Glossar
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K
KaltdachBei einem Kaltdach ist die Dämmebene hinterlüftet ausgeführt und daher direkt angrenzend an eine Hinterlüftungsebene oder die Außenluft. Ein sogenanntes Umkehrdach ist eine Ausführung des Kaltdachs bei einer Flachdachausführung. Hierbei wird die Dämmebene oberhalb der Abdichtungsebene angebracht und ist daher der Witterung ausgesetzt. | ||
Kalte NahwärmeDas Prinzip der kalten Nahwärme besteht darin, oberflächennahes Grundwasser zu fördern, diesem dann mittels Wärmepumpen Wärme zu entziehen (zum Heizen) oder zuzuführen (zum Kühlen) und es danach wieder ins Grundwasser einzuleiten. | |
KamineffektErzeugung eines Unterdrucks durch die in einem Schacht schnell aufsteigende erwärmte Luft (Luftsog). In Bestandsbauten wurde so über einen Lüftungsschacht ein natürlicher Luftwechsel erreicht. | |
KapillarwirkungAls Kapillarwirkung wird die treibende Kraft bezeichnet, die dafür sorgt, dass ein Flüssigkeitstransport in Baustoffen mit Poren stattfindet. | |
KaskadenlüftungBei der Kaskadenlüftung wird das komplette Gebäude berücksichtigt. Damit der Gesamtbedarf dem wechselnden Frischluftbedarf der einzelnen Räume entspricht, muss eine sinnvolle Zonierung von Zu- und Ablufträumen entwickelt werden. Die Zuluft wird in die Schlafzimmer und Wohnräume eingebracht, von dort strömt sie über den Flur zu Bad und Küche, wo sie abgesaugt wird. Dies ist von der Nutzung her möglich, da im Normalfall entweder die Schlafzimmer oder der Wohnraum besetzt sind. | |
KaskadenspeicherMehrstufiges Speichersystem, das z.B. einen Speicher für den Tagesbedarf lädt und Überschüsse in einen zweiten Speicher abgibt, der bei Bedarf zugeschaltet werden kann. | |
Klassifizierung(Ökobilanz-Begriff:) Teil der Wirkungsabschätzung, bei der alle Elementarflüsse (Stoff- und Energieströme) eines Produktsystems den Wirkungskategorien zugeordnet werden, in denen sie eine Wirkung entfalten. | |
KniestockVerlängerung der Außenwand im Dachgeschoss (zwischen Oberkante oberste Geschossdecke und Traufe/Dachanschluss). | |
KombispeicherIn Wohngebäuden wird oft eine kombinierte Speichertechnologie zum "Warmhalten" von Trinkwarmwasser (Trinkwarmwasserspeicher) und "Abpuffern" der Heizwärme (Heizkreis-Pufferspeicher) eingesetzt. Meist kommen die beiden Wasserkreisläufe dabei nicht in direkten Kontakt. | |
KompaktaggregatBringt man die Zulufterwärmung gleich im Lüftungsgerät mit unter und integriert im gleichen Gerät auch noch die Warmwasserbereitung, erhält man ein so genanntes Kompaktaggregat. Meist ist hier noch eine Abluft- oder Erdwärme-Wärmepumpe zur Restwärmeerzeugung integriert. (Siehe auch Wärmepumpenkompaktgerät) | |
KompaktgerätSiehe Kompaktaggregat und Wärmepumpenkompaktgerät. | |
Kompaktheit des Gebäudes (A/Ve) [m²/m³]Siehe A/Ve-Verhältnis. | |
Kompressionskältemaschine (KKM)Die Kompressionskältemaschine nutzt den physikalischen Effekt der Verdampfungswärme beim Wechsel des Aggregatzustands von flüssig zu gasförmig. Das eingesetzte Kältemittel bewegt sich in einem geschlossenen Kreislauf und ändert nacheinander sein Aggregatzustand. Das anfangs gasförmige Kältemittel wird mittels eines Verdichters komprimiert, wodurch die Temperatur erhöht wird. Danach kondensiert es unter Wärmeabgabe, um anschließend als flüssiges Kältemittel entspannt zu werden, was wiederum zum Absinken der Temperatur führt. Im letzten Schritt verdampft das Kältemittel unter Wärmeaufnahme bei niedriger Temperatur. Der Kreislauf kann nun von vorne beginnen. Der Prozess muss von außen durch Zufuhr von mechanischer Arbeit (Antriebsleistung) über den Kompressor in Gang gehalten werden. Eine Kompressionskältemaschine wird im Gegensatz zu Absorptions- oder Adsorptionskältemaschen mit Strom betrieben. Die Funktionsweise der Kompressionskältemaschine ist ähnlich der einer Wärmepumpe. Das Kältemittel nimmt eine Wärmeleistung auf einem niedrigen Temperaturniveau auf und gibt sie unter Zuführung von technischer Arbeit auf einem höheren Temperaturniveau an die Umgebung ab. Die Bandbreite der Kompressionskälteanlagen reicht von relativ einfachen Kühlschrank-Kompressionskälteanlagen bis zu Großanlagen für Kühlhäuser oder zur Klimatisierung von Bergwerken. Man unterscheidet wassergeführte ung luftgeführte Systeme. Luftgeführte Systeme geben die Wärme aus dem Kältemittelkreis )meist mit Hilfe eines Ventilators) direkt an die Außenluft ab. Wassergeführte Systeme benötigen eine zusätzlichen wassergeführten Rückkühlkreis (inkl. Verteilkreispumpe), der seine Wärme entweder in einem Trockenkühler (z.B. Tischkühler mit Ventilatoren) oder Nass-/Verdunstungskühler (z.B. Kühlturm) abgibt. | ||
KondensationskraftwerkEin Kondensationskraftwerk beschreibt ein herkömmliches thermisches Kraftwerk, in dem Wärme in Strom umgewandelt wird. Es dient ausschließlich der Erzeugung elektrischen Stroms und nutzt die dabei entstehende Restwärme nicht weiter, sondern gibt sie über den Kondensator oder den Kühlturm an die Umwelt ab. Mithilfe von Kühleinrichtungen wird der die Kondensationsturbine verlassende Dampf, der nur noch geringen Druck und geringe Temperatur hat, kondensiert. Der Wirkungsgrad dieser Kraftwerke liegt zwischen 40 und 60%. Das Gegenstück zum Kondensationskraftwerk ist das Kraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung. | |
KonditionierungBezeichnet die Bereitstellung festgelegter Bedingungen in Räumen für Heizung, Kühlung, Be- und Entlüftung, Befeuchtung, Beleuchtung und Trinkwarmwasser. Die bei der Berechnung nach DIN V 18599 festzulegenden Zonen sind Räume mit gleicher Konditionierung. | |
Konstantvolumenstromanlage (KVS)Ist der Volumenstrom einer Lüftungsanalge konstant spricht man von einer KVS-Anlage. Die Anpassung an die jeweils gewünschte Raumtemperatur erfolgt hier über die Temperaturdifferenz zwischen Zuluft und Raumluft durch den Lufterwärmer bzw. -kühler. Der Außenluftvolumenstrom muss hier auf die maximale Last (Heizen/Kühlen) ausgelegt werden. Dabei können der notwendige Raumluftwechsel und die damit verbundene Anlagengröße sehr groß werden. Da der Luftvolumenstrom für alle Räume gleich ist, ist eine raumweise, bedarfsgerechte Regelung nicht möglich. | ||
Kontrollierte Wohnungslüftung (KWL)Durch zentrale Be- und Entlüftung sorgen Wohnungslüftungssysteme für gutes Klima im ganzen Haus. Die einströmende Frischluft wird über feinporige Filter gereinigt und damit von Staub, Pollen und anderen Verunreinigungen befreit. Die Zuluft wird vorgewärmt in die Wohnräume geleitet. Gleichzeitig führt die kontrollierte Wohnungslüftung verbrauchte Luft und Feuchtigkeit mit der Abluft gezielt nach außen ab. | ||
KonvektionKonvektion oder Wärmeströmung beschreibt einen Mechanismus zum Transport von thermischer Energie. Sie ist eine der drei Arten der Wärmeübertragung (Wärmeströmung, -strahlung und -leitung). Bei der Konvektion findet die Wärmeübertragung mittels Teilchen statt, die ihrerseits die thermische Energie mit sich führen. Im Vakuum oder in festen Körpern kann es daher keine Wärmeübertragung mittels Konvektion geben, hier findet die Wärmeleitung (Transmission) statt. | ||
KonzentratorzelleBei Konzentratorzellen wird mit der Bündelung der einfallenden Sonnenstrahlen (Reflexion, Spiegelung) auf eine kleinere Mehrschicht-Zelle (Tandem/Tripel) ein sehr hoher Wirkungsgrad von momentan bis zu 40,7 % erreicht. | |
Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung (KWKK)Von Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung spricht man, wenn die Anlage zusätzlich zu Kraft und Wärme auch Kälte erzeugen kann. Dabei wird die Nutzwärme des Prozesses genutzt, um eine Absorptionskältemaschine anzutreiben. Trotz der deutlich höheren Investition im Vergleich zu einer Kompressorkältemaschine, kann die KWKK-Anlage wirtschaftlich betrieben werden, weil durch die Wärmenutzung zur Klimatisierung im Sommer die Laufzeiten der Anlage und damit die vergütete Stromeinspeisung erhöht werden kann. | ||
Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)Bei der Kraft-Wärme-Kopplung wird ein Energieträger gleichzeitig in elektrische Energie und Nutzwärme umgewandelt. | ||
Kraft-Wärme-Kopplungs-AnlagenKraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK-Anlagen) nutzen vorteilhaft die Abwärme, die bei der Stromerzeugung entsteht, zur Deckung des Wärmebedarfs im Gebäude. In der Regel bestehen die Anlagen aus einem Blockheizkraftwerk (BHKW) und einem effizienten Heizkessel, der die Spitzenlasten abdeckt. Die mögliche elektrische und thermische Leistung von KWK-Anlagen reicht von wenigen Kilowatt bis hin zu mehren hundert Megawatt. | ||
Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fungiert als einer der größten Fördergeldgeber des Bundes. Sie vergibt hauptsächlich zinsgünstige Kredite und Tilgungszuschüsse, wenn höherwertigere Energieeffizienzanforderungen eingehalten werden. Die Begleitung eines KfW-geförderten Bauprozesses durch einen dena Energie-Effizienz-Experten kann ebenfalls gefördert werden. | ||
KühllastDie Kühllast ist eine aus einem Raum konvektiv abzuführende Wärmelast, die notwendig ist, um einen vorgegebenen Raumluftzustand zu erreichen oder zu erhalten. Sie teilt sich nach VDI 2078:2015-06 in äußere Kühllasten und innere Kühllasten ein. | |
KühlrippeneffektBei der Wärme-/Kälteübergabe wird eine erhöhte Wärmeübertragung ermöglicht indem die Oberfläche z.B. eines Heizkörpers im Vergleich zu seinem Volumen maximiert wird. | |
KunstlichtKunstlicht ist im Gegensatz zu Tagelicht durch künstliche Lichtquellen erzeugtes Licht. | |
KWKG (Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung)Das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz regelt in Deutschland seit 2002 die Einspeisung und Vergütung des Stroms aus Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung. Hinweis: KWK-Anlagen, die mit Biomasse betrieben werden, werden über das EEG vergütet. | ||