Glossar
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Längenbezogener Wärmedurchgangskoeffizient ψ [W/mK]Lineare Wärmebrücken sind Störungen, die auf eine Länge bezogen werden können. In der Praxis beschäftigt man sich hauptsächlich mit ihnen. Alle Anschlusssituationen, die nicht punktuell, sondern über eine bestimmte Länge vorkommen, können als „linear“ bezeichnet werden (z. B. Sockel, Auskragungen, einbindende Geschossdecken, Fensteranschlüsse, Attika, Traufe, First). Definiert werden diese Wärmebrücken über den sogenannten linearen Wärmebrückendurchgangskoeffizienten, den Ψ-Wert [W/mK]. | ||
LangzeitspeicherLangzeitspeicher nennt man Speicher, die Wärme aufnehmen und über mehrere Wochen bis Monate speichern. Entsprechend geringe Ladezyklen pro Jahr werden erzielt. | |
LastmanagementDurch ein intelligentes Lastmanagement im Gebäude (oder Quartier) kann der Eigennutzungsgrad von erneuerbar erzeugtem Strom erhöht werden. Zu den möglichen Maßnahmen zählen Strom-/Wärmespeicherung und eine automatische Steuerung anhand eines witterungs- und nutzerbedarfsorientierten Managementsystems Nutzerinterface. Das System entscheidet z.B. automatisch, ob der erneuerbare Strom direkt genutzt, zwischengespeichert (im Stromspeicher oder indirekt über eine Wärmepumpe im Pufferspeicher) oder ins Netz eingespeist werden soll. | |
LatentwärmespeicherSie verändern beim Lade- oder Entladevorgang nicht ihre "fühlbare" Temperatur, stattdessen wechselt das Wärme-Speichermedium seinen Aggregatzustand. Meistens wird hierbei der Übergang von fest zu flüssig (bzw. umgekehrt) genutzt, da kaum eine Volumenänderung eintritt. Das Speichermedium kann über seine Latentwärmekapazität hinaus be- oder entladen werden, erst dann führt der Energiestrom zu einer Temperaturerhöhung. Latentwärmespeicher kombinieren also sensible und latente Wärmespeicherung. | |
LebenszyklusanalyseDas Mittel zur Analyse des Ressourcenverbrauchs und der Umweltauswirkungen eines Materials über den Lebenszyklus ist die Lebenszyklusanalyse (Life Cycle Assessment - LCA). Sie bilanziert den Lebensweg eines Baustoffs über die Stadien der Rohstoffgewinnung, Herstellung, Verarbeitung; gegebenenfalls werden auch Transport, Nutzung, Nachnutzung und Entsorgung berücksichtigt. Die Bilanzgrenze ist maßgeblich für die Informationen, die aus einer Lebenszyklusanalyse gewonnen werden können. | ||
LebenszykluskostenDie Lebenszykluskosten beschreiben die Kosten, die bei einem Produkt von der Idee bis zur Rücknahme vom Markt entstehen. Dabei werden nur die Investitionen und Ausgaben nicht jedoch die positiven Rückläufe in Form von Erlösen betrachtet. | |
LeckageAls Leckagen werden Undichtheiten in der Gebäudehülle bezeichnet, durch die unkontrolliert Lüftungswärmeverluste hindurchziehen können (In-/Exfiltration). Mit einem qualitätssichernden Luftdichtheitstest nach Fertigstellung der luftdichten Ebene können Leckagen im Bauablauf festgestellt und vor Fertigstellung (z.B. Ausbauebene) behoben werden. | |
LeichtbauDie Leichtbauweise hat eine maximale Gewichtseinsparung in der Konstruktion zum Ziel. Dabei ist ein Hauptargument die Einsparung von Rohstoffen sowohl bei der Herstellung des Produkts als auch bei dessen Nutzung. Im Bausektor hat das Konstruieren in Leichtbauweise den Vorteil des hohen Vorfertigungsgrads und des geringen Eintragens von Baufeuchte. Hieraus resultieren in der Regel kürzere Bauzeiten. | ||
Leistung [W]Die Leistung in Watt [W] gibt den Energie- oder Arbeitsaufwand pro Zeitintervall an. | ||
Leistungszahl (COP)Die Leistungszahl oder COP (Coefficient of performance) für Wärmepumpen ist der Quotient aus Wärmeabgabe am Verflüssiger in kW zu Stromeinsatz des Kompressorantriebs in kW. Sie gibt somit den Wirkungsgrad an. Mit zunehmender Differenz zwischen den Temperaturniveaus am Verdampfer und Verflüssiger erhöht sich die elektrische Antriebsleistung, da stärker verdichtet werden muss. | ||
LuftauslässeAls Luftauslass werden bei Lüftungsanlagen u. a. die Abluftventile einer Komfortlüftungsanlage bezeichnet. | ||
LufteinlässeAls Lufteinlass werden bei Lüftungsanlagen u. a. die Zuluftventile einer Komfortlüftungsanlage bezeichnet. | ||
Luftfeuchtigkeit [%]Die Luftfeuchtigkeit. oder kurz Luftfeuchte, bezeichnet den Anteil des Wasserdampfs am Gasgemisch der Erdatmosphäre. Bezieht sich der Wasserdampfanteil am Gasgemisch auf einen Raum, so spricht man von Raumluftfeuchte. Die absolute Luftfeuchtigkeit ist die in einem Kubikmeter Luft tatsächlich enthaltene Wasserdampfmenge in g/m³. Sie wird allerdings oft in Prozent als relative Luftfeuchtigkeit angegeben. Diese bezeichnet das Verhältnis des momentanen Wasserdampfgehalts zum maximal möglichen Wasserdampfgehalt bei derselben Temperatur und demselben Druck. | ||
LuftheizungDas Heizen über die Zuluft nennt man im Allgemeinen auch Luftheizung, da das Medium Luft zur Wärmeverteilung genutzt wird. | |
LuftkollektorenSolarkollektor, der Luft als Wärmeträger nutzt. | |
Lüftungstechnische Maßnahmen (LtM)Reicht die Luftzufuhr über Gebäudeundichtheiten nicht aus, muss der Planer lüftungstechnische Maßnahmen (LtM) vorsehen. Das können eine zusätzliche Lüftung über Schächte oder in der Außenhülle eingelassene Ventile oder die ventilatorgestützte Lüftung über technische Wohnungslüftungsanlagen sein. Anhand des notwendigen Mindestluftaustauschs müssen vom Planer die vier Lüftungsstufen festgelegt werden. Falls erforderlich kann der Planer das aktive Öffnen der Fenster bei der Intensivlüftung berücksichtigen. | ||
Lüftungswärmeverluste [kWh/m²a]Lüftungswärmeverluste beschreiben die Verluste, die durch die Belüftung eines Gebäudes entstehen: Warme Innenluft wird durch kühlere Außenluft ersetzt und muss auf Raumtemperatur erwärmt werden. Zählt man die Transmissionswärmeverluste hinzu, ergibt sich der notwendige Heizwärmebedarf. | ||
Luftwechsel [1/h]Der Luftwechsel ist der Luftvolumenstrom je Volumeneinheit. Ein 3-facher Luftwechsel bedeutet z.B., dass das Raumvolumen dreimal in der Stunde ausgetauscht wird. | ||
Luftwechselrate n [1/h]Die Luftwechselrate in der Einheit [1/h] ist eine Zahl, welche angibt, wie oft das Raumvolumen/Gebäudevolumen in einer Stunde ausgetauscht wird. Sie spielt in der Lüftung von Gebäuden eine Rolle. Beispiel: Luftwechselrate = 15 /h: Das 15-fache Raum-/Gebäudevolumen wird in einer Stunde ausgetauscht. | ||