverband Sanitär Heizung Klima Der ZVSHK ist der bundesweite Dachverband des deutschen Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerks (SHK) und vertritt die Interessen der SHK-Innungsbetriebe gegenüber Politik, Behörden, Wirtschaft und Öffentlichkeit. | |






